Ich stürzte in die Lobby und setzte mich komplett fertig auf eins der Sofas. Ich vergoss bitterlich viele Tränen. Ben war ein Arschloch. Wir hatten uns natürlich schon mal gestritten, aber so hatte ich ihn noch nie erlebt. Klar bin ich verletzt. Ich werde ihm das definitiv nicht verzeihen. Der konnte in England versauern und an Fish&Chips verrecken.
Ich weinte immer noch, als ich eine Präsens vor mir bemerkte. Ich lugte vorsichtig zwischen meinen Fingern durch. 2 Beine waren vor mir. Sie waren dünn und lang, etwas zu bleich für Miami oder Amerika allgemein. Sie glichen denen von Elfen. Ich hob meinen Kopf und sah zu einem Mädchen hinauf. Oder eher zu ihrem Bauch. Sie war schwanger ihr roséfarbendes Kleid wölbte sich stark und gerade so sah ich ihr nicht unter den Rock.
Sie lächelte leicht zu mir herunter. »Darf ich mich zu dir setzten?« Sie hatte einen starken Akzent, der mich an den meines verstorbenen Opas erinnerte, den irischen. »Klar!« Das Mädchen setzte sich stöhnend neben mich. »Ist alles okay?« Besorgt sah sie mich an. »Jaja, nur mein Bauch. Gott, hätte ich gewusst, dass ich so fett werde, wäre ich nicht schwanger geworden!«
Sie rieb sich den Bauch und atmete tief ein und aus. »Mein Name ist Sommer. Deiner?« »Rose.« Ich sah sie verwundert an. Was machte sie denn neben mir? »Schön, Rosen sind meine Lieblingsblumen im Sommer. Aber sie sind eigentlich immer fröhlich. Warum diese nicht?« Sie legte ihren Kopf schräg und blinzelte leicht. »Ist nicht so wichtig.« Ich wollte mit niemandem darüber reden. »Du musst es mir nicht erzählen, aber du kannst mir vertrauen. Ich schweige wie ein Grab. Kannst meinen Mann fragen, ich habe nicht ein Geheimnis von ihm erzählt und ich kenne ihn seit dem Kindergarten. Da sind also eine Menge Geheimnisse.« Sie zwinkerte mir.
»Ich habe mich mit meinem besten Freund« mir kamen diese Worte noch nie so schwer über die Lippen« gestritten. Kannst du dir vorstellen, dass er mich als Schlampe bezeichnet hat! Nur weil ich von einem One Night Stand schwanger geworden bin.« Jetzt verschwand meine Trauer und die Wut machte sich in mir breit. »Was ist denn das für ein Mistkerl?« Sommer konnte mich anscheinend verstehen. »Das habe ich mir auch gedacht, vor allem lädt er einen Freund ein und zieht dann so eine Show ab.« Sommer sah mich verständnisvoll an. »Vielleicht war er in dich verliebt und hatte ein Problem damit?« »Und damit kommt er dann 2 Jahre später an.« Sommer lachte kurz auf und nickte. »Da hast du recht«sagte sie und schmunzelte. «Ich meine, also naja, vielleicht hat er das recht sauer zusein, weil sein Freund, der Vater meiner Kinder ist, aber ich wusste ja nicht das die beiden befreundet sind. Ich hatte ja auch zu dem Vater nie Kontakt, was ich nicht ein bisschen bereue! Trotzdem gibt ihm das kein Recht mich als Schlampe zu bezeichnen!« Aufgebracht setzte ich mich gerade hin. Das kann ja nicht an gehen. Sommer sah mich erstaunt an. »Wow, ich wollte jetzt nicht deine Mordlust erwecken. Ich mag braune Augen, aber ich mag diesen Glitzern in ihnen nicht. Weder bei meinem Mann noch bei dir.« Sie setzte sich gerade hin und hatte etwas ängstliches an sich. »Gott nein, ich wollte dir keine Angst machen. Ben macht mich nur so verdammt wütend!« »Ben Doncaster?« »Ja...« Sommers Augen weiteten sich. »Sein Freund heißt nicht ganz zu fällig Francesco?« Ich nickte und sie legte mir eine Hand auf den Arm. »Ob du es glaubst oder nicht, aber wir werden uns ganz bald wieder sehen.« Sie machte den Anschein auf zu stehen. »Warte ich helfe dir! Ich weiß wie schwer das ist!«
Ich stellte mich vor sie und hielt ihr meine Hände hin. Als sie stand, bemerkte ich wie klein sie war. Sie ging mir gerade so bis zum Kinn und sie trug schon High Heels. Die Dinger hätte ich niemals während meiner Schwangerschaft angezogen. »Ja ich weiß, ich bin klein.« Belustigt sah sie mich an. Ich fühlte mich ertappt und starte auf meine Füße. »Rose darf ich dich zum Abschied umarmen?« Ich nickte kurz, dann schloss sie mich in ihre Arme. Ich drückte sie auch, aber vorsichtiger, da ich ihr nicht weh tun wollte. Sommer trat einen Schritt zurück und sah mich durch ihre eisblauen Augen an. Ihre braunen Locken umarmten ihr Gesicht und sie lächelte leicht. Sie hatte eine echt hellen Hauttyp und dünne Arme und Beine. Ihr Bauch wirkte fiel zu groß für ihren Körper. Sie glich einer Elfe. Das leicht rosane Kleid ließ sie noch ein bisschen heller wirken. Sie drehte sich zum gehen. »Machs gut Rose, man sieht sich!« Dann lief sie in die große Lobby.
Ich sah ihr hinterher. »Anscheinend hast du Lena, Liam's Schnuffi, bereits kennen gelernt.«, meinte jemand hinter mir. Eine tiefe, männliche Stimme. Adam. Er müsste ein paar Meter hinter mit stehen. Ich drehte mich langsam um. Adam stand da und hatte seine Hände in den Hosentaschen. »Ihr Name ist Sommer! Und wer ist Liam?« Amüsiert sah Adam mich an. »Die kleine Irin da Vorne, ist die Frau von Liam's Hemswoth. Ihr Name ist Lena , aber sie sagt immer, sie heißt Sommer. Verrücktes Ding.« »Liam Hemswoth ist doch mit Miley Cyrus liiert.« »Reine PR. Lena kennt er seit dem Kindergarten. 10 Jahre Beziehung mit 25.« Adam kam zu mir und frage»Soll ich dich nach Hause fahren?« Mein Kopf meinte, ich sollte lieber in einen weißen Van von einem fetten Kerl steigen, als in Adams Auto, aber mein Mund war schneller. »Ja bitte.« Anscheinend war Adam mit dieser Antwort zufrieden, denn seine Mundwinkel zucken kurz nach oben. »Vergess deinen Mantel nicht!«rief er mir zu bevor er Richtung Aufzug verschwand. Verwundert sah ich auf meinen schwarzen Mantel und griff danach, aber meine Reaktions war etwas langsam. Ich konnte Adam gerade so erkennen, wie er in den Fahrstuhl ein stieg. »Fuck!«fluchte ich und rannte los.
Ich rannte ihm hinter her. Ich hatte kein gutes Gefühl. Meine Koordination war ja mal richtig schlecht, denn 1 Minute später bei Adam angekommen, war ich total aus der Puste. Ich musste mir unterdrücken, nicht gleich mich auf meine Knie zu stützen. »Wo... oh Gott Luft! Willst du... Atmen Rose... Hin!« Mir blieb die Luft weg. Scheiße warum war ich nicht noch ein halbes Jahr länger im Fitnessstudio geblieben. »In die Tiefgarage. Dann zu dir, aber wie es aussieht, sollten wir eher ein Krankenwagen auf suchen.« Belustig sah mich Adam an.»Ach Halts Maul!« brachte ich hervor, kurz nachdem mich schwer atmend an die Kabinenwand anlehnte. Wir schwiegen die restliche Fahrt nach unten, bis wir unten ankamen. Ich stöckelte Adam hinter her und wir bleiben an einem schwarzen Ferrari stehen. »Geht's noch ein bisschen protziger!«bemerkte ich und sah Adam angeekelt an. Ein Toyota oder so reichte doch um Längen. »In dieser Welt ist das noch billig. Du kannst ja mal das Auto von Kylie Jenner sehen. Svarowski Steine rund ums Lenkrad.« Er lief ums Auto herum und öffnete eine Beifahrertür. »Einsteigen!« In seiner Stimme schwang Arroganz mit. Ich ließ ein Tzz aus und stieg ein. Er knallte die Tür zu und saß Sekunden später neben mir.
»Kannst du mal kurz ins Handschuhwach greifen?« Adam sah konzentriert auf die Ausfahrt. »Äh okay...« Ich beugte mich nach vorne und öffnete die kleine schwarze Tür. Erstmal sah es ganz normal aus. »Was soll ich raus holen?« »Siehst du die schwarze Lederschachtel? Ja? Öffne sie und gib mir den Inhalt!« Ich tat wie mir befohlen und holte sie hervor. Ich öffnete zwei Verschlüsse, dann klappte die Schachtel auf. Mein Herz blieb stehen. Ich merkte wie mir sämtliches Blut aus dem Gesicht wich, das eine Hände anfingen zu schwitzen und meine Kelle komplett trocken wurde. Ich brachte ein leises Wimmern hervor. »Rose, hast du noch nie eine Waffe gesehen?« Ich schüttelte leicht meinen Kopf. Mit dem Gedanken, dass Adam mich umbringen wollte, warf ich die Schachtel und ihren Inhalt auf den Boden. Adam sah mich entsetzt an.
Kurz danach hörte man einen Knall. Der Wagen drehte sich um 90 Grad und blieb stehen. «Egal was jetzt passiert, steig auf keinen Fall aus! « sagte Adam bevor er sich die Waffe griff und ausstieg.
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Romance*updates kommen nur, weil ich die Rechtschreibung korrigiere* Nach einem betrunken One Night Stand bemerkt Rose, dass sie schwanger ist. Die einzigen Details, die sie über den Vater hat, sind sein Geruch, seine Augen und sein Namen. Adam... Einige...
