Harry:
“Everybody wanna steal my girl
Everybody wanna take her heart away
Couple billion in the whole wide world
Find another one 'cause she belongs to me” (One Direction- Steal my girl)
Ich flüchte aus dem Wohnzimmer, wie ein ein Räuber vor der Polizei- wie ein Angeklagter vor dem Strang. Ich laufe so schnell, als würde mein Leben davon abhängen.
Keine Sekunde.
Keine Sekunde länger halte ich es in diesem Irrenhaus aus!
Hektisch reisse ich meinen Parka von der Garderobe und schlüpfe eilig in meine Chelsea- boots. Als ich entschlossen die Haustür hinter mir zuziehe und mir die eisige Kälte entgegenschlägt, die mir beinahe den Atem raubt, ziehe ich mir mein Beanie tiefer ins Gesicht und schlage fröstelnd den Kragen meiner Jacke nach oben.
Ich habe mir immer Kinder gewünscht, seit ich denken kann und als ich Abby vor beinahe drei Jahren kennenlernte, war ich mir sicher, der Mutter dieser Kinder begegnet zu sein. Unserer Kinder.
Und jetzt ist sie schwanger. Von einem anderen Mann. Einem Mann, den ich mal meinen besten Freund nannte.
Ich habe ihm vertraut. Ich habe Louis mein Leben anvertraut. Ich bin davon ausgegangen, dass er in der Lage sein würde, auf sie aufzupassen. Ich war mir sicher, dass er auf sie achtgeben würde, wenn ich es nicht könnte.
Aber wie es aussieht, habe ich mein Vertrauen in den falschen Menschen gesteckt.
Immer wieder sehe ich Abby vor mir, wie sie sich voller Glückseligkeit über den Bauch streicht. Ich sehe das Flackern in ihren blauen Augen. Das stille Mutterglück darin. Sie ist so viel weicher geworden in den letzten Wochen. Zarter.
Wie konnte ich nur so blind sein und es nicht bemerken?
Und Gott, wie ich mir wünsche, dass es mein Kind wäre, das sie da unter dem Herzen trägt.
Mein Kind, das sie in ihrem Leib trägt und für das sie all diese zärtlichen Gefühle entwickelt. Ich wünschte, ich könnte die Hand auf ihren Bauch legen und dieses kleine Wunder spüren. Das Wunder, das wir geschaffen haben...
Aber ich weiss auch, dass es nicht meine Aufgabe ist.
Irgendwie habe ich es schon geahnt. Ich habe geahnt, dass das passieren würde. Es war eine böse Vorahnung, ein Gefühl des Verlierens. Aber ich habe es gewusst. Ich habe gemerkt, wie sie mir langsam entgleitet.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich den Schmerz aushalten kann. Weil ich es wusste...
Natürlich- damals, als ich die beiden im Bett überrascht habe, bin ich erst darauf gekommen, dass da etwas gewesen sein könnte. Aber da waren noch so viele andere Zeichen, die darauf hingedeutet haben. Und ich war zu dumm, es zu merken. Ich habe einfach die Augen davor verschlossen. Mich blind gestellt. Ich wollte nicht sehen, was längst offensichtlich war. Was bereits dabei war, zu passieren.
...Allein die Art, wie sie sanft sein Gesicht in den Händen hielt, nach dem ich ihn geschlagen habe. Die Ohnmacht, ihr Schok- der stumme Schrei, der auf ihren Lippen lag und ihr ganzes Entsetzen ausdrückte. Das alles waren versteckte Zeichen.
Eigentlich hätte es mir schon klar sein müssen, als ich mit Liam nach LA flog und Lou bat, ein Auge auf meine Freundin zu haben. „Ich vertraue dir, Mann.“, habe ich damals gesagt und er hat gezögert... Und ich hätte es wissen müssen.
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Teasing is a Sign of Love
FanfictionSequel von "Teasing is a sign of affection" "Gott, ich habe dich so gehasst damals.", platzt es auf einmal aus ihr heraus. Grinsend und in einem gespielten Ausdruck der Überraschung ziehe ich die Augenbrauen nach oben: „Was, und heute nicht mehr?" ...
