Amelia
Es ist das letzte Wochenende, bevor die Schule wieder beginnt. Dann bin ich im meinem letzten Schuljahr und diesmal muss ich alles extrem ernst nehmen und auch gute Noten schreiben. Letzter Jahr hatte ich mich verschlechtert, aufgrund der Therapie und, weil ich auch öfters nicht in die Schule gegangen bin.
Ich bin schon etwas länger auf den Beinen und habe auch schon gefrühstückt. Ich konnte die Nacht kaum schlafen, weil ich mich heute mit Jude treffen will, um ihn zu sagen, dass ich nicht mehr in die Therapie muss. Ich hoffe, dass er Zeit hat, weil er heute ein Spiel hat. Wahrscheinlich wird er erst nach dem Spiel Zeit haben, sich zu treffen. Und dann wird es spät.
Um die Zeit totzuschlagen entscheide ich mich dazu aufzuräumen. Ich ziehe mir Handschuhe an und binde meine Haare zusammen. Am meisten nötig hatte es mein Ankleidezimmer. Es sieht so aus, als wäre eine Bombe hier eingeschlagen, dass liegt aber nur an mir und nicht an einer Bombe. Ich rieche an den Klamotten, um festzustellen, ob sie gewaschen werden müssen oder nicht. Die meisten hatten es nötig, aber die, die nicht gewaschen werden müssen, falte ich wieder und legte sie ordentlich in meinen Schrank. Meinen Schminktischspiegel wische ich ab und auch meine Schminke und den Tisch natürlich auch. Der große Spiegel hatte es auch nötig wieder geputzt zu werden.
Da das Zimmer meiner Mutter immer abgesperrt ist, musste ich diesen Raum nicht aufräumen. Stattdessen lief ich ins Bad. Dort säuberte ich die Toilette und die Dusche, sowie auch das Waschbecken. Den Müll leere ich aus und wische auch hier den Spiegel, als auch das Fenster einmal ab.
Die Küche wurde von mir schon heute morgen aufgeräumt, weshalb ich nur den Esstisch einmal abputzte und hier die großen Fenster aufmachte, um zu lüften. Die ganze Wohnung staubsaugte ich einmal und wischte sie auch. Anschließend brachte ich den Müll runter und schmiss mich schweißgebadet auf die Couch.
Als ich auf die Uhr sah, erkannte ich, dass es gleich Mittagszeit war. Sein Spiel ist erst abends, weshalb ich mich dazu entschied ihn anzurufen. Als es nur klingelte und er nicht ran ging, wurde ich nervös. Als ich gerade auflegen wollte, ertönte seine Stimme in meinen Ohren.
,,Hey, Viana.'' begrüßte er mich. ,,Hi.'' ,,Alles gut? Was machst du so?'' fragte er mich. ,,Ja, alles gut. Ich habe gerade aufgeräumt, und du?'' fragte ich zurück, obwohl die Frage eigentlich dumm war, weil ich wusste was er tut. ,,Wir waren gerade spazieren mit dem Team. Wir fahren gleich zum Stadion.'' erzählte er mir. ,,Ist wirklich alles gut? Dich bedrückt doch irgendwas.'' erkannte er anhand meiner Stimme. ,,Also..'' fing ich an und wusste nicht, wie ich den Satz formulieren sollte. ,,Ich wollte fragen, ob du dich vielleicht nach dem Spiel treffen möchtest.'' ließ ich die Katze aus dem Sack.
,,Warte mal, treffen? So in Echt?'' Er klang wie ein kleines Kind. Ich lachte auf, wegen seiner Freude. ,,Ja. Ich weiß, dass du kaputt bist nach deinem Spiel, deswegen frage ich. Ich wollte mich bei unserer Bank treffen.'' teilte ich ihm mit. ,,Natürlich hab' ich Zeit!'' schrie er freudig. ,,Für dich habe ich immer Zeit, Viana.'' betonte er, weshalb mein Herz gerade klopfte bis zum geht nicht mehr. Ich musste schmunzeln. ,,Wir sehen uns später, Judy.'' betonte ich jetzt auch und lag auf, sobald er sich verabschiedet hatte.
Oh Gott, bin ich aufgeregt.
...
Während ich mich abends fertig machte, schaute ich das Spiel, welches gegen Leverkusen war. Während ich gerade meinem Concealer verblendete, schoss Marco ein Tor. Ich kreischte freudig los und verschmierte meinen Concealer. Den Rest des Spiels verlief ruhig, weswegen ich auch in Ruhe mein Make-Up machen konnte. Meine Haare glättete ich wie immer und stand dann verzweifelt vor meinem Kleiderschrank. Ich hasse es!
Na toll, was soll ich jetzt anziehen? Ich suche in meinem Schrank nach meinem neuen Oberteil, was ich zuerst nicht finde, aber ich dann doch in einer Ecke in meinem Schrank fand. Dazu holte ich meine Lieblingsjeans heraus. Zu meinem Outfit zog ich meine air-force an und holte meine neue Tasche heraus, die ich von meinem Vater bekommen habe.
Im Auto rufe ich Asya und Tina per FaceTime an. Beide gingen direkt an. ,,Wohin des Weges?'' fragte Tina, während sie Chips aß. ,,Aha, wofür hast du dich fertig gemacht?'' fragte auch Asya. ,,Ich treffe mich mit Jude.'' erzählte ich ihnen. ,,Was?!'' riefen beide schockiert. ,,Wieso erzählst du uns das erst jetzt?'' Asya wurde grimmig. ,,Leute, ich bin voll nervös!'' wechselte ich das Thema. ,,Kann ich mir vorstellen.'' kommentierte Tina.
,,Wann bist du da?'' fragte Asya. ,,Gleich.''
Als ich an einer Ampel stand, kratze ich mir den Kopf. ,,Mach dir kein Kopf.'' versuchte Tina mich zu beruhigen. Ich parkte gerade in der Nähe des Sees. ,,Ich bin da.'' gab ich Bescheid und schaltete den Motor aus. ,,Viel Spaß heute.'' Asya grinste schief. ,,Halt's Maul.'' beleidigte ich sie aus Spaß. ,,Ja, ja. Du kannst uns morgen erzählen, wie die Nacht war.'' Als sie anging pervers zu grinsen, lag ich auf.
Bei unserer Bank setzte ich mich hin und schaute aufs Wasser. Ich schaue auf mein Handy. Das Spiel ist schon längst vorbei, wo bleibt er den? Ich schaue um mich herum. Hier am See laufen nicht viele. Wieder schaue ich auf mein Handy. Keine Nachricht. Was ist, wenn er doch nicht kommt. Zweifelt er an uns? Will er sich nicht mit mir treffen? Bestimmt.
,,Viana.'' Sofort drehe ich mich um. Er steht da. Mit meinen Lieblingsblumen. Ich fange an zu schwitzen. ,,Hi.'' entgegnete ich ihm schüchtern. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Wir haben uns so lange nicht gesehen. Er gab mir den Blumenstrauß, den ich lächelnd annahm, nachdem er sich hingesetzt hatte. ,,Wie geht es dir?'' fing er das Gespräch an. ,,Mir geht es gut, wenn es dir gut geht.'' Er schmunzelt. Ich schaue ihn in die Augen. Wie sehr ich vermisst habe, in sie zu schauen. ,,Wie war dein Spiel?'' frage ich, obwohl ich weiß, wie es ausging. ,,Es war zwar hektisch, aber wir haben gewonnen.'' erzählte er lächelnd. Ich nickte und schaue wieder aufs Wasser.
Wieso ist er so komisch? Oder bin ich komisch? Ich glaube, etwas ist hier anders als sonst. Hat er Gefühle verloren, und will es mir jetzt sagen? Nein, nein, nein! ,,Viana? Über was denkst du nach?'' bemerkte er meine Abwesenheit. ,,Naja...'' Wie soll ich das formulieren? ,,Nach all der Zeit'' fahre ich fort. ,,frage ich mich, ob du noch Gefühle für mich hast.'' erzählte ich ihm meine Gedanken. Er sah mich schockiert an. ,,Das meinst du doch nicht Ernst.'' entgegnete er. Ich blieb ruhig. Ich hätte das nicht fragen sollen.
,,Viana'' fing er an. Seine Stimme wurde hektisch. Verwirrt drehte ich mich zum ihm. ,,Liebst du mich?'' stelle ich ihm wieder die Frage, da mir sein Verhalten nun wieder skeptisch wurde. Ich unterdrücke mir meine Tränen. Er zog scharf die Luft ein. ,,Seit dem ersten Moment, als ich dich im Club gesehen habe, habe ich dich geliebt. Ich kann nicht ohne dich. Nicht, ohne deine Augen. Ohne dein Lächeln. Ich kann nicht atmen, wenn du nicht bei mir bist!'' rief er. Meine Augen galten nur ihm. Alles um mich verschwand. ,,Ich liebe dich. Viana.'' gestand er. ,,Mein Herz ruft deinen Namen.'' betonte er.
Eine Träne lief über seine Wange. Ich hielt meine Hände auf seine Wange und wischte diese Träne weg. Ich entfernte meine Hände wieder. ,,Ich liebe dich, Jude.'' gestand ich auch. Er legte seine zwei Hände auf meine Wangen und zog mich näher. Ich dachte, dass er meine Lippen küssen würde und spreizte meine Lippen schon, jedoch drückte er seine Lippen auf meine Stirn, was diesen Moment noch viel schöner machte. ,,Ich tue dir das nie wieder mehr an.'' Ich umarmte ihn ganz fest und ziehe seinen Duft in meine Nase.
,,Komm, wir gehen nachhause.'' betonte ich und lächelte ihn an, was er erwiderte. Ich nahm den Blumenstrauß ab und lief vor zum Auto. ,,Du hast meine Lieblingshose an.'' bemerkte er, als er hinter mir her lief, was mich zum Lachen brachte. ,,Ich weiß auch warum, dass deine Lieblingshose ist.'' grinste ich. Ich blieb stehen und wartete kurz auf ihn, weil er etwas weiter hinten war. Ebenfalls grinsend kam er auf mich zu und legte seine Hand auf meinen Hintern, die dann hoch zu meiner Hüfte fuhr. Da, wo sie hingehörte. Endlich verband er unsere Lippen miteinander. Ich drehte mich aufrecht zu ihm hin, sodass seine andere Hand auch auf meine Hüfte lag, und meine Hände auf seinem Nacken lagen, mit denen ich ihn näher an mich zog.
Mein Herz ruft seinen Namen.
...
TIKTOK: livingyn
einfach schon 50 Kapitel🤩
es werden noch mehr:)
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second chance | JUDE BELLINGHAM
Romance''𝐁𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬 𝐚𝐫𝐞 𝐣𝐮𝐬𝐭 𝐛𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬, 𝐮𝐧𝐭𝐢𝐥 𝐲𝐨𝐮 𝐟𝐚𝐥𝐥 𝐢𝐧 𝐥𝐨𝐯𝐞 𝐰𝐢𝐭𝐡 𝐬𝐨𝐦𝐞𝐛𝐨𝐝𝐲 𝐰𝐢𝐭𝐡 𝐛𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬" Die frisch achtzehnjährige Amelia geht mit ihrer besten Freundin in den Club. Das Einzige was...
