Ich fügle mich jetzt irgendwie viel verbundener mit euch, wenn ich so viele Fakten von mir preis gegeben habe und auch noch ein Bild gepostet habe. :D
Raven
Zayn und ich laufen nach unseren Vorlesungen über den Campus zu seinem Auto.
Ich hätte mir wirklich noch eine Jacke mitnehmen sollen, denn es wird von Tag zu Tag kälter. Mittlerweile reicht kaum noch ein dicker Pullover.
„Schicke Jacke, Schwuchtel!", ruft ein Kerl mit blauer Collegejacke zu uns rüber und lacht dann mit seiner Gruppe von Neandertalern in den selben Collegejacken.
Ich sehe Zayn verwirrt an, doch er scheint diese Typen einfach ausblenden zu können. „Hast du das gehört?"
Er zuckt nur den Schultern und sieht weiter geradeaus. „Die sind mir egal. Die rufen mir ständig irgendwelche Dinge hinterher."
Ich runzle die Stirn. „Was? Und das lässt du denen durchgehen? Die haben dich Schwuchtel genannt."
„Ravely." Er sieht mich an. „Es ist wirklich egal. Wenn ich ständig darauf hören würde, was diese Vollidioten von sich geben, wäre ich schon längst depressiv." Zayn sieht wieder gerade aus und grinst. „Und ich bin zu cool, um depressiv zu werden."
Ich lächle. „Das stimmt. Diese Idioten sind es sowieso nicht wert. Man muss nicht viel Grips haben, um Sport zu studieren."
„Na ja, einer von denen, Ashton, studiert Geschichte. Er ist intelligenter als man denkt ..." Sein Blick senkt sich.
„Welcher von denen ist es?"
„Der, der gerufen hat." Zayn klingt ganz und gar nicht mehr belustigt.
Ich merke, dass ihn irgendetwas zu bedrücken scheint, deshalb werde ich es einfach so im Raum stehen lassen. Vielleicht war Zayn mal in ihn verliebt oder irgendetwas in der Art, ich weiß es nicht. Ich würde ihn gerne fragen, aber wenn er wollen würde, dass ich es weiß, würde er es mir von allein erzählen, deshalb bin ich still.
Als Zayn mich zu BPE gefahren hat, verabschiede ich mich von ihm mit einem Kuss auf die Wange und betrete das riesige Gebäude. Es ist so mächtig, es könnte einen fast einschüchtern. Kaum zu glauben, dass mein Freund hier arbeitet.
Ich gehe zur Rezeption, an der eine blonde Sekretärin mit Brille sitzt. Zum Glück sieht sie freundlich aus. „Hallo", grüße ich sie nett. „Können Sie mir sagen, wie ich zu Harry Styles komme?"
Sie nimmt ihren Blick von dem Computer und betrachtet mich über ihre Brille. Jetzt wirkt sie nicht mehr so freundlich. Eher arrogant. „Was wollen Sie denn von ihm?"
„Na ja, ich bin seine Freundin."
Jetzt hebt sie fast unglaubwürdig ihre Brauen und betrachtet mich noch eindringlicher.
Habe ich etwas an mir, dass mich irgendwie unsympathisch wirken lässt?
„Sie können ihn auch einfach anrufen, wie wäre das?", sagt sie.
Baff von ihrer Ausdrucksart, erstarre ich. „Ähm, ich wollte ihn eigentlich in seinem Büro überraschen, wenn das in Ordnung ist." Werde bloß nicht unfreundlich, Raven. Sei besser als sie.
Die Frau, auf dessen Nummernschild ich jetzt ‚Ms. Sunshine' entziffern kann, verdreht seufzend ihre Augen und wendet sich wieder an ihren Computer. „Flur 2, Büro 7."
Ich lächle provokant. „Danke sehr. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag."
Dafür, dass sie Sunshine heißt, hat sie sich eher wie eine Gewitterwolke verhalten. Wenn sie sich bei jedem Besucher so verhält, würde es mich nicht wundern, wenn Black Poe sie bald rausschmeißt.
Schließlich komme ich vor Harry's Büro an und klopfe an der Tür.
Von drinnen kommt ein Herein und ich öffne die Tür breit grinsend. „Hey, Ba – " Ich stocke.
Angie ist bei ihm. Nett. Und sie sitzt auch noch an seinem Schreibtischstuhl, während er daneben steht und sich zu ihr beugt.
„O, hey", grüßt Harry mich lächelnd und kommt auf mich zu, um mich zu küssen. „Was machst du denn hier?"
Ich runzle die Stirn. „Wir wollten zusammen Mittagessen gehen, schon vergessen?"
Kurz scheint er verwirrt zu sein. Dann hält er sich die Hand an die Stirn.
„Du hast es vergessen", stelle ich fest.
Er sieht mich schuldbewusst an und reibt sich über die Stirn. „Tut mir wirklich leid. Ich hatte den ganzen Tag so viel zu tun und da habe ich es einfach total verplant. Ich war vorhin schon mit Angie essen."
O. Wow. Wow, danke, Harry. So viel zu Ich verspreche es.
„Aber ich kann trotzdem mit dir kommen", fügt er noch schnell hinzu und nimmt sich schon den Mantel vom Jackenständer.
„Nein, ist schon in Ordnung. Dann werde ich einfach Zuhause essen ..." Ich drehe mich zur Tür und versuche mir die Enttäuschung nicht ansehen zu lassen. „Ich habe sowieso nicht so viel Hunger. Wir sehen uns dann ... heute Abend oder so, okay?"
Harry mustert mich kurz und nickt dann. „Okay." Kurz herrscht Stille, dann sagt er noch: „Soll ich dich nach Hause fahren? Ich denke, dass Zayn schon weg sein wird."
Ich schüttle trübselig den Kopf. „Nein, ich werde laufen ... Ich wollte sowieso noch etwas einkaufen gehen."
Er schürzt die Lippen. „Willst du dann wenigstens meine Jacke? Es ist sehr kalt und du trägst nur einen Pullover."
Ich spüre ganz klar Angie's Blick auf uns.
Wieder schüttle ich den Kopf. „Schon okay, wirklich. So kalt ist es nicht ... Ich werde gehen." Ich versuche zu lächeln.
Harry lächelt jetzt ebenfalls wieder und küsst mich. „Okay. Ich komme heute nicht so spät nach Hause, versprochen."
Am liebsten würde ich ihm sagen, dass er schon mal etwas versprochen hat, aber ich lächle ihm wieder nur zu und nicke.
Dann verschwinde ich auch schon.
War ja fast klar, dass er es vergisst. Er hat so viel Arbeit und so viel um die Ohren, wie konnte ich denken, dass da noch Platz für mich ist? Für Angie ist natürlich Platz. Schließlich springt sie den ganzen Tag in seiner Nähe umher, himmelt ihn am besten ständig an und sagt ihm, wie falsch es ist, dass ich nicht mit ihm zusammen wohnen möchte. Dass ich es mir ja nicht erlauben könnte, finanziell unabhängig sein zu wollen und nicht dankbar genug für all das bin. Und das ich gemein bin.
Blöde Kuh.
Ich mag sie nicht, absolut nicht. Kann Harry nicht mit einer vierzig Jährigen übergewichtigen Frau arbeiten? Es muss natürlich die tolle Angie sein, die auch noch total toll malen kann und Harry super Portraits von ihm malt.
Welche Arbeitskollegin malt Portraits von ihrem Kollegen?
Ich klemme irgendwo zwischen wütend und deprimiert. Aber ich würde sagen, dass ich mehr deprimiert, als wütend bin. Ja, wütend möchte ich gerade nicht sein, denn das würde alles nur schlimmer machen. Ich will mich nicht wieder mit Harry streiten, denn momentan läuft es sehr gut zwischen uns, das möchte ich nicht kaputt machen.
Natürlich war ich nicht einkaufen, ich wollte Harry nur nicht von seiner Arbeit abbringen, indem er mich nach Hause fährt.
Ich schmeiße meine Tasche in die Ecke des Flures, als ich in dem Apartment ankomme und durchwühle den Kühlschrank nach etwas Essbarem. Eigentlich wäre ich wirklich gerne essen gegangen.
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Lives Collide 2
Fanfiction"Er bildete ein schöneres Zuhause für sie, als das Haus in dem sie lebte." Dann ging ihre Geschichte weiter. Mehr Geheimnisse, mehr Kummer, mehr Liebe als je zuvor. Werden sie es schaffen glücklich zu sein, wenn sie auseinander gerissen werden? wr...
