''𝐁𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬 𝐚𝐫𝐞 𝐣𝐮𝐬𝐭 𝐛𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬, 𝐮𝐧𝐭𝐢𝐥 𝐲𝐨𝐮 𝐟𝐚𝐥𝐥 𝐢𝐧 𝐥𝐨𝐯𝐞 𝐰𝐢𝐭𝐡 𝐬𝐨𝐦𝐞𝐛𝐨𝐝𝐲 𝐰𝐢𝐭𝐡 𝐛𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬"
Die frisch achtzehnjährige Amelia geht mit ihrer besten Freundin in den Club. Das Einzige was...
Amelia Ich suche in meinem Koffer nach meiner Schatulle, in der mein Ring sich befinden sollte. Meine Augenbrauen ziehen sich zusammen, als er dort nicht drinnen war. ,,Verdammt.'' fluche ich und schlage nicht zu dolle auf meine Oberschenkel. ,,Was ist los?'' Jude betritt den Raum und macht es sich auf seinem Bett gemütlich. ,,Ich finde meinen Ring nicht!'' rief ich, als ich von den Knien aufstand und meine Hände in die Hüfte stützte.
,,Dein Verlobungsring?'' fragte er nochmal nach. ,,Welcher Ring sonst?'' gab ich bockig von mir, während ich im Klamotten Haufen nachsehe. ,,Ich wollte mit meinem tollen Ring bei meinen Cousinen prahlen!'' gebe ich von mir. Ich stehe seufzend auf, als der Ring auch nicht in einer Tasche der Hosen war. Wieder drehe ich mich um, und schaue Jude an, der mit seinen Schultern zuckt. ,,Zuck nicht so mit deinen Schulter, hilf mir lieber beim suchen!'' zwinge ich ihn fast schon, als ich an seinen Armen zog, damit er aufstand.
,,Viana, kommst du kurz?'' meine Mutter bekam das Gespräch anscheinend etwas mit und stand im Türrahmen. Etwas verwirrt lief ich hinterher, während sie in ihr Gästezimmer lief. Ich schüttelte fragend meinen Kopf, als sie die Tür schloss. ,,Abu weiß nichts von deinem Antrag.'' ließ sie die Katze direkt aus dem Sack, was mich meinen Augen weiten ließ. ,,Wie?'' frage ich verwirrt meine Mutter. ,,Keiner hat es ihr erzählt. Du weiß, dass sie etwas grimmig wird, wenn sie erfährt das du deinen Antrag schon bekommen hast.'' erzählte sie weiter.
,,Ich dachte, ihr hättet es ihr erzählt?'' Ich setze mich auf das Bett und höre ihr weiter zu. ,,Keiner hat es ihr erzählt, weil sie einen Antrag erwartet, wo sie dabei ist.'' ,,Nicht mal tia hat es ihr erzählt?'' ,,Wie oft noch, ich sage doch, dass es ihr niemand erzählt hat, Via.'' wiederholte sie sich. ,,Deswegen wirst du deinen Ring auch heute nicht anziehen, auch wenn es Weihnachten ist.'' Meine Laune ging in den Keller. ,,Ich finde ihn sowieso gerade nicht.'' kommentierte ich seufzend. ,,Darum kümmern wir uns morgen oder übermorgen. Ich muss jetzt zum Flughafen.'' Nachdem sie den Raum verlassen hatte, seufzte ich wieder. ,,Wie kann Abu es nicht mitbekommen haben?'' flüsterte ich vor mir hin.
Ich gehe wieder in Jude's Kinderzimmer und fange an mich fertig zu machen. Für heute glättete ich meine Haare und schminkte mich wie immer. Um mich des Tages heute anzupassen zog ich mir ein rotes Kleid an. Es war nicht eng, sondern locker. Und außerdem ging es bis über meine Knie. Schließlich ist es Weihnachten mit der Familie und kein Club-Abend.
Ich laufe die Treppen runter in die Küche, wo mein lieber Verlobter, der heute nicht mein Verlobter ist, steht. Ich präsentiere mich, indem ich mich im Kreis drehe und anschließend auf ihn zulaufe. ,,Wow.'' waren seine Worte, die mich zum Schmunzeln bringen. Er zieht mich zu ihm und legt seine Hände auf meinem Hintern ab. Bevor er seine Lippen auf meinen legt, ziehe ich mich zurück. ,,Mein Lippenstift.'' erinnere ich ihn dran, was ihn zum schmollen bringt. Schließlich bin ich doch die, die unseren Lippen zusammen bringt.
Auf einmal ertönen Kotz-Geräusche hinter uns, die uns sofort zum trennen brachte. ,,Hier ist ein Minderjähriger.'' Jobe zeigte auf sich und schaute angewidert. Während er uns zum Lachen brachte, schmiss er sich auf die Couch. ,,Ich hoffe, dass du bald auch eine Freundin findest, Zwerg.'' Ich setze mich neben ihn und drücke seinen Kopf zu mir. ,,Ich hab genug von eurer Beziehung, da brauche ich nicht noch eine eigene.'' Er zieht seine Augenbrauen nach oben. ,,Oso, schaust du bitte nach dem Essen.'' erinnere ich ihn daran, weshalb er nickend aufsteht.
Nachdem meine Oma, meine Tante und auch meine Cousinen endlich gekommen waren und eine Begrüßung natürlich nicht fehlen durfte, machten sie sich auch für den Abend fertig. Solange sie das erledigten, machten wir anderen den Tisch zurecht. Sobald alle am Tisch saßen, fingen wir auch schon zu essen. Langsam fing die Sonne an unterzugehen und ich wusste jetzt schon, dass es ein wunderschöner Sonnenuntergang seien wird. Während des Essens, versuchten alle herauszufinden, was sie wohl bekommen würden. Ich hab kein Einziges Mal richtig geraten.
Den Tisch ließen wir unordentlich, denn wir wollten alle unbedingt Geschenke auspacken. ,,Viana sollte zuerst das Geschenk von Jude bekommen.'' schlug Dee vor, weshalb ich erst verwirrt schaute, aber mich dann glücklich schätze, weil ich unbedingt wissen wollte, was er mir besorgt hatte. Noch verwirrter war ich, als es nach draußen ging.
Durch das Glas in der Tür erkannte ich Lichter. Ich dachte, dass es die Straßen Lichter waren, doch als Jude die Tür öffnete, lag ich gänzlich falsch. Er nahm meine kalte Hand und wärmte sie mit seiner warmen Hand auf. In meinem Kleid erfror ich, doch sein Lächeln wärmte mich auf. Vor der Haustür warteten unsere Familien und filmten diesen besonderen Moment. Besonders meine Abu war aufgeregt. Vor dem großen Buchstaben stellte er sich auf die Knien. ,,Spiel mit.'' befahl er mir, weshalb ich nickte. Er tat es für meine Abu.
Wegen diesem besonderen Moment bekam ich Tränen. Es ist zwar mein zweiter Antrag, doch dieser war viel bedeutsamer, weil unsere Familien dabei waren. ,,Amelia Camilla Lena Viana dos Sontos Ponte'' fing er an und lächelte sanft. Seine Augen strahlten. Mein Herz fing an schneller zu schlagen, auch wenn ich diesen Moment schon mal erlebte. ,,Willst du meine Frau werden?'' fragte er. ,,schon wieder'' flüsterte er. ,,Ja, ich will.'' wiederholte ich mich lachend. Lächelnd stand er auf und legte mir den Ring an meinem Ringfinger an. Unsere Familien fingen an zu klatschten. Jude wollte mich auf meinen Lippen küssten, doch ich wich schnell aus und legte meine Stirn auf seine Lippen. Ich musste schmunzeln und umarmte ihn direkt, als er selber lachen musste, weil er mich auf den Mund küssen wollte, obwohl meine Oma dabei war.
Schnell kam meine Abu auf mich gerannt, was am Ende doch kein Rennen war. ,,¡Por fin alguien se casa con mis sobrinas!'' freute meine Oma sich, dass endlich einer ihrer Nichten heiratete. ,,Durmión, te casas con mi sobrina.'' Meine Oma kniff ihn in seine Wange und er lachte einfach mit, obwohl er gar nicht verstand, was sie sagte.
Wieder drinnen öffnete ich Jobes Geschenk für mich. Sofort sprang ich auf und umarmte ihn. ,,Der ist so süß!'' rief ich und kuschelte mich an den Pyjama, den er mir geschenkt hatte. Ich setzte mich zurück auf die Stuhllehne. Jude legte seinen Arm um mich, während er auf dem Stuhl saß. ,,Den trag ich jetzt immer.'' kommentierte ich freudig und hielt ihn nochmal hoch. ,,Ich glaube, das gefällt Jude nicht.'' sprach Mark, woraufhin alle anfingen zu lachen und ich zu Jude sah, der mich nur anlächle. ,,Dann muss er halt damit leben.'' Ich zuckte mit meinen Schultern.
Plötzlich bekam Jude einen Anruf, weshalb er aufstand und den Raum kurz verließ, was mich sehr verwirrt, aber ich weiter zu sah, wie die anderen ihre Geschenke auspackten. Als er wiederkam, zog er mich kurz in die Küche. ,,Wer hat dich angerufen?'' fragte ich verwirrt, als ich mich ein Glas Wasser eingoss. ,,Mein Management.'' Verwirrt trank ich. ,,Owo'' fing er an. Ich nickte. ,,Er hat uns zu einem Interview eingeladen.'' Jude sah etwas besorgt aus. ,,Uns beide?'' fragte ich ungläubig. Er nickte. ,,Ich habe gesagt, dass ich erstmal mit dir darüber reden will, bevor ich zusage.'' teilte er mir mit. ,,Wenn du das nicht möchtest, machen wir das nicht.'' zeigte er Verständnis. ,,Nein, alles gut. Ich kann das.'' sprach ich mir selbst Mut. ,,Sicher?'' Ich nickte ihm zu.
,,Hier.'' Ich hielt Jude mein Geschenk für ihn hin. Verwirrt nahm er den Umschlag zur Hand und öffnete ihn sachte. ,,Nein.'' sagte er direkt ungläubig, als er las, was auf den zwei Karten stand. ,,Doch.'' Ich nickte lächelnd. ,,Niemals.'' glaubte er es immer noch nicht. ,,Was ist das denn?'' fragte Jobe von der Ecke. ,,Zwei Karten fürs Chris Brown Konzert in Köln.'' sprach er es aus und konnte sein Lachen nicht mehr verkneifen. ,,Danke, amore.'' bedankte er sich bei mir und umarmte mich.
Weihnachten mit der Familie, ist immer am besten.
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