Amelia
Ich sitze auf dem Boden. Auf dem Boden meines Zimmers. Ich sitze neben meinem Bett. Meinen Kopf lege ich auf meine Knien. Ich überlege, ob es die richtige Entscheidung war, eine Pause einzulegen. Vor allem, weil ich meinen Freund nicht mehr sehen kann. Als ich zuhause war, hat er mir sofort geschrieben und hat nicht mal eine Sekunde gewartet ohne mir zu schreiben. Ich überlege, ob es das wert war, Jude zu verletzten. Ich bin ohne Vorwarnung aufgetaucht und habe ihn damit das Herz gebrochen. Aber nicht nur ihm, sondern auch mir selbst.
Ich ziehe die Kiste unter meinem Bett hervor, die versteckt war. Ich hatte niemanden diese Kiste gezeigt, weil in dieser Kiste etwas ganze besonders für mich ist. Ich öffne die Kiste und meine Lieblings Düfte kommen hervor. Jude's Duft und der Duft von Blumen.
Ich habe alle Blumensträuße von Jude aufbewahrt und in diese Kiste getan. Die Blumen sollten austrocknen. Ich musste sogar die Kiste drei mal auswechseln, weil er mir so viele Blumen geschenkt hatte. Bei diesen Gedanken kicherte ich auf. Mit meiner Hand gehe ich durch die Blumen. Ich frage mich, wie dieser Duft von ihm, nicht aus meinem Kopf gehen kann.
Plötzlich platzte meine Mutter in mein Zimmer rein ohne anzuklopfen. ,,Viana, ich wusste das du das machst.'' meckerte sie mich an. Gestern hatte sie mich auch erwischt. ,,Mamá!'' ,,Komm jetzt, wir gehen zu deinem Termin.'' hetzte sie mich und klatsche los. Sie verließ mein Zimmer. Ich schloss die Box wieder und verstaute sie unter meinem Bett. Seufzend stand ich auf. Ich hatte immer noch die selben Sachen von gestern an. Da sie nicht dreckig geworden sind oder sonstiges, ließ ich sie an und zog mir direkt meine Schuhe an. Meine Mutter stand schon im Flur und tippte irgendwas auf ihrem Handy herum. Ich schloss die Tür hinter mir und folgte ihr die Treppen runter, um ins Auto zu gelangen.
Im Auto herrschte keine Stille, meine Mutter unterbrach sie direkt, als sie den Motor startete und losfuhr. ,,Denise hat mir geschrieben.'' sprach sie, was mich sofort aufmerksam machte. ,,Was hat sie gesagt?'' Die Neugier meiner Mutter kam aus mir heraus. ,,Sie hat gesagt, dass sie dir Kraft wünscht, damit es dir bald besser geht und sie bald ihrer Schwiegertochter sehen kann.'' meinte sie leicht lachend. Ich musste lächeln. ,,Das ist wirklich süß von ihr.'' kommentierte ich nickend. ,,Hast du mit Asya geschrieben?'' wechselte sie das Thema. ,,Wir haben telefoniert. Sie wollte die Tage vorbei kommen.'' teilte ich ihr mit. ,,Oh, das ist schön.'' meinte sie. Ich nickte bloß.
Bei der Praxis angekommen, parkte meine Mutter auf dem Parkplatz und wir liefen gemeinsam zum Eingang, an dem wir klingeln mussten. Die Tür wurde uns aufgemacht von einer nett aussehenden Dame. ,,Guten Tag, wir haben ein Termin für Amelia Ponte.'' sprach meine Mutter freundlich. ,,Genau! Amelia.'' meinte sie fröhlich. Zu fröhlich für meine Stimmung. ,,Kommt doch herein.'' Sie ging aus dem Weg und machte uns Platz zum rein gehen. ,,Soll ich mit reinkommen?'' fragte meine Mutter mich. ,,Nein, alles gut.'' verneine ich ihr Frage. ,,Amelia, du kannst schonmal in den Raum gehen. Ich zeige deiner Mutter noch schnell den Warteraum.'' Nickend lief ich in den Raum, auf den sie zeigte.
Es ist schlicht gehalten. Eine Couch in der Mitte des Raumes, auf der ich mich wahrscheinlich hinsetzten soll, was ich auch tue. Vor der Couch steht ein graue Sessel. Es liegen auch schon Stift und Papier auf den Tisch, der zwischen der Couch und dem Sessel stand. Auf dem Couchtisch war eine Schüssel mit Süßigkeiten und auch Wasser. Überall hingen Bilder herum von Sprüchen, die einen motivieren sollten.
Die Tür schloss sich, was mich aufschrecken ließ. Es war aber nur die Therapeutin. ,,Kein Grund zum erschrecken, Amelia.'' lachte sie und setzte sich auf ihren grauen Sessel. ,,Ich bin Dr. Seyn, aber du kannst mich auch Caro nennen.'' stellte sie sich vor und reichte mir ihre Hand, die ich schüttelte. ,,Via.'' stellte ich mich auch vor. ,,Woher kommt der Spitzname?'' fragte sie, als sie sich auf ihren Sessel setzte. ,,Meine Uroma hieß Viana. Alle sagen ich sehe aus wie sie.'' erklärte ich ihr den Grund. ,,Ach, wie schön!'' kommentierte sie.
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second chance | JUDE BELLINGHAM
Romance''𝐁𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬 𝐚𝐫𝐞 𝐣𝐮𝐬𝐭 𝐛𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬, 𝐮𝐧𝐭𝐢𝐥 𝐲𝐨𝐮 𝐟𝐚𝐥𝐥 𝐢𝐧 𝐥𝐨𝐯𝐞 𝐰𝐢𝐭𝐡 𝐬𝐨𝐦𝐞𝐛𝐨𝐝𝐲 𝐰𝐢𝐭𝐡 𝐛𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬" Die frisch achtzehnjährige Amelia geht mit ihrer besten Freundin in den Club. Das Einzige was...
