Ich wachte auf, mit vielen Gedanken darüber, was gestern alles geschehen ist. Ich dachte darüber nach, was passiert ist. Ich bewegte mich in Richtung Bad und nahm meinen Laptop mit, um Musik zu hören, denn mein Handy war ja jetzt weg.
Ich öffnete meinen Laptop und hörte ein paar Lieder von Pashanim, entschied mich aber dann doch, die Songs der Jungs nochmal zu hören. Ich öffnete WhatsApp, da ich die Datei, die Safraoui mir geschickt hatte, eigentlich anhören wollte. Aber WhatsApp wollte, wie es aussieht, erstmal ein Update.
Wow, wie toll. Also entschied ich mich, während das Update gemacht wird, erstmal auf Instagram #1 zu hören. Als ich Instagram öffnete, sah ich im Tab eine Nachricht. Ich klickte direkt darauf und sah, dass Safraoui mich angerufen und eine Audio-Nachricht hinterlassen hatte. Ich ließ die Audio-Nachricht abspielen.
,,Du kleine Fotze, wie machst ne Aussage? Du kleine Nutte, du ekelhafte Amk. Wie, wir nehmen dich wie Familie auf und du fickst uns alle. Alle, du kleine Nutte. Bei Gott, verpiss dich und komm nie wieder. Und wenn ich dich sehe, du kleine Fotze, du wirst gepackt, warte nur ab. Bei Gott, du bist so eine Nutte. Wie konnte ich mich in sowas Ekelhaftes verlieben?"
Er hatte sich in mich verliebt. Ich wusste, dass wir Gefühle füreinander hatten, aber das zu hören, löste irgendwie Schmetterlinge in mir aus. Bis ich realisierte, was in der Audio eigentlich gesagt wurde:
Ich bin ekelhaft in seinen Augen. Ich bin ekelig.
Ich sah mich im Spiegel an. Ich hatte gerade meine Zahnbürste im Mund, aber als ich mich ansah, merkte ich, wie ich begann zu weinen. Ich weinte aufgrund des stechenden Schmerzes in meinem Herzen. Er findet mich eklig. Er will mich nicht mehr. Der Junge, in den ich mich verliebt habe, will mich nicht.
„Farah, ich muss kacken, komm jetzt raus!" kam von Huda, die wie eine Verrückte an der Tür klopfte und mir dadurch einen Reality Check gab. Ich wusch schnell mein Gesicht ab, nahm meinen Laptop und verließ das Bad.
„Kannst jetzt," sagte ich nur und verließ das Bad. Ich bewegte mich in mein Zimmer, warf mich in mein Bett und weinte in mein Kissen. Ich weinte und weinte, bis ich irgendwann wieder normal atmen konnte.
„Ich brauche jetzt meine besten Freundinnen," dachte ich mir und öffnete meinen Laptop, um auf WhatsApp zu gehen, was endlich geupdatet war. Ich ging auf unsere Gruppe, doch sah eine Nachricht, die alles nur schlimmer machte:
Farah, wir checken das. Bronze und so macht aber dich nicht anders als wir und du bist trotzdem vom Block, bla bla bla.
Digga, wir haben dich immer als eine von uns gesehen, und jetzt machst du sowas? Lak, schämst du dich nicht? Der Block ist eine Familie. Wie kannst du nur? Wir haben dich als Familienmitglied gesehen, und du machst eine Aussage? Like, bitch, the fuck.
Das stand in der Gruppe, und dann sah ich, dass Hannah und Khadija die Gruppe verließen. Ich las mir die Nachricht nochmal durch, während Safraouis Stimme in meinem Kopf sagte:
„Wie konnte ich mich in sowas Ekelhaftes verlieben?"
Ich kann das alles nicht mehr.
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Die eine wird Bonze, der andere bleibt Block.//Safraoui FF
FanficEs heißt immer: "Im Block gönnt man jedem sein Glück." Aber was ist, wenn man den Block verlässt? Gönnt man dir dann noch dein Glück? Farah verließ mit zwölf Jahren den Block und findet doch immer wieder Platz darin. Aber wie es aussieht, gefällt es...
