„If you dance, I'll dance
And if you don't, I'll dance anyway
Give peace a chance
Let the fear you have fall away
I've got my eye on you
I've got my eye on youSay yes to Heaven
Say yes to me
Say yes to HeavenSay yes to me"
Say Yes To Heaven - Lana Del Rey
„Wofür?", fragte Law leise und sah in der Dunkelheit zu ihr herab. „Dass du bei mir bleibst.", flüsterte Kiara dankbar und lächelte ein wenig, auch, wenn er es nicht direkt sehen konnte. „Nicht dafür.", erwiderte er und sein Blick wurde zunehmend ein wenig weicher.
Nur kurz, als die Scheinwerfer eines vorbeifahrenden Autos an den gläsernen Hauswänden der anderen Hochhäuser aufblitzte, erkannte Kiara, dass der Schwarzhaarige zu ihr sah.
Und auch er hatte erkannt, dass die Blauhaarige zu ihm aufsah.
Nur kurz zuckte Kiaras Hand leicht, doch dann, erst zögerlich, suchte ihre Hand die seine.
Die Blauhaarige zögerte noch einmal kurz, als sie seine Haut an ihrer spürte und schon beinah schüchtern legte sie ihre Hand in seine. Doch es war Law der seine Finger schließlich mit ihren verschränkte.
Im Dunkel des Zimmers ließ Kiara ihren Blick kurz nach unten huschen, auf ihre verschränkten Finger und blickte dann wieder zurück.
Ihr Herz überschlug sich beinah.Vorsichtig löste sie ihre Finger aus seinen und fuhr sanft über die Haut auf seiner Hand, dem Handgelenk und dem Unterarm, bevor ihre Hand dort erneut ruhte. Law der bisweilen auf dem Rücken gelegen hatte, wandte sich der Blauhaarigen neben sich mehr zu und legte die Hand, die eben noch ihre Hand gehalten hatte, vorsichtig auf ihre Taille ab. Kurz darauf strich er sanft, nur mit den Fingerspitzen, über ihren Rücken nach oben und vergrub seine Hand in ihren Haaren am Hals.
Nur mit dem Daumen streichelte er dort federleicht über ihre Haut.
„Du solltest langsam schlafen.", flüsterte er nur ruhig. „Du auch.", flüsterte auch Kiara und dann war es wieder ganz ruhig.
Trotz dessen, dass Kiaras Herz immer noch wild in ihrer Brust schlug, fand sie Ruhe und schloss ihre Augen. In den Schlaf war sie schnell geglitten.Law hingegen lag noch ein paar Minuten länger wach und hing seinen Gedanken nach. Vermutlich würde sich Kiara an das hier morgen Früh gar nicht mehr erinnern und vielleicht war das auch besser so.
Vorsichtig ließ er sie los, solange er sich nicht aus den Fängen dieser kriminellen Organisation befreit hatte, hatte seine Nähe bei ihr nichts verloren. Es würde sie nur unnötig mehr verletzen, wenn sie erfuhr was Sache war.Und das würde sie, denn sie hatte darum gebeten.
Und dann würde er weiter sehen.Als Kiara einige Stunden später wieder erwachte, nahm sie einen tiefen Atemzug. Kurz sah sie sich um und musste unwillkürlich lächeln, als sie bemerkte, wo und mit wem sie sich befand. Vorsichtig drehte sie ihren Kopf, welcher auf seinem Arm lag, in Laws Richtung, immer darauf bedacht, dass er nicht aufwachte. Kurz betrachtete sie den schlafenden Schwarzhaarigen. Er erweckte in ihr den Eindruck, als ob es auf dieser Welt nichts gäbe, das ihn aus der Ruhe bringen könnte und als ob er schon lange Frieden mit sich und der Welt geschlossen hätte. Ihr fiel der leicht geöffnete Mund auf und wie tiefenentspannt seine Atemzüge ein und aus gingen. Die Blauhaarige konnte kurz nicht glauben, dass er schlecht schlief, vor allem in so einem traumhaft weichen Bett. Sie stellte sich vor, wie es wäre, jeden Tag so einzuschlafen und wieder aufzuwachen. Dabei ließ sie ihren Blick durch das Zimmer wandern. Es hatte einen minimalistischen Touch, das Bett befand sich in der Mitte der Wand, daneben zwei kleine anthrazitfarbene Nachtschränkchen mit zwei kleinen Nachtlampen. Genau gegenüber befand sich ein großer Kleiderschrank mit einem großen Spiegel daran. Der Schrank war ebenfalls anthrazitfarben und dann waren da nur noch ein schwarzer Wäschekorb und die dunklen, aber langen Vorhänge am Fenster, die das Sonnenlicht kaum durchließen. Dazu waren die Wände nur hinter dem Bett und hinter dem Kleiderschrank dunkelblau gehalten. Auf dem Boden lag nur ein großer, grauer Flauschteppich. Auf all das hatte sie bei ihrem ersten Mal hier gar nicht so genau geachtet, aber es war schön.
Doch dann kamen Kiara die Erinnerung an den letzten Abend hoch und eine unangenehme Schwere legte sich auf ihre Gedanken und Gefühle. Sie erinnerte sich an das Gespräch, das sie mit Law hatte. Er hatte gemeint, er dachte es wäre das Richtige gewesen ihr so gemeine Sachen an den Kopf zu werfen, aber wie kam er überhaupt darauf? War er überfordert gewesen oder sauer auf sie? Nachdenklich zog sie die Decke höher, das musste sie auf jeden Fall noch in Erfahrung bringen.
Dann dachte sie weiter nach und ihr wurde klar, dass sie sich nicht erinnern konnte, was danach passiert war. Nur dunkel war ihr klar, dass sie dann hier herkamen, doch einige Teile blieben ihr verborgen. Hatten sie etwa ...? Nein, das wüsste sie doch und ihr Körper fühlte sich auch nicht so an, als ob sie miteinander geschlafen hätten. Was war also passiert und wie war sie hier gelandet?
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Can't fight the moonlight
FanfictionAls Kiara hunderte Kilometer weit weg von zu Hause auf das Sabaody Archipel kommt, um zu studieren, ahnt sie nicht, was auf sie zukommt. Zwischen dem bunten Studentenleben, neuen Freundinnen und einem ziemlich interessanten Mitstudenten gerät ihr Le...