Kapitel 14

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Als sie oben auf ihrem Zimmer war, war es schon kurz nach Acht. Tom hatte ihr vor dem Frühstück geschrieben, dass sie sich um Zehn bei den Bads treffen würden. Somit hätte sie knappe zwei Stunden, um fertig zu werden und zu den Bads zu fahren. Dort könnte sie endlich mit Tom reden. 

"Hey. Ist alles Okay?", sprach Kayla sie an. Saphira musste auch irgendwie aus dem Zimmer kommen, ohne, dass Kayla etwas davon mitbekam. Sie konnte ihr schlecht erklären, wo sie um Zehn Uhr Abends noch hin wollte. "Ja. Schon gut. Es ist nichts allzu ernstes.", meinte Saphira und ließ sich auf ihr Bett fallen. Kayla saß auf dem Stuhl vor ihrem Schreibtisch und grübelte über ihren Hausaufgaben. Sie hatte das eine Bein über das andere geschlagen und schaute nun Saphira prüfend an. "Bist du dir sicher?", hackte sie nach. "Ja. Keine Sorge." Kayla sah sie noch einmal an und drehte sich anschließend wieder zu ihren Hausaufgaben um. 

"Bitte sag mir Bescheid, wenn du weißt, wer Hausaufgaben erfunden hat. Den würde ich gerne mal umbringen.", bat Kayla noch. Saphira wusste nicht, ob Kayla gemerkt hatte, dass es ihr schlecht ging oder nicht. Aber sollte sie es gemerkt haben, so ließ sie Saphira in Ruhe. Für gewöhnlich war Saphira dankbar, wenn jemand sie in Ruhe ließ und nicht komplett auslöcherte oder so. Für gewöhnlich. Doch in diesem Moment wollte sie so gerne mit jemanden sprechen, der ihr zuhörte. Unwillkürlich musste sie an Tom denken. Er ließ es nie auf etwas beruhen und brachte sie immer zur Sprache. Was ihr gut tat. Meistens fühlte sie sich weniger belastet, wenn sie mit jemanden über ihre Sorgen sprach. Tom brachte Rose immer dazu, ihm zu erzählen, was sie bedrückte. Meistens war sie ihm dafür auch sehr dankbar.
Der Nachrichtenton ihres Handys meldete sich und sie setzte sich auf, um es von ihrem Nachttisch zu nehmen. Sie musste es wohl vorhin liegen gelassen haben. Es war Tom. 

'Hey Süße.' 
'Hey Kleiner', schrieb sie ihm zurück. Sie musste auch gar nicht lange auf eine Antwort warten. 'Klar. Ich und klein. Bin ja nur fast zwei Köpfe größer als du.' Sie musste grinsen und schrieb ihm dann zurück. 'Was kann ich denn dafür, dass du einen Wachstumstrank getrunken hast.' '
Mich davon abhalten?' Saphira schickte ihm den lachenden Emoji und schrieb noch. 'Als ob das möglich wäre.'
'Wie ich es liebe mit dir zu reden. Ich kann es kaum abwarten dich zu sehen.', schrieb er ihr zurück. Saphira legte sich in ihrem Bett auf den Rücken und schrieb: 'Ich kann es auch kaum erwarten.' Und dann ergänzte sie noch etwas. 'Ich muss dir unbedingt was erzählen.' Gerade als sie ihre Nachricht abgesendet hatte kam Toms an. Er hatte genau das gleiche geschrieben wie sie. Sie lächelte und schickte ihm den lachenden Emoji zurück. Als sie abgeschickt hatte, bekam sie einen lachenden Emoji. Sie lachte kurz, bevor sie ihm zurück schrieb. 'Du bist so ein Nachmacher.' Und wieder bekam sie zur gleichen Zeit eine Nachricht von Tom. 'Du bist so eine Nachmacherin.'
'Okay es wird gruselig, wir sollten aufhören.', schrieb sie ihm hastig, doch sie bekam die gleiche Nachricht von Tom, als sie abgeschickt hatte. Unwillkürlich musste sie darüber lachen und las die nächste Nachricht von ihm. 'Wir kennen uns scheinbar zu gut.'

'Ich gebe Anderen zwar nicht gerne recht, aber bei dir würde ich es wohl immer tun. Tom du hast wohl recht.' Bis Toms nächste Nachricht kam, dauerte es ein wenig. Er schrieb und schrieb und Saphira fragte sich schon, was sie angerichtet hatte. Dann kam endlich Toms Nachricht und sie las ihn sich schnell durch. 'Danke. Vielen Dank. Ich muss sagen es ist mir wirklich eine große Ehre einen solchen Preis zu erhalten. Niemals hätte ich gedacht, dass ich eines Tages so etwas vollbringen könnte. Ich danke meiner Familie und all meinen Freunden. Besonders meiner besten Freundin Rose, die das hier erst ermöglicht hat. Es ist mir wirklich eine große Ehre den Nobelpreis zu erhalten. Ich danke ihnen allen. Vielen, vielen Dank.' 

"Was für ein Nobelpreis?", lachte sie und schrieb ihm auch diese Frage. 'Halt. Ich kriege keinen Nobelpreis?'
'Nicht das ich wüsste.', schrieb sie ihm zurück. 'Ups. Und ich dachte ich hab EINMAL in meinem Leben einen Preis erhalten.'
'Hiermit verleihe ich Tom Black den Preis für den besten Freund dieser Welt.'
'Wie süß von dir.' Saphira blickte auf die Uhr. Es war schon halb neun. 'Ich freu mich dich gleich zu sehen. Ich muss mich jetzt verabschieden und mich fertig machen für die Bads.'
'Ich freu mich auch schon und ich zitiere meine Mutter: "Du machst auf der Stelle deine Hausaufgaben, junger Mann oder es gibt Hausarrest."'
'Deine Mum ist zu gut.'
'Ich weiß. Bis gleich und dann kriegst du ne lange, lange, lange, Umarmung.'
'Danke. Bis gleich.' Saphira legte ihr Handy weg und ging zu Kayla. 

The Brothers I lostGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt