Question: Ich habe noch ein paar andere unvollendete Bücher. Welches von denen soll ich während Collide weiter schreiben? Also welches findet ihr bisher am ineressantesten? :)
Western Styles
Mentality
Psychos
Ich will nämlich noch eins schreiben, bin mir aber unsicher. Schaut mal rein.
Raven
„Ein letzter Versuch!", bettle ich Harry an. „Diesmal treffe ich, diesmal wirklich!"
Er stöhnt frustriert auf und positioniert sich zum zigsten Mal heute einen Meter von mir entfernt auf der Picknickdecke. „Das ist deine letzte Chance. Du verschwendest all unsere Trauben."
„Ja ja, jetzt konzentrier dich, Mund auf." Mit einem Auge zugekniffen und der Zunge konzentriert ausgestreckt, peile ich Harry's offenen Mund an.
Ich hole aus und ... treffe volles Rohr Harry's Auge. Die Traube fliegt zwei Meter neben uns in die Wiese und wird sofort von einem Hund gefressen, von der Familie etwas weiter von uns Weg.
Harry sieht mich strafend an, hält sich die Hand über das getroffene Auge und ich muss kichern.
„Die Familie wird es dir danken, wenn der Hund denen alles vollkotzt, weil er zu viele Trauben gegessen hat", sagt er und sieht sehnsüchtig auf die Traube, die gerade von dem Hund zermalmt wird.
„Wir könnten es noch mal versuchen."
„Kannst du knicken." Er nimmt die Dose mit den Trauben und legt sie von mir weg neben sich. „Du bist grausam in diesem Spiel." Dann rutscht er wieder in die Mitte der Decke und ich lege meinen Kopf breit grinsend in seinen Schoß. Seine Hand hat er noch immer über seinem Auge.
„Alles gut mit deinem Auge?"
„Ja ja."
„Na zum Glück. Reichst du mir mal eben die Dose?"
„Nein."
„Hallo?"
„Schluss heute mit Trauben. Hier die kannst du essen." Er legt mir die Dose mit den Erdbeeren auf den Bauch.
Schmunzelnd öffne ich sie und stecke mir eine Beere in den Mund. „Zicke."
„Du meinst wohl eher gerecht." Er nimmt sich eine Traube aus der Dose und isst sie.
Ich seufze glücklich und sehe nach links zu all den Leuten, die um uns herum sind. Wir liegen auf einem höheren kleinen Berg und können perfekt über den Central Park blicken. Die Sonne scheint auf uns und natürlich können wir die Hochhäuser der Skyline im Hintergrund sehen.
So hatte ich mir das vorgestellt, wenn wir in New York sind. Ich hatte mich schon auf das erste Picknick mit Harry im Central Park gefreut, denn mit ihm wird es nie langweilig. Ab und zu synchronisiert er die Leute, die hier sind und dann bekomme ich mich nicht mehr ein vor Lachen. Ich liebe es, dass alles was er sagt entweder lustig oder unglaublich interessant ist. Ich könnte ihm den ganzen Tag zuhören.
„Was machst du so am Wochenende?", frage ich Harry, als ich ihm eine Erdbeere hinhalte, damit er sie essen kann.
Er isst sie und sagt: „Ich weiß noch nicht. Steven hat etwas von einem Club erzählt, sonst nur arbeiten und packen. Sonntagabend fliege ich schon nach San Franzisko."
„Weißt du, dass ich dich echt dafür beneide, dass du ständig durch Amerika fliegen darfst?"
„An sich ist es cool, aber die ganzen Flüge sind beschissen. Ich werde mich, glaube ich, nie daran gewöhnen. Und außerdem habe ich selten etwas von den verschiedenen Staaten. Ich bin ständig nur am Termine wahrnehmen und arbeiten."
„Tja, dafür erstellst du aber auch einen Bestseller."
Zwischen Harry's Brauen bildet sich mit einem Mal eine nachdenkliche Falte. „Sag mal, wieso hast du Steven eigentlich nicht erzählt, dass du Schriftsteller werden willst?"
Sofort bereue ich es, dass ich das Thema Buch angesprochen habe. Ich wusste, dass Harry mich bald darauf ansprechen würde, da wäre ich wahrscheinlich nie drum herum gekommen.
„Keine Ahnung", sage ich zögerlich und lege die Erdbeeren neben mich, starre in den Himmel. „Ich habe es einfach nicht gesagt."
Jetzt betrachtet er mich skeptisch. „Und was war das mit diesem Scheiß von wegen du willst in einem Verlag arbeiten? Habe ich irgendwas verpasst, seit ich in New York wohne?"
„Ich – Ähm, weiß nicht. Gut möglich, dass ich darüber nachgedacht habe."
„Wieso? Bist du nicht auf die ZOS gegangen, um dir deinen Lebenstraum vom Schriftsteller zu erfüllen?"
„Können wir darüber nicht wann anders reden?"
„Nein, um ehrlich zu sein, würde ich jetzt gerne darüber reden."
Ich seufze. „Das ist kompliziert."
„Dann erkläre es mir."
„Da gibt es nicht viel zu erklären. Meine Ziele haben sich eben verändert über die Monate."
„Du willst ernsthaft in einem beschissenen Büro sitzen? Das passt nicht zu dir."
„Das verstehst du nicht."
Harry denkt schweigend nach, die Falte zwischen seinen Brauen bleibt noch immer bestehend. Dann sagt er: „Ist es wegen mir?"
Jetzt runzle ich die Stirn. „Wie meinst du das?"
„Ich meine damit, dass du eventuell denkst, dass du Angst hast, es nie dorthin zu schaffen, wo ich bin."
„Nein", sage ich schnell, obwohl das es fast den perfekten Punkt trifft. „Nein, das ist es nicht."
Nachdenklich spitzt Harry die Lippen und sieht weiterhin über den Park. „Wieso arbeitest du denn nicht mehr daran? Ich meine, du weißt, dass nur wenn du schreibst, du besser werden kannst. Und wenn du dich auf das College konzentrierst, dann ist es noch hilfreicher."
Ich schweige. Ich will wirklich nicht darüber reden. Momentan habe ich schon genug Dinge, die meinen Kopf belasten. Kann ich mich nicht erst mal auf den Umzug konzentrieren? Außerdem habe ich noch drei Jahre, bis ich mich explizit auf einen Beruf festlegen muss, das hat alles noch Zeit.
„Oder ich könnte etwas von dir mit zu Black Poe nehmen. Vielleicht finden sie dich ja gut", redet Harry weiter. „Du könntest genauso wie ich durch die Staaten fliegen und Karriere machen. Du musst nur – "
„Harry, kannst du bitte aufhören?", unterbreche ich ihn mit etwas zu bissigem Unterton und nehme meinen Kopf von seinem Schoß. „Es ist nun mal so und ich möchte mich momentan auch nicht damit befassen. Falls du es noch nicht gemerkt hast, treffe ich momentan eine lebensverändernde Entscheidung, indem ich nach Amerika ziehe. Das belastet mich schon genug." Mit angezogenen Knien setze ich mich mit etwas Abstand neben ihn und starre auf den Park.
Harry sieht zu mir. „ ... Tut mir leid, ich wollte dich nicht belasten." Er sieht wieder nach vorne. „Es wundert mich nur, dass du das Schreiben so einfach aufgeben kannst. Ich könnte das nicht."
Du bist ja auch tausend mal besser als ich.
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Lives Collide 2
Fiksi Penggemar"Er bildete ein schöneres Zuhause für sie, als das Haus in dem sie lebte." Dann ging ihre Geschichte weiter. Mehr Geheimnisse, mehr Kummer, mehr Liebe als je zuvor. Werden sie es schaffen glücklich zu sein, wenn sie auseinander gerissen werden? wr...
