Kapitel 129 - Idiotá

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Übrigens will ich mal Danke an alle sagen, die jetzt noch fleißig im ersten Teil Voten!!! Es sind mitterweile schon mehr als 200 neue Votes zusammengekommen & das ist einfach Wahnsinn! ICh danke euch, danke, danke, danke!

Raven

 Ein leises Knacken an der Tür holt mich aus meinen Schlaf.

Verwirrt öffne ich widerwillig die Augen und sehe durch die Dunkelheit in Richtung Tür.

Etwas knallt wieder an die Tür. Und dann wieder.

Es hört sich an, als würde jemand versuchen die Tür aufzuschließen, trifft aber das Schlüsselloch nicht.

Natürlich. Harry.

Augenrollend hieve ich mich aus dem Bett und tapse durch das große Zimmer zur Tür.

„Drecksshit!", höre ich ihn leise durch die Tür fluche.

Ich öffne die Tür und sofort fällt Harry kniend ins Zimmer.

Er muss schon lange vor der Tür rumgelungert haben, wenn er sich schon hinknien musste.

„Na, du Säufer", sage ich zu ihm und stemme eine Hand in die Hüfte, betrachte ihn, wie er mit dem Gesicht zum Boden liegt.

Harry dennoch grummelt einfach nur etwas Unverständliches vor sich hin und bewegt sich kein Stück. Er ist betrunkener, als ich dachte.

„Los, beweg dich, sonst kann ich die Tür nicht schließen", sage ich belustigt und stumpe ihn leicht mit der Türkante an.

Er grummelt wieder etwas und rollt sich dann einfach mit geschlossenen Augen zur Seite. Jetzt liegt er auf dem Rücken, alle viere von sich gestreckt.

Kichernd schließe ich die Tür. „Willst du aufstehen oder hier auf dem Boden schlafen?"

Er seufzt erschöpft, hat die Augen immer noch geschlossen. „Auf – stehen."

„Dann auf." Ich gehe wieder auf das große Bett zu und mache das Licht an, damit er auch nicht über irgendetwas stolpert. Wie zum Beispiel ein Luftzug.

„Kl-Klaro", lallt er und versucht sich entschlossen hochzuhieven. „Ich s-stehe!", sagt er glücklich und versucht sich auf den Füßen zu halten.

Ich lache. „Glückwunsch! Und jetzt musst du nur noch ein paar Schritte laufen!"

 „Das ist kein P-Problem." Er konzentriert sich auf einen Fleck und stolpert zu mir ins Bett, lässt sich erleichtert in die Decke fallen. Zufrieden stöhnt er nochmal in die Decke und vergräbt lächelnd sein Gesicht darin.

Schmunzelnd setze ich mich im Schneidersetz neben ihn und streiche ihm die Locken aus dem Gesicht. „Ich nehme mal an, dein Abend war gut. Oder viel mehr deine Nacht. Wir haben vier Uhr morgens, Baby."

„Ja", sagt er einfach nur. Er ist offensichtlich müde.

„Wenn du schlafen möchtest, dann solltest du besser deine Klamotten ausziehen oder dich wenigstens richtig hinlegen. So habe ich nämlich keinen Zentimeter Platz zum schlafen."

Harry jedoch reagiert nicht und döst einfach weiter vor sich hin.

Idiotá.

„Hey, nur weil du betrunken bist, heißt das nicht, dass du machen kannst was du willst", sage ich und stehe auf. Mit voller Kraft haue ich ihm auf den Po. „Beweg dich endlich, du Fettarsch!"

Widerwillig stützt er sich wieder auf, streift sich den Mantel von den Schultern, lässt ihn einfach auf den Boden fallen.

Ich lege seinen Mantel ordentlich auf einen Stuhl, während er sich über dem Bett liegend die Hose aufmacht. Er fuchtelt ständig dran rum und versucht alles, jedoch gibt er es nach kurzen Momenten wieder auf und lässt seine Hände einfach neben sich fallen.

Lives Collide 2 Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt