Vielen, vielen lieben Dank an euch da draußen! Ich bin echt überwältigt von den ganzen lieben und positiven Kommentaren!!! Es bedeutet mir sehr viel, dass alles zu lesen und gibt mir Motivation, vielleicht doch noch ein weiteres Buch zu schreiben.
Danke euch!! 🤍
Mila POV
Hände legten sich um meinen Kopf und drehten ihn gerade hin. Ich sah in Luke's Augen. Sie waren voller Angst und total überfordert.
Plötzlich spürte ich, wie meine Hand von meinem Bauch entfernt wurde. Etwas wurde fest auf meinen Bauch gedrückt. Zum ersten Mal durchfuhr mich ein heftiger Schmerz. Ich wimmerte.
Ich versuchte mich zu bewegten, aber mein Körper war wie aus Blei. Es tat weh. Mein Bauch tat weh.
Ich sah in Luke's Augen. Die Geräusche um mich herum wurden wieder lauter. Ich konnte hektische Stimmen hören. Der Feueralarm. Aber keine Schüsse mehr. War es vorbei?
Ein erneuter Schmerz in meinem Bauch ließ mich zusammen Zucken. Ich wollte meinen Kopf heben, aber Luke drückte mich sanft wieder auf den brennend, heißen Asphalt. "Es wird alles gut" hörte ich seine leise Stimme. Wird es das?
Tränen flossen aus meinen Augen. Wird wieder alles gut? So sah es nicht aus. Der Schmerz wurde von Sekunde zu Sekunde intensiver. Aber nicht nur mein Bauch. Auch auf meinen Unterarm wurde schmerzhaft Druck ausgeübt. Ich spürte viele verschiedene Hände, die sich an meinem Körper zu schaffen machten. Was machen sie mit mir? Ich wurde unruhig. Ich will das alles nicht, jedoch hatte ich keine Kraft mich zu wehren.
"Hey Kiddo", ein weibliches Gesicht tauchte über mir auf, "ich bin Lina. Du bist verletzt, aber das bekommen wir wieder hin. Wir werden dich gleich auf eine Trage heben und schnellstmöglich ins Krankenhaus bringen. Bleib einfach ruhig liegen und lass uns die Arbeit machen". Nein, ich will das alles nicht. Ich kann nicht.
Ich hatte keine Kontrolle mehr. Keine Kontrolle, was mit mir passiert. Ich wollte etwas sagen, wollte mich wehren, aber ich konnte nicht. Alles was so schwer.
Ich spürte wie mehrere Hände sich um mich legten. Ich wurde hochgehoben und auf etwas weicherem wieder abgelegt. Jemand griff nach meiner Hand. Ich versuchte zu verstehen, was gerade passierte.
Es war so viel. So viele Stimmen. So viele Menschen. Schmerzen.
Das warme Blut über meinem Körper. Was passiert hier? Ich wurde über den Boden geschoben und fand mich kurz darauf in einem Rettungswagen wieder. Panisch sah ich zu Luke, der meine Hand hob und mich überfordert ansah. Die Frau von gerade drückte mir eine Maske auf mein Gesicht. Ich wollte sie entfernen, aber ich war wie gefangen in meinem eignen Körper.
Ich bekam immer mehr Angst. Vor allem als der Krankenwagen sich zu bewegen begann. Ich hörte die Sirenen auf dem Dach. Das kann alles nicht sein. Ich will das nicht.
"Okay Kiddo. Ich kann mir vorstellen, dass du ziemlich Angst hast. Wir fahren gerade ins Krankenhaus. Wenn wir dort sind, kommst du in einen separaten Raum. Dort werden viele nette Menschen sein, die sich um dich kümmern werden. Sie werden ihr Bestes geben, um dich wieder gesund zu machen. Dein Job dabei ist, so ruhig wie möglich zu bleiben und deine Angst beiseite zu schieben".
Nein, ich kann das nicht. Ich will hier raus. Warum muss ausgerechnet mir das passieren? Ich kann das alles nicht. Ich kniff meine Augen zusammen. Aus Schmerz und aus Angst.
Ich blinzelte. Es fühlte an, als würden Stunden vergehen, während ich meine Augen geschlossen hatte. Meine Sicht verschwamm immer wieder. Alles war so komisch. Ich war bei mir, aber gleichzeig auch nicht. Ich verlor jegliches Zeitgefühl.
Ich hörte wie Luke mit der Frau sprach, aber ich konnte nichts verstehen. Ich kann das nicht. Es ist einfach alles zu viel. Überfordert drückte ich Luke's Hand, als der Rettungswagen zum Stehen kam.
Ich hörte wie sich die Türen öffneten und spürte, wie sich die Liege bewegte. Meine Angst stieg ins Unermessliche. Ich hatte keine Kontrolle mehr. Ich konnte mich nicht wehren. Sie machen mit mir, was sie wollen.
Heulend öffnete ich die Augen. Ich wurde in ein Gebäude geschoben. Mehrere Menschen in Arztkittel traten in mein Blickfeld. Ich hörte verschiedene Stimmen. Heulend lag ich regungslos auf der Trage. Plötzlich lies Luke meine Hand los. Nein, ich kann das nicht alleine.
Ich ließ meinen Kopf zur Seite fallen und sah zu Luke. Er sah mir völlig überfordert hinterher. Jake stand vor ihm und redete auf ihn ein.
Jake. Er ist hier.
Bin ich bei ihm im Krankenhaus? Erneut wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Es ging alles so schnell. Ich wurde in einen hellen Raum gebracht. Mehrere Menschen versammelten sich um mich. Ich hatte so Angst. Panisch starrte ich mit Tränen in den Augen in die helle Lampe, die von der Decke ragte.
Ich spürte mehrere Hände auf meinem Körper. Mein Bauch, es tat so weh. Ich hatte Angst. Es war alles zu viel.
Plötzlich berührte mich eine sanfte Hand, die meinen Kopf zur Seite drehte. Es war Jake. Er strich mir sanft meine Haare aus meinem verheulten Gesicht, "kannst du mich verstehen Prinzessin?". Ich nickte.
Jake griff nach meiner Hand, "okay, höre mir zu mein Schatz. Versuche dich bitte zu beruhigend. Ich gebe dir Bescheid, bevor jemand etwas macht, was dir weh tut. Ich weiß das du Angst und schmerzen hast, aber du kannst das. Vertraute mir. Die Ärzte haben sich gerade deine Schusswunde am Bauch und an deinem Arm angesehen. Als Nächstes bringen wir dich in einen extra Raum. Dort steht eine Art Maschine mit der wir feststellen können, wo genau die Kugeln liegen und was sie alles verletzt haben. Das gibt uns Aufschluss über die Schwere deiner Verletzung. Das dauert 23 Sekunden und ist absolut schmerzfrei, versprochen".
Noch während mein Bruder das sagte, wurde ich bereits aus dem Raum geschoben. Ängstlich drücke ich seine Hand. Ich will das alles nicht. Es war alles so verwirrend und ging so schnell. Ich wurde unter eine weiße Maschine gefahren, die mit brummen begann.
Was passiert hier? Es fiel mir schwer das Geschehen um mich herum wahr zu nehmen. Es war alles zu viel. Heulend lag ich da, gefangen in meinem Blei schweren Körper. Jake hielt die ganze Zeit meine Hand. Meine Schmerzen wurden schlimmer und schlimmer.
Ich halte das nicht mehr aus. Im Augenwinkel sah ich wie sich mehrere Ärzte neben mir versammelten und auf einen Bildschirm an der Wand starrten. Es dauerte nicht lange bis sich Jake mir zu widmete, "okay Prinzessin. Du musst operiert werden. Die Kugel in deinem Bauch hat innere Blutungen verursacht. Diese müssen gestoppt werden und die Kugeln müssen entfernt werden. Das hört sich schlimmer an, als es ist. Du musst mir vertrauen mein Schatz, wir bekommen das wieder hin".
Nein, ich will und kann das nicht. Während ich in meinen Tränen und meiner Angst versank, wurde ich bereits wieder aus dem Raum geschoben. Es war alles zu viel. Ich war so mit mir selber beschäftigt, das ich nicht mehr viel mitbekam, von dem was um mich herum passierte.
Jake hielt die ganze Zeit meine Hand, bis wir irgendwann wieder zum Stehen kamen. "Okay mein Schatz, du wirst gleich ziemlich müde. Nicht dagegen ankämpfen, es ist alles gut", langsam öffnet ich meine Augen. Ich lag in einem völlig weißen, leeren Raum.
Meine Tränen liefen seitlich mein Gesicht runter. Jake drückte mir eine andere Maske auf mein Gesicht. Ich wollte mich wehren, aber mein Körper ließ es nicht zu. Ich wollte hier weg, aber ich spürte wie ich immer ruhiger wurde.
Mein Herzschlag verlangsamte sich. Meine Atmung wurde ruhiger. Meine Augenlieder immer schwerer. Saft strich Jake mir durch meine Haare, als mir die Augen zu fielen und ich das Bewusstsein verlor...
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Big Brothers 8
AvventuraDer 8. Teil von Big Brothers. Beginnt am besten bei Teil 4, alles andere davor ist sehr schlecht geschrieben.
