Teil 10

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Amelia
,,Hi Papa.'' begrüßte ich meinen Vater,als ich ins Auto einstieg. ,,Hallo André.'' begrüßte meine Mutter ihn,als sie sich auf den Beifahrersitz setzte. ,,Hey Mädels. Wie gehts euch?''fragte mein Vater,als wir uns anschnallten. ,,Gut und dir?'' fragte Mama. ,,Sehr gut, die Firma stresst wie immer,aber das wisst ihr ja.'' Lächelte mein Vater und fuhr los. Die Firma,deswegen sehen wir uns auch so selten. Dazu kommt noch das er in Köln wohnt,wo seine Firma platziert ist. Die ganze Fahrt über unterhielten wir uns über alltägliche Sachen. Als wir beim Restaurant ankamen,stiegen wir aus und gingen ins Restaurant rein. ,,Ponte,bitte.'' sprach mein Vater an der Rezeption,um unseren Tisch zu bekommen. Der Kellner brachte uns an den Tisch,wo wir uns es gemütlich gemacht hatten. ,,Und Via,bist du noch mit deinem Freund zusammen?'' Mein Vater verzog sein Gesicht,was mich zum Lachen brachte. Papá mochte Steven überhaupt nicht. ,,Nein.'' antwortete ich ganz simpel. ,,Gott sei Dank.'' sprach er erleichtert. ,,Wir mochten ihn sowieso nicht.'' teilte Mama ihre Meinung auch zu unserem Gespräch mit. ,,Er mochte uns glaub ich auch nicht.'' Ich zuckte mit meinen Schultern. ,,Wieso habt ihr euch den getrennt?'' fragte mein Vater neugierig. Plötzlich wurde mir ganz warm. ,,Es hat einfach nicht gepasst.'' Werde ich jetzt rot? Naja, gelogen ist es nicht aber es ist nicht die ganze Wahrheit. Meine Mutter machte keine Zeichen dazu,also bin ich nicht rot geworden. Vielleicht hat mein Vater auch vergessen,dass ich rot werde. Nach paar Minuten kam der Kellner zurück,um unsere Bestellungen aufzunehmen. Kurze Zeit später,bekamen wir auch schon unser Essen.

,,Und Via,wie läuft es in der Schule? Morgen fängt die Schule doch wieder an,oder?'' fing mein Vater das Gespräch an. Schule. Die Schule ist meinen Eltern sehr wichtig. Sie wollen auf jeden Fall,dass ich das Abitur beende,was ich auch vorhabe. Was ich danach tuen werde steht noch offen,vielleicht übernehme ich die Firma meines Vaters,wenn er möchte. ,,Ja soweit alles gut. Morgen fängt die Schule wieder an.'' bejahte ich seine Frage. ,,Sind die Klausuren sehr schwer?'' fragte er und trank aus seinem Glas. ,,Nein,ich bin auch noch in der EF,da sind die Klausuren noch nicht so schwer. Das fängt erst in der 12 an.'' Er nickte. ,,Camila,wie ist es bei der Arbeit?'' ,,Sehr schön. Ich liebe es die Welt zu erkunden.'' Ich finde es schön,dass meine Eltern nicht nur wegen mir nett zueinander sind,sondern sich auch nach ihrer Trennung gut verstehen. ,,Wie geht es Abuelita?'' fragte mein Vater. Er mag meine Oma sehr,was vielleicht daran liegt,dass er keine Eltern mehr hat. Bei diesem Thema fällt mir auf das ich lange nicht mehr mit ihr telefoniert habe. ,,Mamá wir müssen wieder nach Venezuela.'' schwärmte ich. ,,Vielleicht im Sommer,ich muss schauen wann ich frei habe.''  Ich möchte unbedingt wieder nach Venezuela. Das Gefühl dort ist anderes und auch wenn meine Cousinen,die ich nicht mag, dort sind macht es jedes Mal Spaß mit ihnen.

...

Etwas gequält stand ich morgens auf. Mein Schlafrhythmus ist komplett im Eimer. Wenigstens habe ich keine Augenringe bekommen. Schnell warf ich einen Blick auf mein Handy. Keine Nachricht von Jude. Wieso schreibt er den nicht? Hat er das Interesse verloren? Diese Gedanken prägen mich schon seit Tagen,beziehungsweise seitdem ich seine Nummer habe. Diese Gedanken versuchte ich aus meinem Kopf zu kriegen,indem ich mein Gesicht wusch und meine Zähne putzte. Dabei musste ich auf meine geglätteten Haare aufpassen. Meine Skincare machte ich auch noch schnell und beendete es dies mit meiner Lippenpflege. In der Küche schmierte ich mir noch ein Toast und trank meinen Kaffee. Heute hole ich Asya ab,weshalb ich mich auch ein bisschen beeilte. Schnell zog ich mir meine Lederjacke an. Zu meiner schwarzen Hose und meinem blauen engen Oberteil passte das. Meinen Rucksack packte ich noch auf meinen Rücken. Leise spazierte ich in das Zimmer meiner Mutter herein. Ich küsste ihre Stirn und beobachtete sie kurz. Sie sieht so friedlich aus. Ich sehe sie heute nicht mehr,weshalb ich sie beobachtete. Sie hat so einen tiefen Schlaf,dass sie gar nicht aufsteht. Leise ging ich wieder raus aus ihrem Zimmer und schnappte mir den Autoschlüssel.

second chance  | JUDE BELLINGHAM Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt