Oma Rosi:
Grinsend blicke ich mich im Spiegel an. Heute wird meine kleine Achtzehn Jahre alt. Ich kann es nicht glauben, nachdem sie zu Dion gezogen ist, kam sie mich jeden Tag besuchen und auch abends war sie manchmal einfach da und wir sprachen über alles möglich. Sie regte sich immer bei mir auf, wenn die Hofdamen sich für etwas Besseres gehalten haben. Ich kann sie da nur verstehen, doch jetzt sind wir hier in Portland und machen uns alle hübsch.
Audrey ist die letzte die Achtzehn wird und somit feiern wir auch gebürtig. Ihr Patenonkel ist gekommen zusammen mit seiner Familie, das letzte Mal sahen wir ihn als Audrey Sechszehn wurde. Jetzt warten sie unten und reden mit den Eltern von Tristan.
Meine Enkelinnen rennen umher, einige von Ihnen nur in Unterwäsche. Ihre Brüder und Cousins schütteln bloß den Kopf, aber Audrey ist die Einzige, die seit dem frühen Vormittag in ihrem Zimmer geblieben ist.
Ich stecke meine Haare zurück und lächle, die Brosche von Audrey glitzert an meinem Mantel und ich laufe die Treppen runter. Tristan lächelt mich an, alle Herren tragen Anzüge und die Damen haben sich schöne Kleider angezogen. Ich warte bis die Herren runterkommen. Die Brüder von Audrey tragen alle einen Anzug mit Krawatte, die Cousins ebenfalls. Oskar hat eine bestickte Weste an, die ihm Audrey zur Weihnachten geschenkt hat.
Seine Ehefrau trägt ein Smaragdgrünes Kleid mit Beinschlitz und dünnen Trägern, es wäre mir zwar für den Oktober zu kalt, aber der Mantel macht das wieder weg. Als ein Teil meiner Enkelinnen runterkommt, haben sie sich nicht weniger rausgeputzt als die anderen.
Meine Töchter haben sich ebenfalls fein gemacht, alle in Kleidern die eigentlich für den Sommer sind, aber ihre Jacken oder Mäntel lassen es dann wieder Klassische wirken. Sobald die Drillinge auch da sind, fehlt nur noch Audrey. Sie kommt kurz darauf runter, hat ein Kleid in Pastell Rose und Lila an und lächelt vor sich hin.
Wir lächeln und ihr Patenonkel nimmt sie kurz in den Arm, dann verteilen wir uns auf die Autos und fahren zur Location, wo wir Dion und seine Familie treffen werden. Der Vorteil am Oktober ist, dass es recht früh dunkel wird, somit haben wir mehr Zeit zusammen. Audrey sitzt neben mir und wirkt verträumt, kein Wunder, das Kind hat endlich die Chance die schönen Seiten im Leben zu sehen und damit ist nicht nur das Nachtleben gemeint, sondern auch die schönen Künste im Bett. Ich bin sicher sie und Dion werden eine gute Beziehung haben. Ich weiß zwar nicht, ob er das ernst mit, dass er sie so bald heiraten will, aber dann wäre es eine sehr kleine Hochzeit, den für so eine große, hätte man mehr Zeit zum Planen gebraucht.
Als wir beim Hotel halten, wo wir die Dachterrasse gemietet haben, steigen wir aus und laufen rein. Man schaut uns ziemlich blöd an, aber angeblich soll das Hotel ebenfalls Dion gehören, ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen.
Sobald wir angekommen sind, bringt man uns zu dem einzigen Tisch und wir verteilen uns den Namen entsprechend. Zwischen einigen von uns sind Stühle frei, was heißt wir sitzen nicht immer nur mit unserer Familie zusammen.
Kurz nach uns kommt Dion mit seiner Familie an, was ebenfalls ein Anblick für sich ist. Wir alle stehen auf und geben den jeweiligen die Hand. Theo lächelt und hat eine Dame neben sich, sie wirkt nervös und hält sich Krampfhaft an der Hand von Theo fest. Ich lächle sie warm an, aber sie scheint sehr schüchtern zu sein und wird sogar dezent rot.
Ich blicke neben mich, der Sohn vom Patenonkel von Audrey wirkt gar nicht mehr so glücklich, ich gehe mal davon aus, dass die beiden eine Vergangenheit haben. Audrey scheint das auch zu sehen und sie deutet mir das ich zwischen den beiden sitzen soll und ich nicke leicht.
Als wir uns alle gesetzt haben, sitzt Dion neben Audrey, was ein Bild für die Götter ist. Man mag es kaum glauben, aber Dion hat einen saftigen Dunkelblauen Anzug an und ein weißes Hemd, er wirkt zwar immer noch älter wie Audrey, aber eher wie ein Geschäftsmann, da sind seine Nichte und sein Neffe deutlich mehr Aufgestylt gekommen.
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Just a Vampire King
VampireAudrey ist die jüngste von all ihren Geschwistern. Da es ihrer Oma Rosie nicht mehr so gut geht und sie nun Hilfe benötigt, wird beschlossen das Audrey ab dem kommenden Schuljahr zu ihrer Oma zieht um ihr unter die Arme zu greifen. Das heißt Schule...
