Suit& Tie

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Harry:

"And as long as I got my suit and tie

I'ma leave it all on the floor tonight

And you got fixed up to the nines

Let me show you a few things

Love is swinging in the air tonight

Let me show you a few things

Let me show you a few things

Show you a few things about love love love" (Suit and Tie- Justin Timberlake)

Der Bass klingelt in meinen Ohren und mein Pappbecher scheint sich niemals zu leeren. So langsam fängt die Welt an, in einem seltsamen Strudel aus Farben und Formen unterzugehen und ich weiss nicht, ob ich diese Tatsache komisch, beängstigend oder einfach nur verrückt finden soll. Unsere „kleine“ Willkommensparty ist wirklich vollkommen ausgeartet...

Leicht wankend wende ich mich an Niall, der kichernd neben mir steht: „Jo, Nialler, weißt du, was ich mich grad' frage?“ Niall sieht mich mit verschleiertem Blick an und lallt zurück: „Denks su, dass ich neurdingss Gedanken lesen kann, Alter?! Ssag schon, wass denks du jez?“ Oh je, da is aber jemand voll, denke ich belustigt. „Nialler.“, brülle ich ihm ins Ohr, um die Musik zu übertönen und beuge mich näher zu ihm herüber.

Bäh! Niall hat eine ganz schöne Fahne. „Hätten wir nicht vielleicht den Nachbarn was sagen sollen?“, frage ich, mit dem Ergebnis, dass Niall mich zuerst etwas perplex ansieht, so als würde er einen Moment ernsthaft nachdenken. Doch dann prustet er los, hebt den Becher und prostet mir mit einem solchen Enthusiasmus zu, dass er die Hälfte seines Getränks auf dem Boden verschüttet. „Schscheeeeiiss drauf, Alter! Prooost!“, grölt er und ich bin zwar noch nicht so betrunken, dass ich in sein Grölen mit einstimme und ebenfalls meinen Pappbecher exe, aber betrunken genug, um daneben zu stehen und ihm lachend dabei zuzusehen, anstatt ihm den Becher aus der Hand zu reissen. Kopfschüttelnd klopfe ich ihm auf die Schulter und wende mich an Zayn, der ein paar Schritte neben uns steht und Perrie im Arm hält.

„Zaynie?“, frage ich und tippe ihm auf die Schulter, die Tatsache ignorierend, dass die Beiden gerade knutschen. Anfangs scheint Zayn mich ebenfalls zu ignorieren, aber irgendwann gehe ich ihm so auf die Nerven, dass er sich seufzend von Perrie löst und mich wütend anfunkelt: „Was ist los, Harry?“ Ich grinse die Beiden an: „Wisst ihr, wo meine wunderschöne Freundin ist?“, frage ich und Zayn funkelt mich daraufhin wütend an. Schulterzuckend wendet er sich wieder an Perrie, bevor ich ihn abermals unterbreche. „Ich will auch knutschen, Mann.“, nörgele ich.

Perrie wirft Zayn daraufhin einen irritierten Blick zu: „Als ich sie das letzte Mal gesehen habe, stand sie in der Küche und hat aus einer Sektflasche getrunken.“, sagt sie dann schulterzuckend. „Supi. Danke, Liebes.“, antworte ich und drücke der verdutzten Perrie einen Kuss auf die Wange. „Guck nicht so.“, sage ich dann an Zayn gewandt, bevor ich die Beiden wieder auf einander zuschiebe: „Weitermachen.“, sage ich knapp, bevor ich mich Richtung Küche wende und mich entschlossen zwischen tanzenden Pärchen und betrunkenen Typen hindurchschiebe.

Vorsichtig öffne ich die Küchentür, hinter der ich leisen, aber dafür sehr schrägen Gesang vernehme. Abby steht mit dem Rücken zu mir an den Küchentresen gelehnt. In der einen Hand hält sie eine halbvolle Champagnerflasche und in der anderen ihr Handy, mit dem sie gerade ein Selfie von sich macht. „Evy, da bist du ja wieder, mein Schatz!“, kreischt sie aufgedreht, immer noch, ohne sich umzudrehen. Sie hatte also auch ein bisschen zuviel, stelle ich grinsend fest, als ich meinen Becher achtlos auf die Kücheninsel stelle und leise auf sie zuschleiche. Ich stelle mich ganz dicht hinter sie, bevor ich sanft über ihre Arme streichele. Ihr Atem stockt, als sie merkt, dass nicht Evy hinter ihr steht.

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