Dion:
Ich habe von meinem Punkt aus eine sehr gute Sicht auf die Familien, die noch draußen stehen und Fotos machen. Man sieht das alle frieren, aber man zieht es durch. Audrey Ihr Outfit lässt mich völlig verrückt werden. Ich bin mir sicher, dass Ihre Nippel durch die Kälte hart sind und Sie eigentlich an etwas Warmes denkt. Wer hat auch schon diese Kleidung ausgesucht für den Winter?
Als die beiden Familien reingehen, warte ich, bevor ich nach einigen Minuten folge. Ich laufe einen Umweg zu meinem Arbeitszimmer und arbeite eine ganze Weile meine Unterlagen ab. Von unten höre ich die Stimmen nur gedämpft, aber das macht nichts. So kann ich mich besser konzentrieren.
Durch ein Klopfen schaue ich auf und dann kommt Georg und James rein, "da unten gibt es gute Storys über Audrey zu hören." Ich ziehe die Augenbrauen nach oben. "Ihr sollt euch doch fernhalten." Sage ich und unterschreibe ein Dokument. "Wir sind oben bei der Tribüne, uns sieht sowieso keiner. Die sind alle auf die Reden fokussiert."
Ich nicke und damit gehen die beiden wieder, ich gehe kurz darauf auch hin und setzte mich auf einen Stuhl an der Wand, sehen tuen die mich von hieraus nicht. Die Reden sind peinlich und als die Rede von Audrey kommt, höre ich genau zu. Das Video sehe ich zwar nicht, aber mir reicht was gesprochen wird, um zu verstehen, dass ich nicht viel über die Dame weiß, die ich so gern mag.
Nach den Reden geht es ans Essen und dann folgt der Tanz von der Braut mit Ihrem Vater, danach folgt der Tanz des Brautpaares, welcher für Jubel und Applaus sorgt. Ich freue mich für die beiden, Sie wirken sehr glücklich.
Als die Gäste das Tanzen anfangen und auch Gruppentänze durchgeführt werden bin ich weg. Ich gehe nachdraußen und zu meiner Überraschung sitzt Rosi auf einer Bank und ist warm eingepackt in Mantel und Schal. "Es ist lange her." sage ich und Sie sieht mich an und lächelt. Das Lächeln hat Sie über die Jahre hinweg nicht verloren, es berührt immer noch Ihre Augen und lässt mich selbst lächeln. Vorsichtig setzte ich mich neben Sie und wir schauen einfach nachvorne.
"Es ist schön dich zu sehen, alter Freund." Ich grinse leicht, "gebe ich nur zurück. Ich habe schon gehört, es ist viel passiert. Ich hoffe dir geht es gut und auch deinem Herz." Sie lächelt leicht, "ach, Audrey passt gut auf mich auf. Sie weiß jeden Schritt, den ich mache und ist ein Goldengel. Ohne Sie wäre es deutlich schlimmer geworden, aber mit Ihr, weiß ich das alles in guten Händen ist. Mein Haus ist sauber, der Dachboden ist leer. Meine Fotos sind nach Jahren sortiert in Alben eingeklebt worden und meine ganze Familie ist glücklich und erweitert sich gerade ein klein wenig. Ich bin glücklich und mein Herz, ach ja, das hat ein wenig viel verkraften müssen, aber jetzt geht es wieder und ich bin auf dem Weg der Besserung. Ich muss einige Therapien machen, aber ich bin froh, dass meine Hüfte das alles mitgemacht hat. Wäre das passiert, während ich noch mit meiner Hüfte Probleme hatte, ich wäre verrückt geworden. Es waren lange Monate und Wochen und ich bin wirklich froh, dass Audrey hier ist. Du bist sicher auch froh."
Ich lehne mich zurück und lasse meine Hände locker im Schoß hängen, "ich bin froh Sie kennenzulernen. Sie ist großartig und sehr intelligent. Man fühlt sich, trotz Ihres alters, sehr gut aufgehoben und ernstgenommen." Rosi lächelt und drückt meine Hand, "ach mein Lieber, ich hoffe du hattest eine gute Zeit." Ich lächle, "die hatte ich, es gab aber auch schwere Tage. Ich bin zufrieden und froh, dass jetzt jemand bei mir ist." Rosi lächelt einfach vor sich hin, als wäre Sie mit sich vollkommen im reinen.
"Hast du es bereut?" fragt Sie und ich blicke Sie an, "was bereut?" frage ich nach, "Audrey so verletzt zu haben." Ich beiße mir leicht auf die Unterlippe, "mehr als das. Ich habe mich für den größte Idioten des Planeten gehalten. Dabei hat Sie nur die Wahrheit gesagt. Ich bin manchmal einfach zu schnell im Handeln und bedenke mein Handel nicht."
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Just a Vampire King
VampireAudrey ist die jüngste von all ihren Geschwistern. Da es ihrer Oma Rosie nicht mehr so gut geht und sie nun Hilfe benötigt, wird beschlossen das Audrey ab dem kommenden Schuljahr zu ihrer Oma zieht um ihr unter die Arme zu greifen. Das heißt Schule...
