Lollipops and Candy Canes

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Richard gehörte jetzt schon seit 6 Jahren zum Pflegeteam des St. Claire's.

Er hatte seinen Urlaub genossen, doch er war auch froh, wieder hier , bei seinen "Schäfchen" zu sein.

In 10 Minuten würde seine Schicht beginnen.

Er zog sich einen überteuerten Schokoriegel aus dem Automaten und schlenderte dann gemütlich in Richtung Haupthaus.

Die Nachwirkungen von Deans Ausbruch waren noch deutlich spürbar, somit empfing Richard eine angespannte, stressgeladene Atmosphäre.

Er ließ sich davon jedoch nicht beirren und las aufmerksam die Akte seines neuen "Problemkindes".

"Ein harter Brocken", meinte er scherzhaft zu Kevin, der sich im 1. Jahr seiner Ausbildung befand und gerade aussah, als könnte er nur zu gut selber einen Therapeuten gebrauchen.

"Das ist eine Untertreibung", entgegnete dieser matt.

"Wir mussten Lisa nach Hause schicken und sie wird, von dem was ich gehört habe, wohl so schnell nicht wieder kommen."

Das war in der Tat eine erschreckende Information. Lisa war mit ihren 20 Jahren Berufserfahrung an einiges gewöhnt, sie warf so schnell nichts mehr aus der Bahn und der Neuzugang hatte es in nicht einmal 24 Stunden geschafft, dies zu ändern.

Wer war dieser Dean Winchester?

Richard brannte darauf, ihn kennen zu lernen.

Auf seinem ersten Nächtlichen Rundgang entdeckte er einen jungen Mann auf dem Flur, der, mit dem Rücken an die Wand gelehnt, eingeschlafen war.

Da er nicht die übliche Patientenkleidung trug, musste es sich um einen, offenbar sehr besorgten, Angehörigen handeln.

Richard ging auf den jungen Mann zu und berührte ihn sanft an der Schulter.

"Hey, Kiddo. Du kannst hier nicht schlafen." Sein Blick wanderte zu dem Namenschild an der Tür.

"Dean Winchester", murmelte er und bekam prompt eine etwas verschlafene Antwort.

"Geht es Dean gut? Hat er wieder ärger verursacht?"

"Nein, nein. Es ist alles in Ordnung. Du musst Deans Bruder sein", stellte er fest und half dem Mann auf die Beine. Heilige Mutter Gottes , der Typ war ja riesig.

"Ja, ich bin Sam Winchester. Es tut mir leid, ich muss einfach eingeschlafen sein. Ich hoffe, ich habe Ihnen keine Umstände bereitet."

Richard, immer noch baff, entgegnete

"Nein, keineswegs. Und bitte, nenn' mich einfach Richard."

"Ok, Richard", sagte Sam grinsend

"Gibt es hier in der Nähe ein Motel wo ich mich für ein paar Tage einquartieren kann? Es bestehet garantiert noch Klärungsbedarf in einigen Punkten, die meinen Bruder betreffen."

"Natürlich, ich schreibe dir die Adresse auf", entgegnete er und kehrte mit Sam zurück zum Büro.

Einige Stunden später betrat Richard das Zimmer von Dean und entdeckte Jimmy, der an Deans Bett saß und seinen Schlaf bewachte.

"Hallo Gabriel", begrüßte ihn der Mann, "schön, dass du wieder da bist."


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