Amüsiert beobachtete ich Harry dabei, wie er vor sich hin summend in der Küche stand und konzentriert in einem Topf rührte. Es sollte mir zu denken geben, wie schnell wir den Streit hinter uns gelassen hatten. Unter den Teppich gekehrt traf es dabei wohl eher und doch brachte ich es nicht über mich, das Thema erneut anzusprechen. Nicht wenn uns kaum noch Zeit zu zweit blieb.
"I can feel you starring, love." Ich lächelte leicht, er hatte nicht einmal zu mir hochgeguckt. "Can't help myself, it's a lovely sight."
"Come here." Auffordernd streckte er eine Hand in meine Richtung aus. Ein kleines Lachen entwich mir, als er mich kaum dass ich in seiner Reichweite war, in seine Arme zog. "Not sure you can cook this way." Merkte ich grinsend an, stand ich doch nun genau zwischen ihm und dem Herd.Harrys Antwort war lediglich ein spitzbügiges Grinsen, bevor er sich zu mir runter beugte und seine Lippen fest auf meine drückte. Schmunzelnd erwiderte ich den Kuss und legte meine Arme um seinen Hals, nur um ihn noch näher zu mir runter zu ziehen. Eine feine Gänsehaut breitete sich auf meinem Rücken aus, als seine kühlen Ringe die erhitzte Haut unter meinem Shirt striffen. Leicht außer Atem löste ich mich erst von ihm, als mir ein unangenehmer Geruch in die Nase stieg. "I think we already waisted enough food for one day." Harrys verwirrter Blick zuckte sofort von meinem Gesicht zum Herd hinter mir.
"Fuck." War alles was ich hörte, bevor er mich mit einer einzigen Bewegung zur Seite schob. Lachend beobachtete ich, wie er hektisch im Topf rührte. "Not funny." Mahnend warf er mir einen bösen Seitenblick zu. "Whatever you say." Erwiderte ich grinsend und lehnte mich gegen den Tresen. „You know some simple sandwiches would have been enough." Ich hatte auf keinen Fall erwartete, dass er ein weiteres Mal für uns kochte. Nicht nach der Nummer mit den kalten Pancakes heute Morgen und schon gar nicht nach den auf dem Boden gelandeten Resten des Currys.
"Not if you're gonna be on a plane for the next several hours." Sein Tonfall duldete keinen Widerspruch meinerseits. "Can I at least help you somehow?"
"Why don't you pack your stuff? I'll just need a few more minutes here." Sachen packen, für immer könnte ich mich wohl nicht davor drücken. "Don't burn the food while I'm upstairs." Warnte ich ihn spielerisch und erntete dafür nur ein Augenrollen von ihm.
Leise fiel die Schlafzimmertür hinter mir ins Schloss. Es würde nicht lange dauern meine Sache zusammen zu suchen, hatte ich doch kaum etwas ausgepackt. Der Großteil meiner Klamotten hang lediglich halb aus meinem Koffer raus. Nur mein Schlafshirt versteckte sich auf meiner Betthälfte unter einer von Harrys Strickjacken. Kurz überlegte ich die Strickjacke ebenfalls einfach einzustecken. Harry würde bestimmt nicht einmal bemerken, dass sie verschwunden war. Über mich selber den Kopf schüttelnd, griff ich nach meinem Schlafshirt und begann routiniert den Rest meiner Klamotten in meinen zwei Koffern zu verstauen.
Ich hatte den Reißverschluss des zweiten Koffers gerade geschlossen, als mein Blick erneut auf die Strickjacke fiel. Bunte Vierecke schienen in einem wahllosen Muster aneinander gestrickt worden zu sein. Ich würde auffallen wie ein bunter Hund, würde ich sie je außerhalb meines Hotelzimmers tragen. Und nicht auszumalen was Louis oder Amy sagen würden, würde einer von ihnen Mal wieder Nachts vor meiner Zimmertür auftauchen und die Jacke zufällig sehen. Schwermütig faltete ich sie ordentlich zusammen und verstaute sie sicher in Harrys Ankleidezimmer und nicht in meinem eigenen Koffer. Harry stand noch immer in der Küche, als ich schließlich wieder nach unten kam.
"You're starring again." Informierte er mich schmunzelnd, während er etwas was aussah wie Nudeln mit einer Art Tomatensauce auf zwei Teller füllte. "I'm just trying to memorize you." Sofort schoss mir das Blut in die Wangen. Das hatte ich gerade nicht wirklich laut ausgesprochen, oder? Harry lachte leise in sich hinein und stellte beide Teller auf dem Küchentresen ab. Sanft schloss er seine Arme von hinten um mich. "I promise I will call you so often, you will throw your phone against the next wall." Mit einem amüsierten Funkeln in den Augen, löste er sich von mir und nahm auf dem Barhocker neben mir Platz.
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Care for you. |H.S.|
FanfictionDie Entertainmentbranche ist ein hart umkämpftes Pflaster. Wo sich schillernde Popstars und verschwitzte Bühnentechniker die Klinke in die Hand drücken, ist es schwer herauszufinden, wem man wirklich vertrauen kann. Wie Emily Parker ausgerechnet da...