Teil 28

1.5K 25 19
                                        

Amelia
Nachts waren die Lichter im Haus schon am brennen. Heute geht es nach Venezuela. Ein 14 Stunden Flug wartet auf uns, weshalb wir auch schon um ein Uhr Nachts dahin fliegen. Ich freue mich endlich meine Familie dort wieder zu sehen und den anderen Teil Jude's Familie vorzustellen. Müde setzte ich mich auf unser Bett, als ich meinen Koffer schon zu Ende gepackt hatte und Juju dabei beobachtet,wie er seinen Koffer schloss. ,,Ist da jemand müde?'' sprach er mit seiner rauen Morgen Stimme und lächelte mich an, als er seinen Koffer schloss. Ich finde, dass Jude momentan gut auf anderen Gedanken ist. Er hatte die letzten Tage zwar Schwierigkeiten und konnte nicht schlafen, aber seit gestern ist er sehr gut drauf. Vielleicht liegt es daran, dass er heute meine Familie in Venezuela kennenlernt. Wenn wir in Venezuela ankommen, ist es hier in London 17 Uhr, aber in Venezuela 11 Uhr. ,,Ja ich bin müde.'' antwortete ich ihm und musste gähnen. ,,Im Flugzeug kannst du doch schlafen.'' ,,Ich finde es immer noch nicht nötig mit einem privaten Flugzeug zu fliegen.'' ,,Sag das meiner Mutter mal.'' Seine Augenbrauen gingen in die Luft und er setzte sich neben mich. Müde legte ich meinem Kopf auf seine Schultern und schloss meine Augen automatisch. ,,Nicht schlafen love.'' Er strich mir sanft über die Wange und drückte mir einen kleinen sanften Kuss auf den Mund. ,,Ach so, hab vergessen dir was zu sagen.'' erinnerte ich mich an diese eine Sache. ,,Was denn?'' fragte er neugierig. ,,Abu  findet es unangebracht, wenn sich jemand vor Familie Angehörigen küsst oder, wenn man sich näher kommt.'' teilte ich ihm mit und presste meine Lippen aufeinander. Seine Zunge wanderte in die Innenseite seines Mund und ich sah wie seine Wange eine kleine Wölbung bekam. ,,Nicht küssen? '' fragte er nochmal. ,,Umarmungen gehen noch.'' Ich lächelte leicht schief. ,,Ich versuch's.'' Er grinste. ,,Als ob du mir nicht widerstehen kannst, wenn wir vor meiner Oma sind.'' ,,Du bist unwiderstehlich.'' raunte er in mein Ohr und ließ mich auf kichern. ,,Viana, Jude! Kommt runter!'' schrie Jobe von unten und unterbrach unser Gespräch. ,,Wir sollten gehen.'' unterbrach ich unsere intensive Stille und stand auf. Er nickte nur und nahm unsere beiden Koffer. Während wir die Treppen runterliefen, klatschte er mir auf meinen Hintern. Jobe, der uns sah, musste anfangen lautstark zu lachen. ,,Ihr seid beide Idioten.'' sprach ich und schlug beide gegen den Kopf, als ich zwischen ihnen stand. Beide fingen an zu lachen. ,,Was gibt es hier zu lachen? Ich will auch lachen!'' Mark kam mit seinem Koffer. Hinter ihm waren unsere Eltern. ,,Ach nichts. Gehen wir dann?'' sprach Jude und öffnete die Haustür. Alle stimmten zu, weshalb wir auch zum Uber liefen, der unsere Koffer nahm und sie verstaute.

Mit dem Uber fuhren wir zur Privaten Landebahn, wo wir freundlich empfangen worden sind und dann auch direkt einsteigen konnten. Gemeinsam mit Denise und Mamá nahm ich mir einen Vierer Platz, wo wir uns es bequem machten. Ich kann mich an diesem Lifestyle gewöhnen! Lange dauerte es nicht, da waren wir schon in der Luft, und ich am schlafen.

...

,,Love?'' Jude. Er zog das Wort in die Länge. Direkt riss ich meine Augen auf. ,,Wir sind da.'' sagte er mir Bescheid und zog mich hoch. ,,Wir sind in Venezuela!'' lächelte ich. Aus Freude drückte ich ihm einen Kuss auf den Mund und rannte zum Ausgang des Flugzeugs. Ich zog die Luft ein und sprang wie wild herum. Ich bin in Venezuela! Schnell stiegen wir beide zu den anderen in den Uber, der uns zu dem Haus meiner Abuelita fahren wird. Die Fahrt verlief recht schnell. Wir kamen bei dem Haus meiner Abu an. Es ist ein schönes großes Haus mit genug Zimmern, in denen wir übernachten können. Nebenan wohnt direkt meine Tante mit ihren Kindern. Ich kann mich noch an meine Kindheit hier erinnern. Als wir unsere Koffer alle hatten und mein Vater für den Uber bezahlte, standen wir alle vor der Tür und ich durfte klingeln. ,, ¡Hola familia!'' rief meine Abu, als sie die Tür aufriss. Direkt fiel meine Mutter in ihre Arme und auch ich. Danach waren die anderen dran. Meine Abu sprach auch Englisch mit Jude und seiner Familie. ,,So ein hübscher für meine Tochter.'' grinste meine Abu und zog an seiner Wange. Auch meine Cousinen begrüßte ich. Meine einzige Tante und meine Cousinen widmeten mir aber keine Aufmerksamkeit, sondern nur Jude und Jobe. Mark und Papa brachten unsere Koffer hoch und wir anderen aßen das Essen, was Abu uns hingerichtet hat. Sie hat mal wieder viel zu übertrieben, aber man kennt es von ihr nur so. Abu fragte Jude nur aus, und kontrollierte, ob er der perfekte Schwiegersohn ist. Ich versuchte solange ein Gespräch mit meinen Cousinen zu führen, aber sie hörten wir gar nicht zu. Stattdessen widmeten sie ihr Aufmerksamkeit Jobe. Er genoss die Aufmerksamkeit. Er grinste mich an. Ich konnte nichts anderes, als meinen Kopf zu schütteln. So ein Idiot.

second chance  | JUDE BELLINGHAM Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt