Amelia
,,Steven Schatz,ich bin fertig.'' Grinsend kam ich aus dem Bad heraus und präsentierte mich ihm. Seine Miene veränderte sich sofort. ,,Willst du mich verarschen? So willst du raus gehen?'' Von einer Sekunde auf die andere könnte man denken,das ganz Leverkusen ihn hören konnte. ,,Geh dich sofort umziehen! So geh ich nicht mit dir aus dem Hotel.'' kommentierte er zu meinem Bauchfreien Oberteil. ,,Seit wann besitzt du solche Oberteile?!'' ,,Ich dachte,-'' ,,Nein du dachtest nichts! Willst du mich noch mehr provozieren? Du weißt zu was ich zustande bin!'' schrie er noch mehr. ,,Jetzt los!'' Seufzend griff ich nach meinem schwarzen Nike Pulli,und lief ins Bad. Ich betrachtete meine Arme im Spiegel. Ich versuchte nicht zu weinen. Die blauen Flecke,die er mir verpasst hat,sind lila geworden. Schnell zog ich mir den Pulli über,um die Flecken nicht mehr zu sehen. Im Bad blieb ich etwas länger und machte extra Geräusche. Als ich mich beruhigte,lief ich wieder ins Hotelzimmer hinein. ,,Geht doch.'' Er widmete wieder seinem Handy seine Aufmerksamkeit. Ich setzte mich neben ihm ins Bett. Ich griff genauso wie er, mein Handy und stöberte etwas durch die Apps. Asya,meine beste Freundin,hatte gerade eine schöne Zeit in Dortmund. Ich wünschte,ich könnte jetzt in Dortmund sein. Stattdessen muss Steven mich durch ganz Deutschland wegen seinem Lieblingsverein zwingen. Sowie heute. Heute war ich in Leverkusen statt in Dortmund. ,,Niemals.'' sprach Steven neben mir. ,,Was ist los?'' fragte ich leise. ,,Die Dortmunder sind im selben Hotel wie wir!'' schrie er diesmal aus Freude. Ich lächelte einfach,obwohl es mich nicht interessierte. Generell interessierte mich Fußball nicht. Steven zwingt mich trotzdem durchs Land mit ihm,weil er Angst hat,dass ich in Dortmund irgendwas mache,wenn er nicht da ist. Ich würde jedoch niemals jemanden betrügen oder dergleichen.
,,Komm. Wir gehen.'' Nickend schnappte ich mir meine Tasche und steckte auch noch mein Handy,mein Portmonee und meine Lippen-Kombi hinein. Hand in Hand liefen wir zu den Fahrstühlen. Als sich die Türen wieder öffneten,liefen wir zu den Taxis nach draußen. ,,Schau! Da ist der Mannschaftsbus!'' kreischte er schon fast wie ein Mädchen. Er bezahlte den Taxifahrer,als wir ankamen. Am Empfang des Restaurants sagte er seinen Namen und die Kellnerin zeigte uns unseren Tisch. Er setzte sich direkt an seinen Platz,ohne mir den Stuhl zurecht zu schieben,wie ein Gentleman. Sowie ich es mir wünsche. Aber nicht jeder Wunsch kann erfühlt werden,richtig? ,,Voll schön hier,nicht?'' sprach er ganz sanft. Das komplette Gegenteil,wie im Hotel. Genau wie ich ihn kennengelernt habe,sanft und harmlos. ,,Ja wirklich. Du hast ein schönes Restaurant ausgesucht Schatz.'' ,,Danke Schatz.'' Er streifte seine Hand an meine. Die Hand ,die mir so viel angetan hat. ,,Ich liebe dich.'' ,,Ich dich auch Amelia.'' Liebt er mich wirklich? Nach fast zwei Jahren Beziehung,bezweifle ich es. Der Kellner kam und fragte,was wir bestellten möchten. Ich bestellte mir Nudeln mit einem kleinen Salat und einer Cola. Steven bestellte sich eine Pizza mit einem Glas Bier. Ich mag es nicht,wenn er Bier trinkt. Er war die ganze Zeit am Handy am schauen,wo die Spieler waren. ,,Ich glaube,die Spieler sind wahrscheinlich in ihren Zimmer.'' meinte ich,als er dich beschwerte,dass sie nichts in ihrer Story hatten. Er hörte nicht auf mich und schaute die ganze Zeit weiter,bis das Essen kam. Während wir aßen,packte er sein Handy endlich weg und führte eine normale Konversation mit mir. Nach dem Essen verschwanden wir recht schnell aus dem Restaurant und liefen noch etwas in der Stadt herum.
Das einzige was ich an solchen Fußball Wochenenden liebe,ist es die Stadt zu erkundigen. ,,Leverkusen ist schön.'' träumte ich vor mir hin,als wir auf das Taxi warteten. ,,Ja.'' Hatte er mir überhaupt zugehört? Als das Taxi kam,fuhr es uns wieder in Richtung Hotel. ,,Heilige Scheiße.'' meinte er ,als ich gerade mit meiner Tasche beschäftigt war und deswegen nicht hoch sah. ,,Du weißt ich mag es nicht ,wenn du das sagst.'' meinte ich und sah hoch. Oh,er hatte einen Spieler entdeckt. Keine Ahnung wer das war. ,,Können wir ein Bild machen Mats?'' fragte er. ,,Ja klar.'' Plötzlich drückte mir Steven sein Handy in die Hand und schaute eindringlich. Schnell schoss ich Bilder von ihnen. ,,War nett dich kennengelernt zu haben.'' sprach dieser Mats. Ich lächelte nur verlegen und sah wieder weg. Ich mag es nicht Augenkontakt zu halten,dass kann ich nie lange tun. ,,Geil man.'' freute sich Steven,als wir im Fahrstuhl waren. ,,Es freut mich,dass du einen Spieler kennengelernt hast.'' Er antwortete mir nicht,denn er war beschäftigt damit,die Bilder anzusehen. Schnell kamen wir oben an. Ich öffnete die Tür des Hotelzimmers und lief herein. Steven war ruhig und setzte sich aufs Bett. Ich ging wieder ins Bad,um mich abzuschminken und mich umzuziehen. Ich machte noch meine Skincare. In meinem Panda-Pyjama fühle ich mich am wohlsten. Wieder raus aus dem Bad legte ich mich zu Steven ins Bett,wo er schon in seinem Schlaf Klamotten lag. ,,Hast du keine schönen Schlafanzug? Damit siehst du aus wie ein Kind.'' kommentierte er zu meinem Schlafanzug. ,,Ich mag den.'' meinte ich kichernd. ,,Daran merkt man ,dass du noch 18 bist.'' Ich antwortete ihm nicht drauf,was hat das damit zutun? Ich kann dich zum schlafen anziehen was ich will. Und er ist nur ein Jahr älter.
Seufzend griff ich nach meinem Handy und stöberte durch die Apps. Steven kehrte mir den Rücken zu und war selbst am Handy. Was Mamá wohl gerade macht? Ich glaube,heute ist sie in New York. Und morgen bestimmt in Canada. Das Leben als Flugbegleiterin ist bestimmt schön,so stellte ich mir es zumindest vor. Das blöde an dem Beruf meiner Mutter ist,dass ich sie so selten sehe. Ich sehe sie manchmal nur 5 Mal im Monat. Sie macht aber öfters Überstunden für mich,sodass sie mehr in Dortmund sein kann. Meinen Vater sehe ich auch nicht oft,dafür aber manchmal öfters als Mamá. Meine Eltern sind getrennt schon seit dem ich klein war. Deswegen lebt mein Vater auch in Köln. Seine Firma ist dort und sein Leben. Fazit,ich bin fast eine alleinlebende Abiturientin. Ich gehe erst in die EF,aber trotzdem brauche ich meine Ruhe. Das ist aber auch wieder ein Vorteil,da ich dann besser lernen kann,wenn Steven mich nicht herumschleppt. Meine abuelita wohnt noch in Venezuela,meiner Heimat. Ich will gerne wieder dorthin und meine abuelita besuchen,aber wenn dann mit meiner Mutter. Mamá wollte auch und will noch,dass sie nach Dortmund zieht,aber sie will dort bleiben,auch wenn sie dort alleine mit meiner Tante wohnt. Ich hasse diese Tante,auch wenn sie die Schwester meiner Mutter ist. Ihre Kinder hasse ich noch mehr. Die sind so frech zu mir und tun so als wären wir Freunde.
Ich legte mein Handy beiseite und schaltete das Licht aus. ,,Schatz?'' ,,Nein , ich kuschele nicht mit dir.'' Ich legte mich zurück ins Bett und schloss meine Augen.
Morgen geht es ihm bestimmt besser.
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Tiktok:livingyn
Erstes Kapitel huhuuu
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second chance | JUDE BELLINGHAM
Romance''𝐁𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬 𝐚𝐫𝐞 𝐣𝐮𝐬𝐭 𝐛𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬, 𝐮𝐧𝐭𝐢𝐥 𝐲𝐨𝐮 𝐟𝐚𝐥𝐥 𝐢𝐧 𝐥𝐨𝐯𝐞 𝐰𝐢𝐭𝐡 𝐬𝐨𝐦𝐞𝐛𝐨𝐝𝐲 𝐰𝐢𝐭𝐡 𝐛𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬" Die frisch achtzehnjährige Amelia geht mit ihrer besten Freundin in den Club. Das Einzige was...
