Erschöpft vom Tag mit all seinen Geschehnissen setze ich mich auf eine Bank, die nur sperrlich von dem Licht der Straßenlaterne erreicht wird. Ich blicke hinaus aus den See, der sich vor mir zeigt. Ich liebe diesen Ort, keine Frage. Ein kühler Windzug lässt mich kurz zusammen fahren.
Neben mir wird eine Thermostasse abgestellt. Ich folge der Hand und blicke in sein Gesicht, welches mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. "Hey." sagt er und zieht an seiner Zigarette. "Ist hier noch frei?" fragt er mich und ich beginne breit zu grinsen. Nach einem Nicken meinerseits setzt er sich neben mich. Nun bin ich nicht mehr alleine auf dieser menschenleeren Wiese. Nun sind wir zu zweit hier, denke ich.
"Was machst Du hier?" "Entspannen. Und Du?" antworte ich wahrheitsgemäß, denn ihn will ich unter keinen Umständen belügen. "Rauchen." sagt er schlicht und bietet mir die Tasse an. Dankend nehme ich einen warmen Schluck und verbrenne mich prompt. "Vorsicht, ist noch heiß." sagt er lachend und obwohl mir meine Zunge schmerzt, muss ich wieder grinsen. "Du grinst aber viel." stellt er fest und ich merke, wie meine Ohren anfangen zu glühen.
Ich blicke stur geradeaus, um ihm nicht ins Gesicht sehen zu müssen. Stille legt sich um uns. Obwohl ist es sonst nicht mag, gefällt es mir gerade. Es gefällt mir, da er diese Stille mit mir teilt.
"Kannst Du Walzer tanzen?" frage ich ihn und er sieht mich fragend an, während er den Kopf schüttelt und gleichzeitig die Schultern hebt. "Was genau soll mir das jetzt sagen?" frage ich wieder und er sagt mir, dass er keinen Walzer tanzen kann, es aber gerne können würde. "Ich auch nicht." stelle ich traurig fest. "Ich würde es aber auch gerne lernen." füge ich leise hinzu.
Er holt sein Handy heraus und tippt etwas darauf ein. Er scheint etwas zu suchen. Als er wahrscheinlich fündig geworden ist, steht er auf und geht zum Licht der Straßenlaterne. Er sucht einen Stock und beginnt etwas auf den Boden zu malen. Neugierig gehe ich zu ihm.
Nachdem er fertig geworden ist, steckt er sein Handy weg und sieht mich stolz an. Verwirrt und fragend zugleich sehe ich ihn an. "Was genau soll das darstellen?" frage ich ihn und hoffe, ihn nicht in seinen Kunstfertigkeiten gekränkt zu haben.
~♡~♡~♡~ Ich widme dieses Kapitel der lieben Sarah, da sie und ich einst die Vorlage hierfür gelebt haben. ~♡~♡~♡~
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Die Sammlung meiner Werke
Storie breviIn diesem Buch, oder in dieser Sammlung, veröffentliche ich meine Kurzgeschichten. Personen, Orte etc. sind frei erfunden. Alle Werke vom Jahr 2019 sind hier drinnen festgehalten.
