**FARAHS POV:**
"Ah, Bruder, ich check, du willst sie einfach nur flachlegen. Bruder, ich check, aber die nimmt dich Nicht. Ich hab es auch die letzten Jahre versucht—" Weiter dachte mein Kopf nicht mehr nach. Ich kam gerade nicht darauf klar, was mein bester Freund von sich gab. Wir haben so viel erlebt. Wie kann er nur?
FLASHBACK
In zwei Monaten würde ich 14 werden. Ich saß gerade im Jugendhaus mit den Mädels. Wir beschlossen gemeinsam, im Jugendhaus Cupcakes zu backen, und das taten wir auch.
„Zuckerguss sieht voll aus wie Sperma," sagte Khadija lachend.
„Spritz mir mal damit in den Mund," sagte Mishel lachend.
„Bah, disgusting," sagte Hannah lachend, während ich mir die Kochhandschuhe anzog. Ich nahm die Muffins aus dem Ofen, als mein iPhone 6 auf einmal klingelte. Es war Abdal.
Ich zog schnell die Handschuhe aus, während die Mädchen sich Zuckerguss ins Gesicht und die Haarspitzen schmierten, mit der Absicht, den Mund zu treffen.
„Salamu aleikum," sagte ich und nahm den Anruf an.
„Fa-Farah, wo bist du?" sagte Abdal mit einer komischen Tonlage, einer Tonlage, die ich seit Kindesalter nicht mehr gehört hatte. Er weinte.
„Im Jugendhaus. Alles okay?" fragte ich ihn direkt.
„Kannst du bitte zur Bank bei der Brücke kommen?" fragte er.
„Ja, ich geh los," sagte ich und legte auf.
„Wassup?" fragte Hannah mich.
„Ich muss ganz schnell los. Ich weiß nicht, ob ich später zurückkomme," sagte ich und nahm meine Sachen.
„Alles okay?" fragte Khadija mich.
„Ich weiß es nicht," sagte ich und lief direkt zur Brücke.
Mein bester Freund brauchte mich gerade, dachte ich mir, während ich durch die Siedlung sprintete. Nach einigen Minuten kam ich an und sah, wie Abdal dort saß.
„Alles okay?" fragte ich ihn direkt.
„Mein Opa ist gestorben," sagte er etwas ruhig. Abdals Opa lebte bei ihnen und war für Abdal wie ein Vater. Er weinte sich die komplette Seele an diesem Tag aus.
Und dieser Tag machte unsere Bindung, glaube ich, noch stärker als zuvor.
FLASHBACK ENDE
Ich sah, wie Safraoui ein Messer in Abdal steckte—in meinen Kindheitsfreund.
„SAFRAOUI!" schrie ich, etwas schockiert.
„Du kleiner Hurensohn," sagte Abdal, und auf einmal gingen Sirenen um uns herum los. Abdal hatte die Bullen mitgebracht. Er wollte uns, wie es aussieht, nochmal ficken, und das tat er auch. Abdal war komplett verbunden gewesen, sodass die Polizei die ganze Zeit hörte, was wir von uns gaben.
Als ich merkte, dass die Polizei kam, wusste ich genau, was zu tun war.
Ich schubste Safraoui etwas zur Seite und zog das Messer aus Abdals Bauch, woraufhin er leise aufstöhnte.
Ich hatte das blutige Messer in meiner Hand und rannte weg. Ich merkte, dass Safraoui mir hinterher rannte, während die Polizei in den Vorgarten des Jugendhauses kam.
Ich rannte mit Safraoui an meiner Seite, bis wir merkten, dass Polizisten uns verfolgten.
„DIGGA, FARAH, WAS MACHST DU DA?" schrie er verwirrt und rannte mir nur nach.
Ich spürte, wie langsam Seitenstiche meinen Körper übernahmen, aber auch, wie mein Körper komplett von Adrenalin durchflutet wurde—das Adrenalin, das mir so sehr gefehlt hatte.
Ich erreichte den Teich, der auf dem Weg zu meiner alten Schule lag. Ich setzte mich auf den Erdboden vor den Steg. Wir kamen an, und ich begann, das Messer mit Erde zu überziehen.
„FARAH, DIE IBAASH KOMMT, WAS MACHST DU DA?" schrie Safraoui zu mir, und auch wenn ich ihm nicht ins Gesicht sah, wusste ich, dass er mich wahrscheinlich wie eine Verrückte ansah.
Ich versuchte so stark wie möglich, das Messer mit der trockenen Erde zu überziehen, bis ich sah, wie Polizisten zu uns auf den Steg kamen. Als sie mich sahen, stand ich schnell mit dem Erd-Messer auf und rannte zum Wasser. Bevor einer mich fassen konnte, warf ich das Messer ins Wasser.
Ich sah die Polizisten, die mich und Safraoui aggressiv wegzogen, und mir war bewusst, warum sie jetzt noch aggressiver waren als zuvor.
Denn aufgrund meines eben durchgeführten Handelns war das Messer jetzt rein—rein von Fingerabdrücken und Spuren, die Safraoui die Tat hätten unterstellen können.
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Die eine wird Bonze, der andere bleibt Block.//Safraoui FF
FanfictionEs heißt immer: "Im Block gönnt man jedem sein Glück." Aber was ist, wenn man den Block verlässt? Gönnt man dir dann noch dein Glück? Farah verließ mit zwölf Jahren den Block und findet doch immer wieder Platz darin. Aber wie es aussieht, gefällt es...
