Status: Überarbeitet
- Yoongi -
-♑︎-Sobald ich wieder aufwachte, bemerkte ich sofort, wie mein Verlobter seine Arme fest um mich hatte und seelenruhig schlief. Sein Griff um mein Körper war fest, als würde er selbst im Schlaf darauf acht geben, dass ich nicht abhauen würde. Zu groß schien die Angst, ich sei wieder in meinem Labor. Leise musste ich seufzen und entschied mich, ihn nach so vielen Jahren, diesen Gefallen zu machen. Sanft ging ich durch seine Haare und hielt seine Hand, welche auf meiner Brust ruhte, in meiner. Jimin bewegte sich, öffnete seine Augen und schaute sofort in meine.
»Du hast nicht vor zu gehen, oder?«, fragte er.
»Nein«, schüttelte ich den Kopf, »ich bleibe heute bei dir.«
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»Also, ich will Schokolade!«
»Ich bin für Zitrone.« Geschätzte zehn Minuten vergingen, seitdem Jimin und ich diskutierten, welchen Kuchen wir backen wollten.
»Schokolade«, protestierte Jimin.
»Ich will aber keine Schokolade.« Gott, es kam mir so vor, als würden sich zwei Teenager streiten und nicht zwei Erwachsene. Wir beide waren bereits in unseren Dreißigern.
Mit verschränkten Armen stand Jimin angelehnt am Tresen. »Du magst nicht einmal Zitrone. Ich habe Schokolade gewählt, weil wir beide es mögen.«
»Doch klar, ich mag Zitrone.«
»Ach ja? Seit wann?«, wollte er wissen und kam mir näher.
»Na, seit jetzt!«
Kurze stille setzte ein. »Das war doch Yuns Lieblingssorge, nicht wahr?«
Ich atmete langsam, doch laut aus und ging mir mit der Hand durch meine Haare, dann nickte ich.
»Yoongi, das ist nun Jahre her. Versuch dich aufs wesentliche zu konzentrieren.«
Ich sagte nichts, blieb still und blickte meinem Verlobten bloß in die Augen.
»Gut, wie du willst«, sagte er. »Zitronenkuchen solls sein. Dann lass uns los und die Zutaten dafür holen, wenn du dich so wohler fühlst.«
Lächelnd griff ich nach seinen Hüften und zog ihn näher an mich heran und küsste seine Lippen. »Danke, Liebling.«
»Ja, ja. Mach dich fertig. Ich will los.«
Wir zogen uns an, verließen unsere Wohnung und stiegen ins Auto. Während der Fahrt hörten wir zur Musik von einer alten CD, die ich damals mit 18 mit hierher gebracht hatte. Wir lachten und sagen zur Musik mit. So langsam wurde mir klar, wie sehr ich doch diese Momente vermisst hatte, die Zeit zusammen am Spaß haben, und nicht am Streiten.
Sobald wir ankamen, betraten wir den Laden und brauchten zu unserem Glück nicht lange, um unsere Zutaten zu finden. Da dies unser Laden des Vertrauens war und wir wussten, was wir dort bekamen, kam uns auch kein anderer Ort infrage. Auch auf dem Weg nachhause lachten und sangen wir. Ich fand es unglaublich, wie gut Jimin doch singen konnte. »Wieso bist du nicht Sänger geworden?«
Ich lächelte und schielte kurz zu Jimin rüber, da ich auf die Straße achten musste.
»Weil das nicht mein Traumberuf ist.«
»Und Kinderarzt schon, oder wie? Ist das nicht langweilig?« Ich war ein wenig am Jammern, jedoch tat ich dies nur, um Jimin etwas zu ärgern. Als vor uns eine Ampel auftauchte, stoppte ich das Auto.
»Überhaupt nicht. Du weißt doch gar nicht, wie witzig Kinder manchmal sein können. Noch dazu sind sie unglaublich süß«, lachte mein Verlobter.
Grinsend schaute ich ihn an, dann leuchtete die Ampel wieder grün und ich fuhr weiter.
»Ist was?«, fragte er, doch ich schüttelte bloß mit dem Kopf. »Nein, nichts. Alles gut, nur... gibt es etwas, was du vielleicht loswerden möchtest?«
»Das brauche ich jetzt nicht anzusprechen. Da du den ganzen Tag in deinem Labor mit Jin bist und ich Vollzeit arbeite, wird das nichts.«
Die Stimmung spannte sich mit einem Mal an und die Musik passte nicht mehr, so stellte ich diese aus.
»He, ich wollte das noch hören.«
»Pech. Raus mit der Sprache, dann mache ich die Musik wieder an.« Jimin versuchte, die Musik wieder anzumachen, doch blockte ich mit der Hand ab. »Raus damit.«
»Ich ... es ist nur so, dass ... Ich würde wirklich gerne mit dir ein Kind adoptieren, aber du hast nie Zeit. Von Morgens bis Abends bist du an deinem Roboter beschäftigt, und wenn du wieder Zuhause bist, pennst du direkt ein. Dann komme ich: Ich arbeite Vollzeit, was heißt, dass das Kind gefühlt 24/7 mit einem Babysitter oder bei meinen Eltern die Zeit verbringen müsste und kaum und zu sehen bekommt.«
Jimin hatte recht, doch da ich nicht wusste, was ich sagen sollte, blieb ich still. Doch hatte ich nie darüber nachgedacht diesen Schritt zu gehen, ich konnte ja kaum mit diesen kleinen Wesen umgehen. Sofort war ich mit ihnen überfordert. Es war einfacher für mich ein Roboter zu kreieren, als auf ein echtes Lebewesen zu achten, was kein Tier war. Mit 33 erwarteten dies viele von mir. Ich wusste nie, wie ich sie beruhigen sollte, wenn sie anfingen zu weinen.
»Lass und ein andermal darüber sprechen«, sagte ich und schaltete die Musik wieder ein, vielleicht würde dies Jimins Laune verbessern.
»Wäre besser ...«
-♑︎-
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Artificial Intelligence
Fanfiction🄵🄰🄽🄵🄸🄲 »𝗧𝘂' 𝗺𝗶𝗿 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗮𝗻!« Eine Dokumentation über Künstliche Intelligenz war der Grund, der dafür sorgte, dass Yoongi sich seit seinem 9. Lebensjahr an die Wissenschaft interessierte. Mit seinen jungen 18 Jahren und den süß...