Kapitel 11.7 - unser Ort

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Was ich sehe verletzt mich und lässt mich leiden, so wie ich ihn leiden gelassen habe, und jetzt weiterhin leiden lasse. Sein Schmerz dringt bis zu mir durch. Sein Blick schreit nach Tränen. Seine Haltung schreit nach einer Umarmung.

"Sag, was genau findest Du so toll an ihn? Er trinkt viel zu viel, nimmt Drogen, schleppt Dich mit wenn er welche besorgt und zeigt Dich mit in seine Welt." Ric spricht nicht ein gelogenes Wort. Ich wende meinen Blick von ihm ab und entscheide mich lieber dafür den Boden anzustarren. Denn diesen Blick kann ich nicht weiter stand halten. "Ich kann es Dir nicht sagen, selbst wenn ich es wollte. Es ist lediglich das Gefühl, dass er mich spüren lässt. Ja er nimmt Drogen und ja er trinkt viel zu viel. Aber jeder hat sein Laster. Da das seine Schttenseite ist, akzeptiere ich sie. Ohne ihn zu ändern. Würde ich diese Seite ändern, würde ich ihn ändern. Dann wäre er nicht mehr der, der mich in seinen Bann gezogen hat."nachdem ich das letzte Wort ausgesprochen habe merke ich erst, wie sehr es Ric verletzt haben muss das aus meinem Mund zu hören.

"Heißt das, dass Du ihn liebst?"fragt er mich. Ich zucke mit den Schultern. "Verdammt, liebst Du ihn?!"fragt er wieder, nun jedoch lauter und ich bekomme etwas Angst vor ihm. So habe ich ihn in all den vergangenen Jahren nicht ein einziges Mal erlebt. "Ich weiß es nicht!"antworte ich nun auch etwas lauter. Wir sehen uns an - schauen gleichzeitig wieder weg.

"Ist er all das hier wirklich wert?"fragt er mich nun wieder mit der Stimme, die ich die letzten Jahre über gehört habe. Ruhig, leise, einen Schlag weg monoton. Ich nicke - mehr bekomme ich nicht aus mir raus.

Er steht auf und sieht mich an.

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Für den Zwerg.
Für S.
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