Epilog Audrey

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Ich blicke mich im Spiegel an, schon vor Jahren habe ich mein Studium mit einem Doktortitel abgeschlossen und habe jetzt die Firma von Dion übernommen. Das war von Anfang an auch mein Plan, auch wenn ich ganz am Anfang angefangen habe. Ich habe mich hochgearbeitet und jetzt sitze ich auf dem Chefsessel. Ich designe immer noch Kleider und habe meinen eigenen Stil gefunden.

Ich lächle als ich ein Foto meiner Familie sehe. Oma Rosi ist im alter von vierundneunzig Jahren in Ruhe eingeschlafen und nun bei Opa. Auch die Eltern von meinem Dad haben sich kurz vorher in den Himmel verabschiedet.

Alle sind älter geworden, doch ich bin vom Aussehen gleichgeblieben und das macht mir wirklich Angst, weil meine Schwestern und Brüder geheiratet haben, Kinder bekommen haben und altern. Ich sehe deren grauen Haare am Ansatz, deren Falten und deren Knochen die langsam sich von der Arbeit beschweren. Dennoch leben sie jeder für ihren Beruf.

Nachdem Tod von Oma Rosi brauchte ich Zeit, sie war die Frau, die mir so viel beigebracht hat und ohne sie und ihre Gebrechen wäre ich nie nach Saint Appeljack gezogen und das Ganze auch nicht gleich zweimal. Dennoch blieb ich und fand das, was viele sich als die Wahre Liebe vorstellen.

Ich nehme meine Tasche und steige in den Fahrstuhl, das Penthouse haben wir immer noch und Dion kommt gern her und überrascht mich. Im Gegensatz zu Cathy und Abby habe ich keinen Titel. Dion und ich haben darüber lange nachgedacht und auch die ganzen Vorteile und Nachteile durchgesprochen, aber mich reizt es nicht Königin zu sein.

Ich liebe Dion, ich stehe total drauf, wenn er diese Krone mal im Bett trägt, aber diesen Wunsch hat er mir zu meinem dreißigsten Geburtstag erfüllt. Seitdem habe ich nur noch die Erinnerung daran.

Als ich aus dem Fahrstuhl gestiegen bin, geht es zum Auto. Ich fahre meist selbst zur Arbeit oder zum Palast. Das Haus von meiner Oma habe ich behalten und wenn ich keine Lust auf das Adelige Geplänkel habe, dann ziehe ich mich dorthin zurück. Ich habe nicht alles behalten von meiner Oma, aber den Garten pflege ich und ich lege auch immer noch Gemüse und Obst ein und meine Kinder, Neffen, Nichten bekommen dann immer etwas mit, damit sie niemals den Geschmack vergessen.

Leise läuft Musik, während ich durch die Stadt fahre und lächle. Dion und ich haben lange gebraucht, um ein weiteres Kind zu bekommen und dann kam der große Tag, wo mein Bruder mich anlächelte, weil er wusste welches Geschlecht es haben wird. Er kam rein in den Thronsaal und lächelte Dion an, dieser sah ihn fragend an, weil die mitten in einer Parlamentssitzung waren. Da ging mein Bruder zu ihm und flüstere ihm etwas ins Ohr, daraufhin sah Dion meinen Bruder an und man konnte ihm die Freude nicht nehmen. Carl sah seinen Vater an und dann sagte er, dass er ein Mädchen bekommt. Carl ist aufgesprungen und eilte aus dem Thronsaal raus und kurz darauf kamen wohl die anderen Jungs aus ihren Zimmern und sahen ihren Onkel an. Das Gebrüll war wohl unüberhörbar.

Ich kam erst am Abend, aber unsere Tochter hat ihren Vater so glücklich gemacht, dass er geweint hat als er sie endlich im Arm hielt. Bei seinen Söhnen war er schon sentimental, aber bei seiner Tochter war er unglaublich glücklich. Elenora ist sein ganzer Stolz und ich habe mich genauso gefreut, dann nach etlichen Jungs in der Familie gab es endlich mal ein Mädchen und das wurde gefeiert. Meine Schwestern und Cousinen sind ausgeflippt.

Jetzt ist Elenora schon fast Neun Jahre alt und sie liebt das Reiten. Sie hat aber zu unserem Erstaunen aller ein Talent für Handwerkliches Geschick, ich bin sicher da hat mein Opa seine Finger im Spiel gehabt.

Die ganze Fahrt über denke ich an meine Familie und freue mich nach der Woche ein wenig Zeit mit ihr zu verbringen. Ich bin zwar nicht die Königin der Vampire, aber Dion behandelt mich wie eine. Ab und zu sieht er mich an und lächelt, ich weiß nie, was dieser Mann denkt, aber er überrascht mich gern.

Just a Vampire KingWo Geschichten leben. Entdecke jetzt