Love, Sex and Magic, yeah.
Raven
Ich lasse am nächsten Tag den Unterricht ausfallen, denn Harry wird Montagabend in London ankommen und ich habe mir viel vorgenommen für den Montag.
Montagmorgen fahre ich mit Cate in die Mall, um mir neue Klamotten zu kaufen. Und auch Unterwäsche. Normalerweise sind meine BH's und Unterhosen recht langweilig, sie variieren zwischen schwarz und weiß, doch heute nicht. Ich möchte Harry beeindrucken und ihm zeigen, was er vermisst, wenn er in New York ist.
Also probiere ich die verschiedensten Arten von BH's an. Rot, gelb, lila, gepunktet, gestreift. Doch letzten Endes entscheiden Cate und ich uns für einen roten der mit Spitze verziert ist.
Sie will mich ständig dazu überreden Strapse für Harry zu kaufen, doch das wäre mir noch zu unangenehm. Ich will nicht, dass er denkt, ich hätte irgendwelche seltsamen Fetische.
Und natürlich gönnen Cate und ich uns zwei Stunden in einem Kosmetiksaloon. Sie lässt sich Nägel aufkleben und ich lasse mir meine nur ordentlich zurecht feilen. Dazu noch Gesichtsmasken und die Haare lasse ich mir auch gleich schneiden. Sie sind jetzt stufiger und ich habe an den Spitzen kleine, helle Akzente färben lassen. Es gefällt mir wirklich sehr gut und ich hoffe, dass es Harry auch gefällt.
„Wollen wir heute Abend dann eigentlich zu Claver's?", fragt Cate, als wir gerade - nach Blumen duftend - zum Campus fahren.
„Ich weiß nicht." Ich verstaue meine Tüten auf dem Rücksitz. „Ich glaube, Harry und ich verbringen den Abend erst mal allein."
Sie grinst wissend. „Schon klar. Die Unterwäsche soll ja nicht umsonst gewesen sein."
Ich grinse ebenfalls nur, dann seufze ich glücklich. „Ich kann es kaum erwarten, bis er da ist. Kannst du mich nachher zu seinem Auto fahren, damit ich ihn am Flughafen abholen kann?"
„Ja, klar. Aber vorher ziehst du dich erst im Zimmer um. Am besten die neue Jeans, in der sieht dein Arsch Bombe aus."
Um acht Uhr dreiunddreißig stehe ich nervös am Flughafen und warte, bis Harry endlich zwischen den ganzen Leuten auftaucht, die gerade aus Gate 3 kommen.
Mein Herz pocht unheimlich und mir ist die Vorfreude deutlich anzusehen. Selbst die Fahrt in Harry's Range Rover hat mich schon unheimlich glücklich gemacht. Es riecht dort immer nach Jasmin, Moschus und ihm. Und gleich kann ich nur ihn riechen.
Ungeduldig stelle ich mich auf die Zehenspitzen und versuche über die vielen Leute sehen zu können, um vielleicht eine Harrylocke zu entdecken.
Und dann sehe ich ihn.
Mein Puls schlägt bis ins Unermessliche und mein Lächeln wird immer breiter.
Er läuft zwischen den ganzen Leuten und lässt seinen Blick suchend durch die Halle schweifen. Er sieht so gut aus, dass ich jeden Moment in Ohnmacht fallen könnte.
Ich gehe schnellen Schrittes auf ihn zu, stolpere fast über einen Koffer, dann entdeckt er mich.
Sein Lächeln. O, wie ich es vermisst habe.
Ich fange an zu rennen und er lässt seine Tasche auf den Boden fallen und breitet seine Arme aus.
Bis ich bei ihm ankomme, stehen mir schon wieder fast die Tränen in den Augen. Dann springe ich ihn an und klammere meine Beine um seine Hüfte.
Es fühlt sich so unheimlich gut an, endlich wieder seinen Körper an meinem zu spüren, seinen Duft zu riechen und seine Wärme an mir zu haben.
„Ich habe dich so vermisst", nuschle ich in seine Halsbeuge, während er mich fest an sich presst, meine Beine noch immer um seinen Körper.
„Ich dich auch, Baby", haucht er und presst seine große Hand fester an meinen Rücken, damit wir uns noch näher sind. „Ich dich auch."
Ich umfasse sein Gesicht und küsse ihn. Ich küsse ihn tausend mal und mit all dieser Sehnsucht, die ich all die Tage in mir gespürt habe. „Ich liebe dich", sage ich zwischen den ganzen Küssen. „Ich liebe dich so sehr."
„Und ich liebe dich", sagt er und presst mich wieder fest an sich. „Gott, wie du mir gefehlt hast."
Jemand hinter uns räuspert sich.
Ich sehe über Harry's Schulter zu einer dunkelhäutigen stämmigen Frau, die ihre Arme verschränkt hat und uns mit erhobener Braue beobachtet. Sie trägt eine Securityuniform.
Auch Harry dreht sich jetzt um und ich sehe wieder in die andere Richtung.
„Ich bitte sie ihre Zuneigung nicht am Flughafen auszuleben, denn die Leute könnten gestört werden. Würde das gehen?", sagt die Frau mit bissigem Unterton.
Ich spüre Harry's Brust vibrieren, weil er lacht. „Natürlich. Wir wollten nicht für Erregung öffentlichem Ärgernisses sorgen, Mám."
Wie ich seine wundervollen Sprüche vermisst habe.
Harry lässt mich runter und ich drehe mich um und sehe die Frau abdampfen, dann muss ich kichern und greife nach seiner Hand. „Lass uns gehen. Ich bin mit deinem Auto da."
Er nickt und zieht sich wieder seine Tasche über die Schulter. Liebevoll legt er seinen Arm um meine Schulter und drückt mich fest an sich, während wir nach draußen laufen. „Der Flug war übrigens weltklasse, falls es dich interessiert."
Ich grinse zu ihm hinauf. „Das wäre meine erste Frage gewesen."
Lächelnd sieht er zu mir hinab und küsst dann meinen Kopf. „Wir müssen gleich unbedingt etwas essen. Das Essen an Bord war grausam."
„Bist du nicht in der ersten Klasse geflogen?"
„Nein."
„Warum?"
„Weil du mich traumatisiert hast, indem du mir vorgezeigt hast, wie übel dein Gesicht in der ersten Klasse wegbrennen kann."
Ich kichere, wie ein verliebter Volltrottel und fühle mich nicht schlecht deswegen. „Tut mir Leid."
„Das sollte es dir auch."
Am Auto angekommen schmeißt Harry seine Tasche auf den Rücksitz und setzt sich auf die Fahrerseite. Sein Auto, er darf fahren.
„Schön, endlich wieder in einem ordentlichen Auto – Was wird das?", fragt Harry, als ich über die Mittelkonsole auf seinen Schoß klettere.
„Was glaubst du denn?", frage ich und setze mich breitbeinig auf seinen Schoß. Ich fange an seinen Hals zu küssen und öffne den ersten Knopf seines Hemdes.
Harry lacht, wehrt sich jedoch nicht. „Baby, willst du nicht lieber warten, bis wir bei mir sind? Wir sind hier auf einem Parkplatz."
„Das ist mir egal." Sein Hemd ist komplett offen und ich streiche total angetörnt von seinem Körper und sogar seinem grausamen Schmetterlingstattoo auf seiner Brust über seine Muskeln. Dann ziehe ich mir mein Shirt über den Kopf und präsentiere ihm gleichzeitig meinen neuen BH. „Es ist schon dunkel, uns wird niemand sehen."
Harry's Augen werden größer, als er auf meine Brüste starrt und ich spüre, wie sich etwas unter mir tut. „Ist der neu?", keucht er.
Ich grinse und nicke triumphierend. Dann fange ich wieder an seinen Hals bis runter zu seiner Brust zu küssen und reibe immer mehr mit meinem Schritt über seinen.
Mit schwerem Atem sagt Harry: „Du warst auch beim Friseur, nicht wahr?" Dabei zwirbelt er eine Haarsträhne von mir zwischen seinen Fingern.
Ich nicke gegen seinen Hals und öffne seinen Gürtel gleichzeitig.
„Es sieht wirklich gut aus."
„Jetzt halt die Klappe", sage ich und richte mich wieder ein wenig auf um meine Arm hinter seinem Nacken zu verschränken. „Ich würde jetzt gerne unheimlich gerne mit dir schlafen und wenn du währenddessen über meine Haare redest, trägt das nicht wirklich dazu bei."
Er grinst breit und präsentiert mir seine Grübchen. „Überredet."
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Lives Collide 2
Fanfiction"Er bildete ein schöneres Zuhause für sie, als das Haus in dem sie lebte." Dann ging ihre Geschichte weiter. Mehr Geheimnisse, mehr Kummer, mehr Liebe als je zuvor. Werden sie es schaffen glücklich zu sein, wenn sie auseinander gerissen werden? wr...
