Harry:
"This is a man's world, this is a man's world
But it wouldn't be nothing, nothing without a woman or a girl"
(James Brown- This is a Man's world)
Beinahe schüchtern scheint Londons Morgensonne durch die staubigen Scheiben des kleinen Cafes, auf das wir vor beinahe einem Monat in der Innenstadt gestossen sind und das seitdem zu unserem Stammcafe geworden ist. Immer noch bietet es uns Schutz und einen zuversichtlichen Platz, um in Ruhe miteinander Frühstücken zu können.
Ich frage mich, wie lange es wohl dauern wird, bis sie uns hier finden.
Ich habe angefangen, diesen Platz wirklich zu mögen...
Es ist ein stiller Morgen. Ein Morgen, den wir Jungs seit Ewigkeiten alleine miteinander verbringen. Nur wir. Ohne irgendjemanden. Ohne Interviewer, Stylisten, Berater oder Leute vom Management. Einfach nur fünf normale Jungs an einem normalen Morgen.
„Jungs, wie lange ist das her, das wir einen so ruhigen Morgen miteinander verbracht haben?“, fast Liam meine Gedanken in Worte und lenkt damit meine Aufmerksamkeit wieder auf den Holztisch vor mir. „Du wirst doch nicht etwa sentimental, oder Payno?“, fragt Zayn daraufhin frech, wird aber von Louis unterbrochen, der sich mit funkelnden Augen über den Tisch beugt: „Darauf sollten wir anstossen!“
Genervt verdrehe ich die Augen: „Lou, es ist elf Uhr. Wie kommst du darauf, um diese Uhrzeit etwas zu trinken, Mann?!“ Abby und Evy werden uns umbringen, wenn wir nach unserem Frühstück betrunken Nachhause kommen. Vor allem Abby. Sie wird mir die Hölle heiss machen...
„Alter, mach dich mal locker. Seit wann bist du so spiessig?“ Ich höre deutlich den Trotz aus Louis Stimme und ich weiss, dass er es sich in den Kopf gesetzt hat, jetzt erst recht etwas zu trinken. Hilfesuchend suche ich Nialls Blick.
Aber Niall ist in letzter Zeit immer wahnsinnig miesgelaunt. Und so auch heute morgen. Abwesend zuckt er die Schultern: „Mir doch egal.“ Liam sieht den kleinen, blonden Iren besorgt von der Seite an: „Alles in Ordnung mit dir, Nialler?“, fragt er behutsam. Niall weicht seinem Blick aus und greift zerstreut nach seinem Kaffeebecher. „Klar.“, brummt er, aber es klingt nicht wirklich überzeugend. „Ach das glaubst du doch selber nicht, Horan.“, antworte ich verächtlich, Liams warnenden Gesichtsausdruck ignorierend. Liam kann nicht immer allen Konflikten dieser Welt aus dem Weg gehen. Vielleicht braucht Niall eben einen Anstoss, um mit uns zu reden...
Aber leider geschieht genau das Gegenteil, denn Niall sitzt mit verschränkten Armen da und hat entschlossen die Lippen auf einander gepresst. „Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würd ich glatt denken, dass unser Nialler Liebeskummer hat.“, sagt Zayn belustigt und unterbricht damit die Stille, die sich abermals über den Frühstückstisch gelegt hat. Und mit einem Mal ertarrt Niall und seine Augen werden ein winziges bisschen grösser. Es ist eine kaum wahrzunehmende Bewegung, aber sie entgeht uns nicht. Wir kennen uns lange genug- wir sind wie Brüder geworden, haben Freud und Leid mitzeinander geteilt. Wir haben so viel zusammen durchgemacht, dass diese Reaktion nur eine Bestätigung auf Zayns nicht ganz ernstgemeinte Aussage zu sein scheint.
„Niall... Wirklich?“, platzt Lou schliesslich heraus. „Wer ist es?“, frage ich gespannt, während wir uns alle ein wenig über den Tisch beugen, gierig auf Nialls Aussage wartend. „Ist sie heiss?“, fragt Zayn aufgeregt. „Kennen wir sie? Wer ist sie, Mann, jetzt sag schon!“ Aber Niall sagt nichts. Stattdessen verbirgt er nur stöhnend den Kopf in den Händen. „Nialler?“ Wir werfen uns fragende Blicke zu, vollkommen überfordert von Nialls Reaktion.
„Ich... ich kanns euch nicht sagen.“, nuschelt er durch seine Finger hervor. „Mann, du kannst uns alles sagen.“, Liam legt ihm freundschaftlich die Hand auf die Schulter. „Das kann ich euch aber nicht sagen.“ Niall holt tief Luft und schüttelt verhalten den Kopf. „Was ist denn so schlimm daran, dass du verknallt bist?“, fragt Louis fassungslos und wirft mir einen verwirrten Blick zu, woraufhin ich nur ebendso verwirrt die Schultern zucke. Keine Ahnung, was mit ihm los ist...
DU LIEST GERADE
Teasing is a Sign of Love
FanfictionSequel von "Teasing is a sign of affection" "Gott, ich habe dich so gehasst damals.", platzt es auf einmal aus ihr heraus. Grinsend und in einem gespielten Ausdruck der Überraschung ziehe ich die Augenbrauen nach oben: „Was, und heute nicht mehr?" ...
