Everything's falling apart

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Abby:

"When you're at the end of the road

And you lost all sense of control

And your thoughts have taken their toll

When your mind breaks the spirit of your soul

Your faith walks on broken glass and the

hangover doesn't pass

Nothing's ever built to last, you're in ruins" (Green Day- 21 Guns)

Ohnmacht.

Ein seltsames Gefühl.

Es ist beängstigend, wenn man plötzlich merkt, dass man langsam die Kontrolle über den eigenen Körper verliert und rein gar nichts dagegen tun kann. So, als würde die Welt plötzlich aus den Fugen kippen.

Das Ganze beginnt mit einem erschreckenden Gefühl der Übelkeit. Und dann...

Schwarze Punkte tanzen einem vor den Augen und nehmen einem Stück für Stück das Sehfeld. Das Rauschen in den Ohren erinnert dabei vage an das Rauschen des Meeres, vermischt mit seltsamen Stimmen, die einen beim Namen rufen.

Nein, es ist nicht wie eine Nahtoderfahrung, dazu ist es noch viel zu Nahe an der Realität. Und trotzdem ist alles seltsam weit weg. So, als würde man aus dem eigenen Körper geholt. Irgendwo zwischen Wachen und Schlafen und kurz bekommt man alles mit. Wie ein scharfes Bild, dessen Ränder langsam verschwimmen und dann ist auf einmal alles schwarz.

Es ist stechend. Kreischend. Ein Moment kreischender Realität gepaart mit absolutem Kontrollverlust. Besser könnte ich es nicht beschreiben.

Und dann noch diese Stimmen.

Sie sind panisch, aber man selbst ist ganz ruhig. Irgendwie.

Ich war zumindest ruhig, bevor die Ohnmacht mich aus der Realität errettete. Ja, sie errettete mich, weil das, was gerade in der Realität geschehen war, einfach schrecklich war. Es war kaum auszuhalten. Man konnte kaum hinsehen.

Menschen, die ich liebte... Nein, der Mensch, den ich mit Abstand am meisten liebe, hat den Menschen geschlagen, der für mich da war, als es sonst keiner war. Wochenlang war er an meiner Seite, egal wann und hat meine Hand gehalten, als es mir am schlechtesten ging. Louis, Harrys bester Freund, der auch mein bester Freund geworden ist...

Ich schliesse erschöpft die Augen und lehne den Kopf an die kühle Fensterscheibe, aber immer wieder blitzen Bilder von heute Morgen vor meinem geistigen Auge auf. Ich sollte schlafen. Ich wünsche mir, zu schlafen. Aber ich kann nicht und genau deswegen war die Ohnmacht angenehm. Weil ich in diesem Moment keine Wahl hatte, zu entscheiden. Mein Körper hat einfach für mich entschieden. Und ich wünschte, es gebe jemanden, der auch jetzt für mich entscheiden kann. Der mir sagt, was ich tun soll. Was ich sagen soll, wenn wir Zuhause sind. Auf wessen Seite ich stehen soll. Wen verteidigen, wenn doch jeder gegen jeden ist?

Die Bilder von heute Morgen hören nicht auf, sich wie ein Film abzuspulen, egal, wie fest ich die Augen zusammenkneife und mir wünsche, erneut vor der Wirklichkeit fliehen zu können...

Harry, der zu meinen Füssen auf dem Hotelboden liegt und in einer Mischung aus Unglauben und blankem Entsetzen zu Louis und mir hinaufblinzelt. Seine Wut. Meine Hilflosigkeit. Louis gescheiterte Versuche, die Situation zu erklären. Das Blut, das aus seiner Nase spritzt und den dunklen Fussboden beschmutzt.

Der Schwindel, der mich so plötzlich überfiel...

Ihre Stimmen an meinem Ohr, Harrys Hände auf meinen Schultern, als ich wieder zu mir kam. Das Grün seiner Augen, das besorgt, beinahe ängstlich über mein Gesicht streichelte.

Teasing is a Sign of LoveGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt