Epilog 2

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Evy:

Veränderungen.

Veränderungen sind unentbehrlich in unserem Leben.
Sie sind der Grund, warum wir uns entwickeln, uns vom Fleck bewegen, weiter gehen.
Und manchmal sind sie leider auch der Grund dafür, dass wir am Boden liegen und uns fragen, warum wir eigentlich immer nach etwas streben, dass wir nicht haben können. Manchmal wollen wir, dass die Dinge so bleiben, wie sie sind.

Es ist seltsam, wie ich über einige Dinge dachte, als ich achtzehn war.
Wie primitv.
In diesen Jahren scheint an jedem Tag das Allerwichtigste zu passieren.
Wir haben uns auf Dinge konzentriert, die verglichen mit dem, was uns heute wichtig erscheint, absolut unwichtig waren.
Wir dachten, den Mann fürs Leben unbedingt finden zu müssen. Wollten an Menschen festhalten, die uns verletzt haben oder von denen wir wussten, dass sie uns nicht wirklich glücklich machen.
Wir dachten, wir wüssten alles besser. Wir wollten reif und erwachsen sein. Wir wollten die richtigen Entscheidungen treffen und haben so vielleicht mehr Fehler gemacht, als wir ohnehin gemacht hätten.

Und trotzdem: Es hat sich so viel verändert seitdem.

Die Jungs sind schon lange keine Band mehr. Aus ihnen sind Männer geworden, die in ausgedehnter Breite den Traum ihres Teenagerdaseins genossen haben. Sie haben mehr erlebt, als viele von uns je erleben werden.
Aber irgendwann ist ihnen einfach klar geworden, dass „forever young“ nicht wirklich ist. Denn wir werden erwachsen. Ob wir nun wollen, oder nicht.

Harry hat sich dazu entschlossen, mehr Zeit für seine Familie in Anspruch zu nehmen. Nachdem sie ihre Karriere beendeten, hat er für einige Zeit die Pflichten als Hausmann auf sich genommen und auf die Kinder aufgepasst, während Abby ihr Studium als Hotelfachfrau abschloss.  

Zayn und Perrie sind mittlerweile auch verheiratet und mit dem dritten Kind schwanger. Wie ich sie kenne, werden sie noch ein ganzes Nest Kinder zeugen...

Louis und Eleanor- mit ihnen ist es irgendwie immer noch schwierig. Louis hat sich nach dem Unfall verändert. Er ist ruhiger geworden, aber auch rastloser. Ein seltsames Zusammenspiel, das ihn oft aus der Stadt treibt. Er reist viel und lebt zur Zeit in einer kleinen Stadt in Frankreich, auf der er sich ein winziges Hausboot gemietet hat. Harry ist er trotzdem nicht böse- bis heute nicht. Die Freundschaft der beiden ist über die Jahre hinweg wieder enger geworden.
Enger noch, als vor dem Unfall vielleicht.

Liam hingegen ist ebenfalls Familienvater und arbeitet gerade an einem Projekt mit jungen, talentierten Künstlern. Er hat es am wenigsten verkraften können, dass die Jungs nun nicht mehr gemeinsam um die Welt touren, auch wenn er seine Familie liebt. Ihm fehlt das Singen, das Auftreten, das Texte schreiben...

Was Niall und mich angeht: Wir leben immer noch in London, obwohl ich nach wie vor nicht sagen kann, was ich von dieser tristen, bewölkten Stadt halten soll, die so selten ihr Antlitz zur Sonne hinstreckt. Ich habe das Gefühl, als wäre sie ständig traurig.
Und dennoch: Ich vermisse LA nicht.
Niall ist mein Zuhause.
Daran hat sich nichts geändert.

Er sagt mir immer noch jeden Morgen, wie schön ich bin, obwohl sich bereits einzelne, graue Strähnen durch mein blondes Haar ziehen.
Aber es stört mich nicht. Durch Niall fühle ich mich schön.
Ich glaube ihm, was er sagt, weil ich weiss, dass er es ernst mit mir meint.

Ich liebe ihn. Ich liebe ihn so sehr.

Er gibt dieser grossen, chaotischen Familie immer noch etwas ruhiges, ausgeglichenes. Ich fühle mich geborgen in seiner Nähe.
Und wenn ich mich doch, in einigen unbeobachteten Momenten noch einsam und verloren fühle- durch ihn finde ich immer wieder zurück zu mir selbst.

Teasing is a Sign of LoveGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt