Teil 30 

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Amelia
Nach fast zwei wundervollen Wochen auf Venezuela waren wir nun alle wieder zuhause. Jobe und Mark in England. Mein Vater war wieder in Köln bei seiner Firma und wir waren wieder in Dortmund.

Vor zwei Tagen sind wir wieder in Deutschland angekommen und es war direkt Großputz angesagt. Meine Mutter und ich haben die ganze Wohnung geputzt und auch sehr viel aussortiert und dann natürlich weggeschmissen. Es waren tausende Pakete von mir bei der Nachbarin abgelegt, die ich natürlich alle auspackte und auch alle anprobierte. Die Hälfte schicke ich aber immer sowieso zurück, was bei mir üblich ist. Ich hatte einen Nervenzusammenbruch wegen meinem Nägeln bekommen, weshalb ich sie einfach abgerissen habe. Ich brauche also neue Nägel. Außerdem hat meine Nachbarin, als wir im Urlaub waren, ihr Kind bekommen. Mit der kleinen war sie gestern bei uns und ich hab sehr viel Zeit mit dem kleinen Mädchen verbracht. Sie sieht zwar genauso aus wie der Vater, aber trotzdem ist sie ein Engel. Sie ist gar nicht unruhig und trinkt die ganze Zeit Milch.

Heute treffe ich mit Asya und Valentina, weil wir gemeinsam was essen gehen möchten. Dafür gehen wir in eines unserer Lieblingsrestaurants hier. Heute ist es relativ warm, weshalb ich es für unnötig empfinde wenn ich mich schminke, deswegen schminke ich mich heute nicht. Mein Morgen verläuft sowie immer. Ich stand morgens auf und lief wie immer zuerst ins Bad. Ich ging aufs Klo, wusch meine Hände und mein Gesicht, putzte meine Zähne und machte meine Skincare. Danach holte ich mir aus dem Kühlschrank Milch und aus dem Schrank Cornflakes. Ich öffnete die Bodentiefen Fenster im Wohnbereich, um zu lüften aber auch um Sonne zu tanken am Morgen, weil es schon so warm war. Ich aß meine Cornflakes, während ich meine Serie weitersah und auch noch nebenbei mit Jude schrieb. Er erzählte mir vom Training und dass es zwar komisch ist ohne Jadon, aber jetzt einige neue dazu gestoßen sind. Er erzählte mir von einem Donny, der wirklich nett sein soll. Ich freute mich für ihn. Gestern hatten sie ein Spiel in Gießen, was gut verlaufen ist, weil sie mit zwei Toren gewonnen hatten. Das nächste Spiel von ihnen ist erst in zwei Wochen, aber dennoch trainieren sie noch regelmäßig. Da das Spiel wieder Auswärts ist, kann ich mal wieder nicht zuschauen gehen. Das nächste Spiel was wieder gut in Dortmund ist, ist erst im August wieder. Ich frag mich echt, wann ich mir diese ganzen Fußball Sachen beigebracht habe.

Nach meinem Frühstück legte ich mein Besteck in die Spülmaschine und schloss die Fenster wieder. Ich hatte noch Zeit, weshalb ich mir die Zeit nahm, um mein Ankleidezimmer wieder auf Vordermann zubringen. Mein Koffer war noch gefüllt mit den Klamotten, die ich mit in Venezuela hatte, und da ich nicht sehr ordentlich bin, liegen auch schon nach zwei Tagen Klamotten hier rum. Ich habe Glück, das meine Mutter wieder auf Reisen ist. Ich holte meine Kleidungsstücke aus dem Koffer heraus und stopfte sie anschließend in die Waschmaschine nachdem ich sie nach Farben sortiert hatte. Da mein Koffer nun leer war, verstaute ich ihn wieder im Schrank und fing an die neuen Klamotten von mir vom Boden aufzusammeln. Gleichzeitig versuchte ich mir ein Outfit herauszusuchen, was nicht so gut klappte. Ich brauche neue Klamotten.

Anschließend brachte ich den Müll noch raus und kam wieder hoch in die Wohnung. Meine restliche Zeit verbrachte ich damit meine Schminke zu säubern. Ein paar Sachen habe ich auch aussortiert  Nun stand ich wieder vor meinem Kleiderschrank. Ich hasse es ein Outfit herauszusuchen. Ich könnte ein chilliges Outfit anziehen. Eine Leggins mit einem pinken Oberteil und dazu einfach eine Pinke Strickjacke. Oh, das könnte süß aussehen. Gleich darauf suche ich mir die Klamotten raus und ziehe sie dann auch direkt an. Im Spiegel betrachtete ich mich. Sieht wirklich schön aus. Und süß.

Mit Bad kämmte ich meine Haare einfach durch, da ich keine Lust hatte, sie zu glätten. Ich trug meine Lippenpflege auf und schnappte mir direkt meine Schlüsseln. Im Flur traf ich auf unsere Nachbarin, mit der ich kurz quatschte aber dann auch schon weiter musste, weil die ungeduldige Asya mich schon anrief.
Mit dem Auto fuhr ich zu ihr, wo ich noch kurz vor der Tür wartete, aber sie dann schnell kam. ,,Hi Schatzi.'' begrüßte ich sie. ,,Hallo Schatzi.'' Mein Blick fiel auf ihren Bauch. ,,Wie groß dein Bauch geworden ist.'' schwärmte ich und drückte leicht, damit er definierter zu sehen war. ,,Ich bin erst im vierten Monat, der wird noch größer.'' meinte sie und schnallte sich an. Wir kamen schnell bei Valentina an, da sie nicht weit von Asya wohnt. Als wir sie aufgesammelt hatten, fuhren wir zu dem Restaurant. Dort hatten wir einen Tisch zu gewiesen bekommen, zu dem wir uns hingesetzt haben.

,,Dein Bauch ist wirklich groß geworden.'' schwärmte nun auch Valentina. ,,Hab ich auch gesagt!'' stimmte ich ihr zu. ,,Solltest du nicht schon das Geschlecht wissen?'' Valentina trank aus ihrem Glas. ,,Ich kann, aber ich wollte auf euch warten.'' schmunzelte sie. ,,Also willst du eine Babyparty?'' fragte ich aufgeregt. ,,Ich will keine große. Ein kleiner Kreis. Und auch keinen Luftballon! Ein Kuchen wird reichen.'' erzählte sie uns ihre Pläne. ,,Wir kümmern uns drum.'' sprach Valentina. Als der Kellner kam, bestellten wir uns unser Essen. Asya platzte vor Ungeduld. Zum Glück kam das Essen schnell und Asya stopfte sich voll. Sie muss ja für zwei essen.

Nachdem wir fertig gegessen hatten, saßen wir noch am Tisch, bis wir uns entschieden auf zu stehen und zu gehen. Ich wollte unbedingt noch in den DM, weshalb wir uns auf den Weg zum DM machten. ,,Du mit deiner DM Sucht.'' lachte Tina, als wir mit vollem Korb an der Kasse standen. ,,Man lebt nur einmal.'' Das war Asya's Motto. ,,Yolo.''fügte ich hinzu. Glücklich bezahlte ich meinen Einkauf und nahm die Tüte entgegen. ,,Wie glücklich sie jetzt ist.'' Lachend nahm ich mein Handy in die Hand, weil es in meiner Hosentasche vibrierte.

Grinsend ging ich an den Anruf ran. ,,Hi Osito.'' begrüßte ich meinen Freund. Die fragenden Gesichter der beiden wurden zu grinsenden Gesichtern. ,,Hi love. Wo bist du?'' fragte er. ,,In der Stadt.'' antwortete ich ihm,  während wir zurück zum Parkhaus liefen, wo ich mein Auto geparkt hatte. ,,Ich wollte gleich nach dem Training zu dir, bist du da schon zuhause?'' ,,Ja, aber Valentina und Asya sind dann bei mir.'' ,,Ist nicht schlimm. Bis gleich love.'' ,,Bis gleich Osito.'' verabschiedete ich mich auch und sah zu den grinsenden Gesichtern von den Mädchen. ,,Ja?'' fragte ich verwirrt, während wir noch zum Parkhaus liefen. ,,Ihr seid so süß.'' schwärmte Tina. ,,Ich schwöre.'' schwur Asya. ,,Ihr seid so süß!'' freute ich mich über das Kompliment.

Im Fahrstuhl fing Asya einfach an zu lachen. ,,Was denn?'' fragte Tina verwirrt. ,,Der Fahrstuhl ist voll eklig.'' lachte sie und bekam noch einen Stimmbruch, was das ganze noch lustiger machte.

Wieder bei mir zuhause,haben wir es uns auf der Couch bequem gemacht, bis es geklingelt hat. Grinsend öffnete ich Juju die Tür und nahm ihn in meine Arme, nachdem ich ihn geküsst hatte. ,,Freut mich dich auch zu sehen love.'' Grinsend reichte er mir einen weiteren Blumenstrauß. ,,Schon wieder ein Blumenstrauß?'' fragte ich lächelnd. Nickend legte er seine Tasche ab und lief zusammen mit mir ins Wohnzimmer.

,,Hallo Mädels.'' begrüßte er meine beiden engsten Freunde und umarmte jede von ihnen. In der Zeit legte ich die Blumen auf die Theke. ,,Asya, dein Bauch ist ja wirklich groß geworden.'' sprach er nachdem er sie umarmte hatte und sich nun wieder neben mir stellte. Seine Hand wanderte wie immer auf meine Taille. ,,Du warst schon wieder DM?'' fragte er, als er nach hinten zu meiner Tüte sah. ,,Vielleicht.'' sprach ich unschuldig. Kopfschüttelnd drehte er sich zu Tina. ,,Das haben wir auch gesagt!'' lachte Tina. ,,Der wird aber sowieso noch größer werden. Ist ja erst der vierte Monat.'' sprach Jude. ,,Du merkst dir die Monate?'' fragte ich lachend und sah zu ihm hoch. ,,Ja natürlich. Es ist mein Patenkind.'' sprach er selbstverständlich. Seine Augen strahlenden wie immer. Ich könnte ihn stundenlang beobachten. ,,Ihr beiden seid wirklich das Paar.'' betonte Tina und lächelte uns beide an. Asya stimmte zu, indem sie nickte. Sein Blick richtete sich auf mich. Er lächelte. Seine Augen strahlen wirklich. Ich stelle mir vor wie Sonne aus ihnen kommt. Sein Blick wandert zu meinen Lippen, aber dann wieder zu meinen Augen.

,,Ja, das finde ich auch.'' stimmte er Tina zu, aber sah nicht sie an, sondern nur mich.

...

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second chance  | JUDE BELLINGHAM Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt