Morgen kommen die letzten 3 Kapitel dieses Buches:)
Cole POV
Ralf stockte, als er uns sah, aber versuchte sich nichts anmerken zu lassen. "Ist dir eigentlich bewusst, was du mit deiner Ignoranz angerichtet hast?", kam ich direkt zum Punkt. Ich hatte für sehr vieles Verständnis und Geduld, aber das war hier aufgebraucht. Er wusste um Milas Situation und sowohl Grandma, wie auch wir haben im Vorfeld mit ihm darüber gesprochen, dass er keine Waffen mitbringen soll, welchem er zugestimmt hatte.
Ralf hat sich trotzdem bewusst dafür entschieden im Garten zu schießen, ohne Mila oder uns Vorzuwarnen und damit wohlwissend ihre Panikattacke ausgelöst. Das war ein Verhalten, welches ich nicht nachvollziehen konnte.
"Ihr kennt mich. Waffen sind mein Leben. Wenn einer von euch ein Problem damit hat, bleibt einfach weg", erwiderte er schulterzuckend. "Wären wir, hättest du uns nicht zugesichert, dass du deine Waffen zu Hause lässt", antwortete Jake. Wie so oft, waren wir auch hier einer Meinung. Rein rechtlich gesehen, hatte Ralf nichts verbotenes gemacht. Moralisch gesehen, war seine Aktion allerdings mehr als fragwürdig.
"Ich habe mich eben unentschieden, was ist dabei?", er strotzte nur so vor Arroganz. Ich war etwas verwundert über sein Verhalten, da er eigentlich nicht diese Art von Mensch war, der keine Rücksicht auf andere nimmt und arrogant und ignorant durchs Leben geht. "Du weißt um Milas Situation und wir haben dir erklärt, warum wir sie vor genau solchen Situationen fern halten wollen. Sie war noch nicht so weit. Kannst du dir eigentlich ansatzweise vorstellen, was sie durchgemacht hat und wie schwer es in den letzten Wochen war? Ist dir bewusst, was du gerade in ihr ausgelöst hast und wie sehr das Einfluss auf ihren Heilungsprozess haben kann?", fragend sah ich Ralf an.
Ich hatte absolut kein Verständnis für sein Verhalten und das sollte er auch wissen. Trotz allem blieb ich ruhig und sachlich, auch wenn ich schon etwas wütend war. Es brachte nichts laut und emotional zu werden, wobei ich ebenfalls daran zweifelte, das Ralf, egal wie wir uns mit ihm unterhielten, viel Einsicht zeigen würde.
"Mag sein, dass es schwer für sie war, aber das ist nicht mein Problem. Wenn Mila das nicht kann, müsst ihr eben mit ihr zuhause bleiben", erwiderte er schulterzuckend. "Und sie zuhause einsperren?", fragte nun auch Alex kopfschüttelnd, was Ralf mit einem ernsten "ja", beantwortete.
"Und ich dachte immer, dass unser Dad scheiße ist, aber im Vergleich zu dir schneidet er gar nicht mehr so schlecht ab. Gottseidank hat es bei euch nicht funktioniert mit dem Kinder kriegen", sagte Dylan, während vom Garten in den Flur gelaufen kam.
"Dylan", ermahnte ihn Jake sofort. Ralf und seine Ex-Frau hatten lange versucht Kinder zu kriegen, aber ihr Wunsch blieb unerfüllt, bis sie sich schließlich haben scheiden lassen. Es war kein Geheimnis, dass diese Thema ein sehr wunder Punkt bei Ralf war und es war nicht okay von Dylan so persönlich zu werden.
"Freundchen", drohend hob Ralf die Hand und wollte auf Dylan zulaufen, jedoch hielt ich ihn auf: "lass ihn in Ruhe".
"Komm, schlag mich doch. Hast heute ja nicht eh schon genug angerichtet", provierte Dylan ihn weiter. Er fand mal wieder den Punkt zum Aufhören nicht. "Hey, es reicht jetzt", ermahnte ihn Jake erneut.
"Aber er hat doch Recht. Der ist Schuld das Mila die Panikattacke hatte, aber Mila muss jetzt wieder lernen damit zu leben. Der ist Schuld aber muss keine Konsequenzen dafür tragen", mischte sich nun auch Luke ein. "Es reicht jetzt Jungs", Jake sah die Zwillinge ernst an.
"Los, wir gehen ebenfalls nach Hause", sagte Alex an die Zwillinge gerichtet, bevor sie etwas erwiderten konnten. "Aber", begann Dylan zu protestieren, aber Alex unterbrach ihn: "keine Diskussion. Auf geht's". Er nahm die Zwillinge und schob sie an Ralf vorbei, als Dylan leise, aber dennoch hörbar sagte: "vielleicht wäre es besser gewesenen, wenn der Versuch dich zu kriegen auch gescheitert wäre".
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Big Brothers 8
AventuraDer 8. Teil von Big Brothers. Beginnt am besten bei Teil 4, alles andere davor ist sehr schlecht geschrieben.
