Vor letztes Kaptitel !!!!!!! ICH BIN SO AUFGEREGT AHHH
Harry
Als ich am nächsten Morgen aufwache, überkommt mich ein unwohles Gefühl. Auf meiner Brust kleben getrocknete Tränen von Raven und ihre dünnen Arme sind fest um meinen Körper geschlungen.
Irgendetwas ist nicht in Ordnung und ich weiß nicht, was es ist.
Letzte Nacht war ... deprimierend. Ich hatte das Gefühl, dass Kummer zwischen uns herrschte und ich wusste einfach nicht wieso. Ich wusste nur, dass ich für sie da sein und ihr sagen musste, wie sehr ich sie liebe.
Vorsichtig lege ich ihren Körper von meinem, um aufzustehen. Und heute werde ich mein Versprechen halten. Ich werde heute bei ihr sein, da geht nichts dran vorbei.
Leise ziehe ich mir meine Klamotten an, sehe ein letztes Mal zu Raven, die noch schlafend im Bett liegt. Ihr Mund leicht geöffnet, ein leises Schnarchen kommt heraus, die Haare verteilt auf dem Kissen, auf dem sie liegt.
Sie ist wunderschön. Wieso wollte sie letzte Nacht wissen, ob ich sie liebe? Ich würde sie immer lieben, jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde. Nachher werde ich sie darauf ansprechen. Ich mag es nicht, sie so zu sehen, egal was passiert ist.
Ich beuge mich leicht über das Bett, küsse ein letztes Mal ihre Stirn, flüstere ihr zu, dass ich sie liebe.
Und das tue ich.
Ich fahre mit einem dröhnenden Kopf auf die Arbeit. Irgendetwas in mir brodelt. Momentan kommt wieder so viel auf einmal. Die Sache mit Tammy lässt mich los, bringt mich zur Weißglut und jetzt auch noch Raven. Ich habe das Gefühl, dass es Zeiten gibt, die sind perfekt und dann kommt alles ganz plötzlich. Als wollte es mich erschlagen, mich auf die Knie zwingen.
Ich grüße Stacy Sunshine heute nicht an der Rezeption. Ihre Stimme würde meine Stimmung wahrscheinlich noch tiefer auf den Grund drücken. Und das ist fast unmöglich.
Ich lasse meine Tasche auf die Couch in meinem Büro fallen und setze mich in den Bürostuhl, lehne mich weit nach hinten, atme tief ein, schließe die Augen. Ich kann das alles nicht mehr sehen.
Ich will nach Hause zu Raven. Ich will sie nicht mit ihrer Belastung allein lassen.
Noch bevor ich Raven eine Nachricht schreiben kann, in der ich ihr sage, wie sehr ich sie liebe und vermisse, öffnet sich die Tür zu meinem Büro und eine traurige Angie kommt herein.
„Angie, was ist los?", frage ich sie, als sie meinen Pullover auf den Schreibtisch legt und ich schicke schnell die Nachricht ab.
Sie setzt sich seufzend auf die Couch. „André", sagt sie deprimiert. „Er hat Schluss gemacht."
Ich schürze die Lippen. André war einer ihrer vielen Versuche eine ordentliche Beziehung zu starten. Alle haben sie bisher abblitzen lassen.
„Na ja, was heißt Schluss gemacht." Angie stemmt ihren Kopf in ihre Hände. „Er hat uns ja nicht mal eine Chance gegeben."
Ich stehe auf und setze mich neben sie, streiche ihr tröstend über den Rücken. „Das macht doch nichts. Wenn André dich nicht will, dann will dich jemand besseres."
Sie vergräbt ihr Gesicht immer mehr in ihren Händen. „Ach, das stimmt doch gar nicht. Es ist einfach aussichtlos ... Ich bin zu ..."
„Zu was?"
Sie richtet sich mehr, sieht auf ihre Finger. „Zu sehr Ich ... Irgendwie. Irgendwie kann ich es ja auch nachvollziehen."
Ich runzle die Stirn. „Angie, versinkst du jetzt etwa in Selbstmitleid? Es würden dich tausende Männer nehmen. Du musst nur den Richtigen finden."
Mit den Schultern zuckend, sagt sie: „Anscheinend will mich keiner."
„Natürlich. Du musst warten. Vielleicht kennst du den Richtigen ja auch schon, manchmal sind sie genau vor deiner Nase." Ich versuche sie noch immer mit Steven zu verkuppeln.
Jetzt sieht sie mich an. Etwas blitzt in ihren Augen auf. „Meinst du?"
Ich zucke mit einer Achsel und lächle. „Natürlich. Ich meine, du bist hübsch und außerdem erfolgreiche Assistentin von Black Poe. Wer würde nicht so jemanden wollen?"
„Du findest mich hübsch?"
„Ja. Aber wie gesagt, vielleicht ist der richtige genau vor deiner Nase. So jemand wie –"
„Du."
Ich verschlucke mich und zucke etwas zurück. „Was?"
Angie grinst und kommt mir ein Stück näher. „Jemand wie du. Du bist genau vor meiner Nase."
Ich rutsche etwas von ihr weg und lache leicht auf. „Nein, nicht ich. Ich meinte eigentlich Steven."
„Steven?", lacht sie auf, kommt mir immer näher, sodass ich schon an die Lehne, der Couch gedrückt bin. „Steven hat mir noch nie gesagt, dass er mich hübsch findet. Ich wusste schon die ganze Zeit, dass du der Richtige bist." Sie kommt mir mit ihrem Kopf näher.
Ich versuche mich immer weiter von ihr weg zu beugen. Das ist verdammt unheimlich. Was zur Hölle ist gerade mit ihr los? Sie scheint wie ausgewechselt.
„Angie, ich bin ganz bestimmt nicht der Richtige", sage ich gepresst und will gerade aufstehen, als sie sich breitbeinig auf meinen Schoß setzt.
Was zum Fick geht hier ab?
Sie lächelt nur zu mir herab. „Doch, das bist du. Ich wusste es von der ersten Sekunde, in der ich dich gesehen habe." Selbstsicher zieht sie sich einfach ihren Pullover über den Kopf und sitzt nur noch in Jeans und BH auf mir.
„Angie, lass das." Ich versuche aufzustehen, doch sie drückt mich wieder auf die Couch. Ich bin so perplex, ich kann mich kaum bewegen. „Ich bin mit Raven zusammen!"
„Für die kleine Ravely bist du aber nicht der Richtige", säuselt sie gegen meine Halsbeuge und küsst mich dort. Ihre Finger wandern zu ihrem Rücken zu ihrem BH.
Ich kann mich kein Stück bewegen. Mit aufgerissenen Augen und viel zu schnellem Puls starre ich sie an. „W-Was –"
„Pscht." Sie legt ihren Finger auf meine Lippen und lässt ihren BH von ihren Schultern gleiten, lächelt mich an.
Das ist nicht Angie. Das ist definitiv nicht Angie.
Ihr BH fliegt neben sie und sie präsentiert mir ihre blanken Brüste. Sie nimmt meine Hand und drückt sie auf ihre Brust, stöhnt dann leicht auf.
Ach du Scheiße. Was zum ... ?
Sie beugt sich zu mir herunter, nähert sich meinem Ohr. „Schlaf mit mir, Harry. Hier und jetzt."
Doch noch bevor ich sie von mir schmeißen kann, höre ich ein leises Knallen.
Ich schrecke auf und sehe zur Tür.
Raven.
Mit aufgerissenen, blutunterlaufenen Augen, eine kleine Tüte liegt neben ihren Füßen.
DU LIEST GERADE
Lives Collide 2
Fanfiction"Er bildete ein schöneres Zuhause für sie, als das Haus in dem sie lebte." Dann ging ihre Geschichte weiter. Mehr Geheimnisse, mehr Kummer, mehr Liebe als je zuvor. Werden sie es schaffen glücklich zu sein, wenn sie auseinander gerissen werden? wr...
