goodbye

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Harry:

"Goodbyes are not forever.

Goodbyes are not the end.

They simply mean I'll miss you, untill we meet again..."

Das aufgeregte Klingeln des Weckers reisst mich jäh aus meinen Träumen. Verschlafen öffne ich ein Auge und blinzele orientierungslos in das halbdunkle unseres Schlafzimmers hinein. Abbys linker Arm liegt träge über meiner nackten Brust, ihr Kopf ruht nahe meinem Hals auf dem riesigen Kissen.

Sie runzelt im Schlaf leicht die Stirn und murmelt unruhig vor sich hin.

Eilig strecke ich die Hand aus und taste nach meinem Handy auf dem Nachttisch, um den kontinuierlichen, hohen Piepton abzustellen, der mein Trommelfell strapaziert. Ich muss dringend mal meinen Alarmton ändern, bevor wir alle noch Tintus bekommen...

Als endlich wieder die friedliche Stille des Morgens im Zimmer herrscht, lasse ich mich zufrieden zurück in die Kissen fallen.

Ich will schon die Arme um meine Freundin schlingen, mich an ihren Rücken kuscheln und weiterschlafen, als mir wie aus heiterem Himmel einfällt, was für ein Tag heute ist. Heute werde ich mit Liam nach LA fliegen...

Normalerweise hätte mich diese Tatsache wahrscheinlich gefreut, denn mein Herz hängt wirklich sehr an Los Angeles, aber... Noch mehr hängt es an dem Mädchen, das in meinem Bett liegt und sich mit einem leisen Maunzen enger an mich kuschelt. Ich halte den Atem an, als ihr weiches Haar meine Wange streift. Sie macht es mir wirklich nicht leicht, weg zu gehen.

Früher war es kein grosses Problem für mich. Natürlich hatte ich öfter mit Heimweh zu kämpfen, aber das hatten wir irgendwie alle. Es war okay, weil wir einander hochgezogen haben. Ausserdem wurde es mit der Zeit leichter, sich von seinen Familien zu trennen. Ich schätze, es lag daran, dass wir erwachsen wurden.

Aber jetzt- Jetzt empfinde ich eine ganz neue Art der Sehnsucht. Dieses Mädchen... sie ist mein Zuhause, meine Zuflucht, mein sicherer Hafen. Sie ist der Grund, warum ich nicht durchdrehe. Ich weiss, dass sie auf mich wartet, wenn ich Nachhause komme. Und mit diesem Gedanken schaffe ich es, selbst den anstrengendsten, härtesten Arbeitstag hinter mich zu bringen. Ich schaffe es, zu Lächeln, auch wenn mir nicht danach ist- weil ich weiss, dass ich mich nicht verstellen muss oder versuchen muss, es allen recht zu machen, wenn ich Nachhause komme...

Eingehend mustere ich Abigail, die friedlich vor sich hinschlummert, nichts ahnend von meinen düsteren Gedanken. Ich lasse den Blick über ihre vertrauten Züge gleiten, versuche jede Kleinigkeit an ihr aufzunehmen und in mein Gehirn einzubrennen.

Das rundliche Gesicht mit der hohen Stirn, die kleine Stupsnase mit den vereinzelten Sommersprossen, die vollen Lippen, die etwas buschigen Augenbrauen, ihr feines, dunkelbraunes Haar, das wie ein Vorhang ihr Gesicht umfängt- das alles kenne ich In-und Auswendig. Konzentriert sucht mein Blick nach etwas anderem. Die feinen Härrchen auf ihrer Wange, das Muttermal neben ihrem Ohr, ihre langen Wimpern, die Konturen ihres Halses, die Form ihres Kinns... Fasziniert bemerke ich, wie viel ich immer noch an ihr entdecke. Vorsichtig, beinahe bedächtig strecke ich den Zeigefinger aus und streiche zärtlich über ihren Kiefer, an ihrer Schläfe entlang nach oben bis zu ihrem Haaransatz.

Und auf einmal überkommt mich eine seltsame Sehnsucht nach ihr, obwohl sie doch direkt neben mir liegt.

Sie ist mir so nah und doch... ich habe das Gefühl, dass sie mir entschwindet.

Und mit diesem Gedanken breitet sich mit einem Mal eine seltsame Angst in mir aus. Beinahe panisch strecke ich auch die andere Hand nach ihr aus und vergrabe sie in ihrem weichen Haar. Dann rutsche ich vorsichtig näher an sie heran und vergrabe den Kopf an ihrem Hals. Tief atme ich ihren Geruch ein und schliesse verzweifelt die Augen. Es ist seltsam wie viel verletzlicher ein Mensch werden kann, wenn er liebt. Und obwohl er weiss, dass der geliebte Mensch seine Gefühle erwiedert, ist man nie zu hundert Prozent sicher. Gefühle sind flüchtig, vergänglich wie alles im Leben. Was lässt mich sicher sein, dass sie morgen noch genauso fühlt? Lieben heisst Leiden, nichts anderes...

Teasing is a Sign of LoveGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt