Status: Überarbeitet
- Yoongi -
Die Wochen verstrichen wie im Flug und wir näherten uns langsam dem Ende der Reparatur von meinem kleinen Bruder. Ich konnte meine Dankbarkeit für Jimin und Jin kaum aussprechen. Es schien mir, als wären einfache Worte nicht genug.
Während der verstrichenen Zeit verschlimmerte sich jedoch leider mein Zustand. Die Kopfschmerzen kamen häufiger und stärker, als zuvor, und meiner Sehstärke ging es ebenso nicht besser. Ich fing an während dem Sprechen Probleme zu bekommen und das Bedürfnis mich zu übergeben kam mich viel zu oft besuchen.
Die Nacht schlug schon seit geraumer Zeit an, jedoch anstatt im Bett zu liegen und sich auszuruhen, befanden Jimin und ich uns im Labor und waren fleißig am Arbeiten. Immer wieder atmete ich tief ein und aus, trank paar Schlücke Wasser oder schloss für einen Moment meine Augen, um mich zu sammeln. Ich wollte mich nicht vor meinem Verlobten übergeben.
»Yoongi«, sprach er sanft und legte seine Hand auf meine Schulter. Mehr als ein Brummen meinerseits entkam mir nicht. »Du bist extrem blass und müde. Lass uns nachhause gehen und uns ausruhen.« Ich hörte die Sorgen in seiner Stimme, wie schon so oft, doch ich gab nicht nach und schüttelte mein Kopf. Natürlich war ich mir bewusst, dass er wusste, wie schlecht es mir ging, doch manchmal musste ich es vor ihm verstecken.
»Nein.« Schnell hielt ich mir die Hand vor dem Mund, unterbrach so mich selbst.
»Dir geht es nicht gut, verdammt. Du musst dich ausruhen, und das jetzt! Ich sehe es nicht ein, dass du dich hier herumquälen lässt, bis wir mit Yun fertig sind. Morgen ist auch noch ein Tag. Ich gehe schnell ins Bad, mache mich frisch und dann gehen wir. Ein nein lasse ich nicht gelten. Vergiss nicht, dass auch ich müde bin.« Jimin sprach ruhig, keine Art von Zorn war in ihr aufzufinden. Er verschwand im Bad und ließ mich alleine. Mit ihm deshalb zu streiten würde nichts bringen. Ich nahm es hin und wollte diesmal auf ihn und seinen Rat hören. Jimin hatte recht, mir ging es nicht gut, vielleicht würde ich mich morgen wieder besser fühlen.- Jimin -
Ich blickte mein Gesicht im Spiegel an, welches über einem kleinen Waschbecken hing und richtete meine zersausten Haare. Ein einziger Blick reichte, um mir zu zeigen, wie grausam ich aussah. Starke Augenringe zierten mein Gesicht, waren jedoch nichts im Gegensatz zu denen von meinem Verlobten. Sie hatten sich stark verschlimmert, dabei dachte, man könnte seine Augenringe vor den Wochen nicht mehr toppen.
Ich seufzte erschöpft. »Wann hat das allen sein Ende?« Meine Finger berührten meine spröden Lippen und strichen über die aufgerissene Stelle. Sie fühlten sie unglaublich rau an. Meine blasse Haut, ließ das kränkliche Erscheinungsbild alleine echter wirkten.
Nahe am Ende meiner Kräfte wusch ich meine Hände und mein Gesicht, als ein lauter, dumpfer Aufprall aus dem Labor ertönte. Sofort schnellte mein Blick zur Tür und ich wunderte mich, was mein Verlobter angestellt hatte. Ein Schock traf mich, als ich ihn zusammen mit ein paar seiner Geräte auf dem Boden auffand und mit ansehen musste, wie er einen Krampfanfall hatte. Es verschlug mir die Sprache und mein Herz zog sich krampfhaft zusammen. Zu plötzlich passierte das alles, ich wusste für einen Moment nicht, wie ich agieren sollte, geschweige denn wie auf ihn zu gehen sollte. Sobald sich die Sorgen und die Angst in mir weiter ausbreiteten und langsam von innen auffraßen, lief ich auf ihn zu und kniete mich von ihm hin.
»Yoongi«, stotterte ich und griff nach seiner Hand. Kurz schaute ich ihn an, ehe ich verzweifelt versuchte ihn stillzuhalten. Ich versuchte es immer weiter. Tränen verschwommen mir die Sicht und meine Unterlippe zitterte.
»Mann, Yoongi«, weinte ich über ihn gebeugt. Der Blick in sein Gesicht verschlug mir mein Atem. Seine Augen rollten sich stark nach oben, man sah zu viel Weiß und sein Mund war offen, Speichel rann seinen Mundwinkeln hinunter. Er würde sich noch auf die Zunge beißen. Ich nahm einer seiner länglichen Geräte und legte es ihm zwischen die Zähne, um das beißen zu verhindern.
»Halt still«, sprach ich panisch, wohl wissend, dass er nicht in der Lage dazu war. Schnell griff ich nach meinem Handy und wählte den Notruf. Aufgeregt, besorgt und weinend erklärte ich ihnen die Situation. Nun war warten angesagt. Die Zeit verging viel zu langsam. Die versprochenen 10 Minuten fühlten sich wie etliche Stunden an, in denen ich nichts tun konnte und hilflos zuschauen musste, wie mein Verlobter krampfend auf dem Boden lag und litt. Ich war hier ganz alleine und konnte mich nicht beruhigen. Meine Hände zitterten, mein Herz raste ungesund schnell und meine Brust schmerzte vom Schluchzen und ringen nach Luft. Es gab keinen an meiner Seite, der mir beistehen konnte.
»Yoongi«, weinte ich. »Alles wird wieder gut. Ich verspreche es dir.«
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Artificial Intelligence
Fanfiction🄵🄰🄽🄵🄸🄲 »𝗧𝘂' 𝗺𝗶𝗿 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗮𝗻!« Eine Dokumentation über Künstliche Intelligenz war der Grund, der dafür sorgte, dass Yoongi sich seit seinem 9. Lebensjahr an die Wissenschaft interessierte. Mit seinen jungen 18 Jahren und den süß...