Das Ereignis in der Cafeteria zog Nachwirkungen mit sich. So wurde Dean das erste Mal medikamentös eingestellt.
Während er also den dringend benötigten Schlaf nachholte, eine Nebenwirkung, die mit der Zeit abklingen würde wie der Arzt Sam versicherte, rief dieser Bobby an und bat ihn auf seinen Bruder aufzupassen. Nicht, weil er das Fachpersonal als inkompetent betrachtete, ganz im Gegenteil, aber er wollte, dass Dean ein vertrautes Gesicht sah wenn er aufwachte.
Bobby willigte sofort ein und Sam atmete, zum ersten Mal seit langer Zeit, erleichtert auf.
Er war tatsächlich nicht nur hier um Dean zu besuchen, Sam hatte einen Termin mit der Chefärztin. Es gab noch die ein oder andere Angelegenheit, die eine Erklärung verlangte.
Kurz nachdem Bobby eingetroffen und in Deans Zimmer Platz genommen hatte, machte Sam sich auf den Weg in die Chefetage, froh über den Umstand, sein Jura Studium doch noch beendet zu haben. Denn er war nicht so naiv zu glauben, dass das "Vorstrafen Register" seines Bruders nicht zur Sprache kommen würde.
Bobby legte sein Buch über mythologische Geschöpfe, das er ironischerweise im Bücherregal der Klinik entdeckt hatte, beiseite als er eine Bewegung registrierte.
"Wie geht es dir, mein Junge?", fragte er in belanglosem Tonfall.
Er rechnete nicht unbedingt mit einer Antwort, er wollte Dean nur ein Gefühl von Sicherheit und Normalität vermitteln.
"Als würde mein Hirn aus Puddingmasse bestehen... Und mein Körper ebenfalls", gab dieser schlaftrunken von sich.
"Das ist in der Tat kein erstrebenswerter Zustand", entgegnete Bobby , "Ich sehe mal ob ich etwas zu trinken auftreiben kann".
Statt einer Antwort reckte Dean ihm benommen beide Daumen entgegen. Bobby lächelte ihm zu und verschwand auf den Flur hinaus.
Dean richtete sich im Bett auf und streckte sich ausgiebig. Das taube, dumpfe Gefühl verschwand allmählich aus seinen Gliedmaßen und er fühlte sich gleich um einiges besser.
Als Bobby mit 2 Tassen voll dampfend heißem Kaffee zurückkehrte hellte sich seine Stimmung noch weiter auf.
Er setzte sich zu ihm an den Tisch.
Das Heißgetränk war eine Wohltat für seine ausgedörrte Kehle und seinen müden Geist.
Dean spürte wie die Energie ihren Weg zu ihm zurück fand.
Die beiden unterhielten sich über das Buch, dass zwischen ihnen auf dem Tisch lag und dessen Titel Dean nicht entgangen war. Hauptsächlich tat er das, um einer Diskussion oder gar einem Streit aus dem Weg zu gehen.
Er wusste, dass Bobby (und auch Sam) sein Verhalten in der Cafeteria Sorgen bereitete und Dean hatte keine Lust sich abermals in endlose Debatten darüber zu verstricken.
Ihr Gespräch wurde durch ein Klopfen an der Tür unterbrochen.
'Das wird Sammy sein', dachte Dean und bat den Besucher einzutreten.
Es war jedoch nicht sein Bruder der ihm nun gegenüber stand, sondern ein fremder Mann in fleckigem Trenchcoat.
"Hallo Dean", gab er mit rauer Stimme von sich.
"Wer bist du?", fragte Dean verwirrt.
"Ich habe dich an deiner Schulter gepackt und aus der Verdammnis geholt".
Für einen kurzen Moment wuchs Deans Ratlosigkeit nur noch weiter, doch dann dämmerte es ihm.
"Ja, vielen Dank dafür!", erwiderte er in spöttischem Tonfall, ehe er sein Dämonen Messer wie aus dem Nichts hervor holte und es dem Mann kurzerhand in die Brust rammte.
Bobby, der bis dahin nur tatenlos und etwas überfordert zugesehen hatte, sprang hastig auf und trat zwischen die beiden Männer. Er sah Dean aus schreckgeweiteten Augen an, doch ehe er auch nur ein Wort zustande bringen konnte, wurde er von dem seltsamen Typ durch eine bloße Berührung außer Gefecht gesetzt.
Wie einer fallen gelassenen Marionette gleich, glitt Bobby einfach zu Boden.
Der Columbo Verschnitt zog das Messer ungerührt und ohne einen einzigen Kratzer davongetragen zu haben, aus seiner Brust.
"Wir sollten reden, Dean.
Allein".
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Insane
FanfictionDean ist in einer psychiatrischen Einrichtung in Iowa, er wurde von Sam, Bobby und John absichtlich dort eingewiesen, da er wieder unter Wahnvorstellungen leidet. Dean ist seit früher Kindheit der Meinung, dass seine Mutter von einem Dämon getötet...
