Amelia
Ich öffne meine Augen und entdecke die wenigen Sonnenstrahlen, die durch meine Jalousien herein strahlen. Ich bleibe noch kurz starr liegen, bevor ich nach links schaue, um ihn zu beobachten. Seine Augenbrauen ziehen sich immer zusammen, wenn er schläft, sodass er feindlich ausschaut. Ich hebe meine Hand an um seine warmen Wangen zu streicheln. Meine Hand wandert zu seiner Schläfe. Ich spreize meine Lippen und streife sie dort ab. Ich seufzte kurz, bevor ich zu meinem Handy greife. Ich bin früher aufgestanden als mein Wecker, weshalb ich ihn aufstelle, bevor er Jude aufwecken kann. Ich realisiere, dass heute meine mündliche Prüfung ist, und ich gleich darauf meine Noten gesagt bekommen werde, wo sich dann auch herausstellt, ob ich mein Abitur bestanden habe, oder nicht. Meine Füße berühren den kalten Boden, woraufhin ich an meinen Kartons vorbeilief, um in die Küche zu gelangen.
Dort stelle ich mir eine Tasse unter die Kaffeemaschine. Ich überlege, was ich zum Frühstück machen könnte. Ich gieße Wasser in den Wasserkocher und schalte ihn auch an, woraufhin ich die Pfanne heraushole. Ich schneide etwas Gemüse, welches ich in der Pfanne köcheln lasse, bevor ich drei Eier in die Pfanne aufschlage. Solange sie brutzeln, lege ich einen Teebeutel vom Kamille-Tee in eine Tasse und füge das kochende Wasser hinzu. Ich trinke meinen Kaffee zu Ende, und stelle dann die Pfanne auf den Esstisch. Ich laufe ins Bad wo ich mich für den Tag fertig mache und mich auch umziehe. Gleich darauf decke ich den Tisch noch zu Ende und laufe dann wieder in mein Dunkels Zimmer, um ihn aufzuwecken.
,,Schlafmütze.'' flüstere ich, während ich mich auf mein Bett setze. Er fängt an zu brummen. ,,Wie viel Uhr ist es?'' murmelt er verschlafen. ,,Acht Uhr morgens. Es ist Zeit zum aufstehen.'' meine ich leicht lachend. Er verkriecht sich unter der Decke, weshalb ich meine Jalousien nach oben fahren lasse, weshalb er aufstöhnt. ,,Frühstück ist fertig. Komm sonst wird dein Tee kalt.'' sage ich, bevor ich den Raum verlasse. Ich bin am Esstisch und warte auf ihn. Ich lese mir meine Notizen noch etwas durch, bevor er sich an den Esstisch setzt. Gemeinsam frühstücken wir. ,,Geht es deinem Knie besser?'' frage ich nebenbei. Beim letzten Spiel hatte er sich zum Schluss verletzt, weshalb es noch nicht feststeht, ob er beim letzten Spieltag mitspielen kann. ,,Es geht. Ich hoffe, dass ich es schaffe am Wochenende.'' hofft er. ,,Das wird schon. Ich fahre dich gleich zum Training, damit du dich erholst und Samstag spielen kannst.'' versichere ich ihm, woraufhin er nickt.
Während wir aufräumen, denke ich über den letzten Spieltag nach. Es wird ernst. Wenn die Jungs das Spiel gewinnen, wird Dortmund Meister sein. Ich weiß ganz genau, dass Jude deswegen in Gedanken ist.
,,Bis du nervös wegen Samstag?'' frage ich ihn während ich die Pfanne sauber mache und er die Sachen in den Kühlschrank räumt. ,,Ja.'' gesteht er ehrlich. ,,Ich habe Angst, dass ich den Jungs nicht helfen kann.'' Seine Gedanken machen mich mulmig. Ich lege den Pfanne zum trocknen hin und drehe mich zu ihm um. Er schaut nachdenklich auf den Boden. Ich stelle mich zwischen seinen Beinen hin. ,,Hey.'' Ich lege meine Hand auf seinen Kinn und hebe ihn hoch, damit er mir in die Augen schaut. Aus Reflex legt er seine Hände auf meine Hüfte. Ich ziehe ihn in meine Arme. Sein Kopf macht es sich auf meine Brust gemütlich. Ich fange an seinen Hinterkopf zu kraulen. ,,Alles wird gut.'' murmele ich. Wir entfernen uns von unseren innigen Umarmung, woraufhin er mir einen Kuss auf die Stirn drückt. ,,Was würde ich nur ohne dich tun.'' Er lächelt sanft. ,,Keine Ahnung, sterben?'' witzele ich herum, weshalb er lachen muss.
Während er sich zügig für das Training fertig macht, warte ich im Flur auf ihn und lese mir meine Notizen durch. ,,So, bin fertig.'' meldet er sich zu Wort. Ich drücke ihm den Autoschlüssel in die Hand, weil ich meine Notizen lesen will. Im Fahrstuhl und im Auto lese ich immer noch. ,,Willst du nicht losfahren? Sonst kommst du zu spät.'' holt er mich aus meinen Gedanken heraus. ,,Oh, stimmt.'' merke ich auch. Ich lege die Zettel auf meinen Schoß und fahre los. ,,Bist du nicht nervös?'' fragt er verwirrt. ,,Ja schon.'' ,,Merkt man dir gar nicht an.'' meint er. ,,Meine Lehrerin ist nett, ich denke deswegen bin ich so ruhig. ,,Und wegen den anderen Fächern?'' fragt er. ,,Da hab ich etwas mehr Angst.'' gestehe ich. ,,Ich glaube an dich. Du hast bestimmt bestanden.'' meint er locker. ,,Ich hoffe.''
Ich fahre auf den Parkplatz des Trainingsgeländes und halte an. ,,Du kommst sofort hier hin, wenn du deine Noten weißt, ja?'' Ich nickte eifrig. ,,Okay. Ganz, ganz, ganz viel Glück! Ich glaube an dich, love.'' Er drückt mir einen Kuss auf den Mund und schließt die Tür. Nervös fahre ich zur Schule, wo ich beide Autos von meinen Freundinnen entdecke und direkt neben ihnen parke.
Gemeinsam steigen wir aus. ,,Bereit?'' fragt Tina uns beide, woraufhin kopfschüttelnd antworten. Wir klammern uns aneinander und laufen in die Schule herein. Alle Abiturienten stehen auf dem Flur. ,,Hoffentlich das letzte mal auf dieser drecks Schule.'' murrt Asya neben mir. Tina und ich fangen an zu lachen. ,,Habt ihr gut gelernt?'' wechselte ich das Thema. ,,Ja, aber AJ hat mich dauert gestört.'' meint Asya augenverdrehend. ,,Seitdem er krabbeln kann will er alles machen, was nur geht.'' lacht Tina. ,,Amelia Ponte, bitte.'' Frau Matthis ruft mich in den Raum. Mit A anzufangen hat wohl seine Nachteile, denn Asya wird im gleichen Moment auch reingerufen.
...
Wir sitzen alle im Flur auf den Boden. Wir müssen warten, bis jeder fertig ist mit der Prüfung. Danach werden wir von den Lehrern wieder reingerufen und uns werden die Noten gesagt. Meine Prüfung war eigentlich ganz gut. Beziehungsweise habe ich ein gutes Gefühl gehabt und auch Frau Matthis war begeistert von mir. Nach gefühlt einer Stunde werden wir endlich wieder reingerufen. Ich betrete den Raum. Mein Herz schlägt wie verrückt.
Frau Matthis muss grinsen. Warum grinst sie? Heißt das, dass ich bestanden habe? ,,Ich kann ihnen nur meinen Lob aussprechen. Ich bin begeistert von ihrer Leistung in allen, wirklich allen Prüfungen.'' Ein Stein fällt mir vom Herzen. ,,Jahrgangsbeste.'' Meine Augen weiten sich. ,,Wirklich?'' frage ich versteinert. ,,Wer einen Durchschnitt von 1,0 hat, ist natürlich die Jahrgangsbeste.'' Ich lächele. ,,Wirklich, vielen, vielen Dank!'' bedanke ich mich und umarme sie auch.
Im Flur renne ich schnell zu Tina und erkläre ihr meine Freude. ,,Wow! Ich bin so stolz auf dich!'' Sie drückt mich ganz dolle. Sie muss jetzt in den Raum. Als Asya raus kommt, rennen wir kreischend los. ,,Wir haben bestanden!'' kreischen wir und hüpfen im Kreis herum. ,,Wir haben es geschafft.'' meine ich stolz. ,,Gemeinsam.'' Ich drücke sie ganz dolle. Schnell kommt Tina auch aus dem Raum heraus. Sie teilt uns ebenfalls mit, dass sie bestanden hat. Glücklich verlassen wir diese Schule. ,,Ich werde diese Schule nicht vermissen.'' sagt Asya neben mir. ,,Ich auch.'' gesteht Tina. Bei unseren Autos angekommen, seufzten wir alle. ,,Das letzte Mal.'' meint Tina. ,,Voll traurig.'' meine ich. ,,Ich freue mich!'' Ich sehe Asya kopfschüttelnd an.
Wir steigen in unsere Autos. Unsere Wege trennen sich bei den Ampeln. Ich fahre auf direktem Wege zu Jude. Schnell parke ich mein Auto und renne zu dem Spielfeld. Sofort entdeckt mich Jude. ,,Und?'' schreit er von Entfernung aus. ,,Ich hab bestanden!'' schreie ich voller Freude und renne in seine geöffneten Arme. Er dreht mich im Kreis und hebt mich hoch. Er lässt mich auf dem Boden ab und drückt mich. ,,Ich bin Jahrgangsbeste!'' kreische ich. ,,Ich bin so verdammt stolz auf dich, love.'' sagt er, bevor unsere Lippen sich zu einem Kuss berühren.
...
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second chance | JUDE BELLINGHAM
Romance''𝐁𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬 𝐚𝐫𝐞 𝐣𝐮𝐬𝐭 𝐛𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬, 𝐮𝐧𝐭𝐢𝐥 𝐲𝐨𝐮 𝐟𝐚𝐥𝐥 𝐢𝐧 𝐥𝐨𝐯𝐞 𝐰𝐢𝐭𝐡 𝐬𝐨𝐦𝐞𝐛𝐨𝐝𝐲 𝐰𝐢𝐭𝐡 𝐛𝐫𝐨𝐰𝐧 𝐞𝐲𝐞𝐬" Die frisch achtzehnjährige Amelia geht mit ihrer besten Freundin in den Club. Das Einzige was...
