Teil 5

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Amelia
Heute standen wir ausnahmsweise früh auf,als ich auf mein Handy blickte,strahlte ich direkt. Heute ist Mittwoch! Mamá kommt heute wieder,und ich könnte nicht glücklicher sein. Glücklich und ausgeschlafen zur gleichen Zeit, stand ich auf und weckte nebenbei auch Asya auf. Sie hat heute bei mir das letzte mal geschlafen. Wir sehen uns sowieso in der Schule und an Wochenende,weil wir zusammen lernen für Biologie,also ist alles gut. Asya ist morgens meistens am jammern,weshalb sie noch fünf Minuten länger dort lag.  In der Zwischenzeit zog ich mich um und putze auch meine Zähne. Als ich mein Gesicht wusch,kam die noch schlafende Asya herein. ,,Guten Morgen.'' ,,Morgen.'' Sie wusch sich ihr Gesicht zuerst und putze dann ihre Zähne,während ich Skincare machte. Für die Schule schminke ich mich nie,so spare ich morgens Zeit. Während Asya sich noch fertig machte,machte ich für uns beide eine Schüssel Kellogg's. Ich fing schonmal an zu essen,und als Asya kam holte ich uns noch Eistee Pfirsich. ,,Dankeschön.'' bedankte Asya sich. ,,Wann kommt deine Mama?'' fragte sie. ,,Heute Abend.'' Freudig klatschte ich mir in die Hände. Als wir fertig gegessen hatten,stellte ich das Besteck einfach in den Abfluss,da wir uns ein bisschen beeilen müssen. Asya holte unsere Rucksäcke und ich schnappte mir meinen Schlüssel,und schlüpfte in meine Schuhe. Diesmal fuhren wir mit Asya's Auto,da sie mich nach der Schule nachhause bringt und dann selbst wieder nachhause geht.

Gemeinsam stiegen wir in ihren Audi und sie fuhr los. Diesmal war ich DJ und machte meine ähnliche Playlist an. Sie parkte auf dem Schülerparkplatz und ich drehte die Musik leiser. ,,Oh mein Gott.'' kreischte ich plötzlich. ,,Was?'' Asya zog das Wort in die Länge und sah mich an. ,,Links. Gebüsch.'' zwar das einzige was ich rauskriegte,bevor ich in Gelächter ausbrach. ,,Niemals.'' Sofort lachte Asya mit mir und wir kriegten uns nicht mehr ein. ,,Wie kann sie mit Steven ins Gebüsch gehen?'' fragte Asya immer noch am lachen. ,,Wie kann man überhaupt ins Gebüsch gehen?'' schrie ich lachender. Als wir uns wieder einkriegten ,stiegen wir aus. ,,Na toll,jetzt hab ich Schluckauf.'' jammerte ich kichernd. ,,Ich erschrecke dich,wenn du es nicht ahnst.'' teilte sie mir zwinkernd mit. Wieso erinnert mich das an den Typen aus der Bar? Das war doch nur ein Zwinkern,was ich jetzt in mein Hirn eingeprägt hat. ,,Hallo? Erde an Via?'' Asya wedelte ihre Hände vor mein Gesicht. ,,Ja.'' ,,An was hast du gedacht?'' fragte sie und versuchte Augenkontakt aufzubauen. ,,Nichts.'' ,,Lüg nicht,du bist rot.'' Wie ich diese rote Farbe in meinem Gesicht hasse. Immer wenn ich lüge,wird mein Gesicht rot. ,,Also,als Steven mich geschlagen hat im Hotel.'' sprach ich etwas leise. Sie nickte. ,,Da bin ich in die Hotelbar gerannt und hab mir ein Getränk bestellt.'' Wieder nickte sie. ,,Jedenfalls hat mir der Kellner noch ein Getränk gebracht,obwohl ich es nicht bestellt hatte. Daraufhin meinte er ,dass es von einem Typen wäre. Er zeigte mir den Typen und dann hat er mich angezwinkert. Seit dem denke ich immer an ihn ,wenn jemand mich anzwinkert.'' erzählte ich. ,,Das war bestimmt dein Seelenverwandter.'' ,,Schön wär's.'' meinte ich patzig. Es klingelte zum Unterricht,weshalb unsere Unterhaltung unterbrochen wurde.

,,Ich hasse Biologie.'' jammerte wieder Asya herum,als wir die Mensa betraten. ,,Jetzt sei nicht so negativ. Wir kriegen schon eine gute Note heraus.'' Ich pickte ihr in ihren Bauch. ,,Schau mal,wie ist das Video?'' fragte ich sie,als wir uns auf unseren Stammtisch setzten. Ich zeigte ihr ein Video,welches ich auf Tiktok aufgenommen hatte. ,,Sofort. Posten.'' sagte sie in einer ernsten Stimme.
,,Wirklich?'' ,,Schau mal,wie heiß du drauf aussiehst.'' Ich überlegte. ,,Vielleicht findet dich dein Seelenverwandter wieder.'' Okay, überredet. Ich fügte eine passende Caption hinzu,mit der Hilfe von Asya. Ich drückte auf den Veröffentlichen Button und schloss mein Handy. ,,Beschreib mal deinen Mann.'' Ich musste überlegen. ,,Also er war dunkelhäutig-'' Bevor ich weitersprechen konnte unterbrach sie mich: ,,Uh,du hast jemanden hübschen geangelt.'' Ich grinste. ,,Und er hatte wirklich schöne Augen,die mir sofort aufgefallen sind.'' sprach ich weiter. ,,Und?'' Sie wartete gespannt auf eine Fortsetzung. ,,Auf mehr hab ich nicht geachtet.'' meinte ich schulterzuckend. ,,Wie bitte?'' sprach sie geschockt. ,,Er hat so intensiven Augenkontakt gehalten ,dass ich weggeguckt habe.'' versuchte ich mich zu verteidigen. Gleichzeitig sah ich von Asya weg,da sie mir länger in die Augen sah. ,,Du musst lernen Augenkontakt zu halten.'' teilte sie mir mit,was sie mir aber auch schon zum Tausendstel mal mitteilte. ,,Ich versuch's.''
,,Sorry,aber wie kann man mit Steven schlafen?'' Entsetzt sah ich sie an. ,,Okay außer du.'' ,,Warte ab,bis sie merkt was für einer er ist.'' meinte ich und sah rüber zu ihrem Tisch. Ich verzog mein Gesicht ,als ich wieder zu Asya sah. Lachend schlug sie gegen den Tisch. Idiotin.

Nach der Schule fuhr Asya mich nachhause. ,,Ich werde dich mit Herz und Seele vermissen.'' witzelte sie herum ,als ich mich abschnallte. ,,Das hoffe ich doch.'' Zusammen lachten wir und ich schenkte ihr einen Luftkuss. ,,Wir sehen uns morgen.'' Sie beobachte mich noch,wie ich ins Treppenhaus lief und fuhr dann davon. Grinsend öffnete ich die Haustür und brachte meine Sachen erstmal weg,als die Haustür zu war.

Jetzt war aufräumen angesagt,bevor Mamá kommt,und ausrastet. Ihr Zimmer betrete ich so gut wie nie,außer ich sauge es oder wische es,also war es sauber. Mein Zimmer und Ankleidezimmer sieht da anderes aus. Ich lüftete mein Zimmer und machte währenddessen mein Bett. Danach schmiss ich den Müll weg und sortierte alles wieder in ihre Plätze. In meinen Ankleidezimmer sortiere ich ebenfalls,doch diesmal in Wäsche und Schrank. Ich sortiere die Klamotten ,die sauber waren wieder in den Schrank ein und brachte die dreckige Wäsche in das Bad. Dort startete ich die Waschmaschine und blieb im Bad. Ich reinigte die Toilette und das Waschbecken. Meine ganzen Skincare lagen noch herum die ich aber wieder einräumte.Dann lief ich in die Küche. Ich räumte die Spülmaschine aus und dann ein mit dem Besteck von heute morgen. Ansonsten war in der Küche nichts dreckig. Anschließend staubsaugte ich die ganze Wohnung und ließ mich am Ende auf die Couch fallen. Bis sie kommt,schaue ich jetzt einfach meine Serie.

...

Als ich hörte wie die Tür aufgeschlossen worden ist ,sprang ich von der Couch. Als ich Mamá sah ,sprang ich ihr in die Arme. Ihre Hand fuhr behutsam an meinem Kopf entlang. ,,Ich habe dich so vermisst.'' flüsterte ich. ,,Hija,ich dich auch.'' Sie entfernte sich von unserer Umarmung. ,,Ich gehe schnell duschen und dann komme ich ins Wohnzimmer ,okay?'' Nickend lief ich zurück ins Wohnzimmer und schaute weiter meine Serie ,bis sie kam. ,,Also'' Sie zog das Wort in die Länge und ließ sich auf neben mir die Couch fallen. ,,Was ist passiert als ich weg war?'' ,,Ich hab mich von Steven getrennt.'' sprach ich die Wahrheit direkt aus. ,,Gott sei Dank,den mochte ich sowieso nicht.'' ,,Mamá!'' ermahnte ich sie. ,,Wieso habt ihr euch getrennt?'' ,,Er hat mich geschlagen.'' ,,Willst du mich verarschen? Maldigo a este bastardo!'' Sie wurde lauter. ,,Du kannst ihn nicht verfluchen Mamá.'' ,,Oh doch,da hast du mich noch nicht kennengelernt. Bist du danach direkt nachhause?'' Sie lief in die Küche und holte sich Wein und zwei Gläser heraus. Sie ließ mich nicht aus den Augen. ,,Das Problem war,dass wir in Leverkusen waren. Ich bin mit dem Zug nachhause und Asya hat mich abgeholt. Deswegen hat sie bei uns geschlafen.'' erläuterte ich ihr. ,,Asya ist wirklich ein Engel. Sei dankbar ,dass du sie als Freundin hast.'' Sie setzte sich wieder auf die Couch und füllte uns die Gläser auf. ,,Natürlich bin ich das. Sie ist meine einzige richtige Freundin.'' Mamá kraulte mir über den Rücken. ,,Wann schreibst du deine nächste Klausur?'' Meinen Eltern ist Schule sehr wichtig. Sie wollen auf jeden Fall,dass ich das Abitur zu Ende mache. ,,Nächste Woche.'' teilte ich ihr mit. ,,Biologie?'' fragte sie grinsend. ,,Ja,ich freu mich.'' ,,Super.'' Nickend trank ich aus meinem Glas. ,,Sag mal,hat dein Vater dich angerufen?'' ,,Nein,vor Leverkusen nur einmal.'' Nickend trank sie aus ihrem Glas.
Sollte ich ihr von der Situation in der Bar erzählen? Nein,das war doch sowieso nichts. Jeder andere hätte das selbe machen können.

War es das? Nichts?

...
TIKTOK: livingyn

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second chance  | JUDE BELLINGHAM Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt