Ella
Am nächsten Morgen wurde ich schon sehr früh wach. Das machte mir aber nichts aus, da ich sowieso nur schlecht geschlafen hatte. Ich wälzte mich die ganze Nacht unruhig herum und wenn ich mal endlich eingeschlafen war plagten mich Albträume.
Ich quälte mich aus dem Bett und schlurfte ins Badezimmer- vielleicht konnte eine Dusche meinen schmerzenden Körper lindern.
Als das warme Wasser über auf meinen Kopf prasselte, versuchte ich mich zu entspannen aber sobald ich die Augen schloss, sah ich immer wieder Jace's enttäuschtes Gesicht vor mir.
Ich konnte es ihm nicht verübeln, wir waren zwar nicht wirklich ein Paar gewesen, doch wir waren uns trotzdem ziemlich nahegekommen. Es stimmte, wir hatten uns eigentlich nichts versprochen, aber ich konnte nachvollziehen wie er sich bei dem Gespräch mit Alex gefühlt haben musste.
Apropos Alex! Was dachte er sich nur dabei? Ich verstand es eigentlich nicht. Den würde ich mir später vorknöpfen, das nahm ich mir zumindest vor.
Die Dusche brachte mir leider nicht die ersehnte Linderung, also stieg ich kurze Zeit später heraus und ging zu meiner Kommode um mir frische Klamotten rauszusuchen.
Ich fand Jace's Hoddie, den er mir bei unserem ersten Treffen geborgt hatte und roch daran. Es fühlte sich an als wäre diese Zeit Jahre her gewesen. Trotzdem zog ich ihn über, denn so hatte ich wenigstens das Gefühl ihn irgendwie bei mir zu haben.
Langsam öffnete ich die Türe und machte mich auf den Weg in die Küche. Ich brauchte unbedingt einen starken Kaffee.
Dort angekommen stieß ich auf einen gut gelaunten Alex der anscheinend gerade von seinem Morgen- Lauf zurückgekommen war, denn er trug seine Sportsachen und sein Gesicht war noch gerötet und ein wenig verschwitzt.
<Guten Morgen, Ella.> begrüßte er mich als sei nichts gewesen.
Der hatte vielleicht Nerven!
<Morgen> brummte ich und schlurfte zur Kaffeemaschine um mir eine Tasse einzugießen.
Alex lehnte sich neben mir an die Kücheninsel und betrachtete mich von der Seite.
Wenn er tatsächlich glaubte, dass ich mich mit ihm unterhalten würde, hatte er sich geschnitten!
Ich trank einen Schluck und verließ die Küche, um mich im Wohnzimmer auf die Couch zu setzen.
Alex folgte mir unaufgefordert und ließ sich neben mir nieder.
<Ell... Es tut mir leid, wie ich mich in letzter Zeit benommen habe. Können wir das nicht endlich hinter uns lassen?> fragte er mit einer Unschuldsmiene.
Ich sah ihn mit finsterem Blick an und gab ihm keine Antwort.
<Ella, bitte...> flüsterte er und er legte mir eine Hand auf meine Schulter. Das brachte das Fass zum Überlaufen.
<Was willst du Alex? Denkst du wirklich, nach allem was du gestern getan hast, dass wir einfach so weiter machen können wie bisher? Du hast Jace vertrieben!> blaffte ich ihn verärgert an.
<Glaube mir, ich habe dir einen Gefallen getan... Der Proll war doch nichts für dich!> sagte er, als würde das irgendetwas rechtfertigen.
Ich fegte seine Hand von meiner Schulter und stand auf.
<Du hast mir absolut keinen Gefallen getan Alex!> rief ich empört und er sah mich mit weit aufgerissenen Augen an. <Ich mische mich doch auch nicht in deine Beziehung ein, nur weil ich Naomi nicht leiden kann. Dazu hattest du kein Recht!> fügte ich noch bitter hinzu.
Er seufzte und sah auf seine Finger hinunter.
<Das mag schon sein Ell. Aber ich konnte nicht zulassen, dass du....> weiter kam er nicht denn ich schrie ihn plötzlich an.
<Das ich WAS, Alex? Mich in ihn verliebe? Mich weiter entwickle? Oder mich endlich aus deinem Schatten begebe und dir nicht mehr hinterherlaufe, wie ein liebeskranker Teenager?> ich starrte ihm wütend ins Gesicht.
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Faking it?!
Roman d'amour*WIRD IM MOMENT ÜBERARBEITET* Ella Stone liebt ihren Mitbewohner und besten Freund Alex Montgomery. Doch genau in dem Augenblick als sie es ihm endlich gestehen will, stellt er ihr seine neue Freundin vor. Wie soll sie weiterhin mit ihm zusammenlebe...
