»Rose Sterling? Ist das Ihr Name?« »Ja.« »Und das sind Lele und Mikosch Sterling? Ihre Kinder?« »Ja.« »Gut, einmal nach hinten rechts durch gehen, da werden sie dann wieder auf ihren Mann treffen. Schönen Aufenthalt Ihnen!« Freundlich lächelte der Sicherheitsbeamte und hielt mir meinen Pass und den der Kinder hin. Adam hatte es tatsächlich geschafft. Niemand hatte Verdacht, geschöpft, weder in Amerika, Miami noch in Europa, Italien. Keiner hatte die gefälschten Pässe beachtet oder erkannt. Das einzigste bei dem ich mir zu 100% sicher war, war dass ich in Italien war. Ich wusste nicht wo ich mich befand, aber hatte nicht vor zu Adam zu gehen.
Ich nickte noch kurz dem Sicherheitsbeamten zu, dann lief ich den Gang entlang. Mikosch und Lele liefen neben mir her und quengelten schon seit wir wieder gelandet waren. Adam hatte ihnen während des Fluges Spielsachen geschenkt, unter anderem 2 Teddys, die die beiden nicht mehr loslassen wollten. Ein ziemlich geschickter Schachzug, denn so bauten die beiden Vertrauen zu ihm auf.
Ich wurde immer langsamer und bleib irgendwann stehen. Ich sah zur ersten Tür. Rechts zu Adam. Nein!
Links in die große Empfangshalle. Vielleicht könnte ich mit den Kindern in der Menge untertauchen, aber soweit ich das auf Adams Laptop gesehen hatte, war mein Gesicht überall zu sehen und auch wie Lele aussah. Mir war bewusst, dass da draußen überall Paparazzo waren. Trotzdem wollte ich weg.
Ich hob erst Lele, dann Mikosch hoch. Ich nahm ihnen, die Teddybären weg und legte sie in den Gang neben eine Mülltonne, dann lief ich vorsichtig um die Ecke und rannte zur linken Tür. Kaum war sie hinter mir zugefallen, hörte ich jemanden schreien. In Pumps und mit Kindern auf dem Arm war es nicht einfach einen Sprint hin zulegen, aber war ich einmal in Bewegung würde mich nichts zum Stehen bringen. Ich sah in den Augenwinkeln immer mehr Männer hinter mir her laufen. Sie joggten, liefen oder gingen alle in eine Richtung, in meine. Ich versuchte mir einen Weg durch die Masse zu bahnen, aber sie wurde immer dichter, bis ich nur noch ging. Ich merkte wie Mikosch und Lele weinten und die Männer immer näher kamen. Ich wollte weiter rennen, aber da kam ein Sicherheitsbeamter geradewegs auf mich zu. »Stehen bleiben, Fräulein!« Schrie er, aber ich dachte gar nicht dran und lief immer weiter ziellos in die Masse hinein. Ich schaute einmal nach oben und da entdeckte ich Adam, der ein Stockwerk über mir, auf meiner Höhe, rannte und irgendwas an seinen Ärmel sprach. Jetzt wurde etwas durch gesagt; erst auf Italienisch, dann auf Englisch und dann auf Französisch. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt meine Kinder nicht fallen zulassen und irgendwo den Ausgang zu erreichen.
Die Damentoilette war in Sicht und ich sah darin ein gutes Versteck. Ich sah mich noch einmal um, dann rannte ich in die Richtung und wollte gerade die Tür öffnen, als sie von innen geöffnet wurde und 4 Frauen total hysterisch heraus rannten. Ich stolperte zu Seite. Bevor ich auf dem Boden auf kam, hielt mich jemand an der Hüfte fest. »Na, so sieht man sich wieder!« George hatte mich aufgefangen und nahm mir jetzt meine Kinder ab, die nicht daran dachten auf seinem Arm zu bleiben. Sie fanden sich in seinem Arm und wollten wieder zu mir, doch ich konnte sie nicht auf den Arm nehmen, weil ich mit roher Gewalt zu Boden gedrückt wurde. Ein Mann, ich schätzte von Mitte 40, hatte ein Knie auf meinem Rücken und hielt mit einer Hand meine Hände auf dem Rücken, mit der der anderen Hand drückte er meinen Kopf nach unten. Ich schrie und versuchte mich zu bewegen, aber bei jeder Bewegung grub sich sein Knie weiter in meinen Rücken und Lele und Mikosch wurden bei meinem Gekreische panisch.
»Lasst sie los. Ich kann sie doch nicht komplett zerzaust vor die Kameras lassen.«, stöhnte eine bekannte Stimme genervt hinter mir. Was machte Mandy hier? Ich wurde unsanft von dem Boden gehoben und dann mit Handschellen sicher gemacht. Mandys Augen weiteten sich, als sie mich sah. »Was machst du denn hier?«, schrak sie auf und sah mich total verwirrt an. »Kann ich dich genauso fragen?«, antwortete ich und hätte ihr am liebsten ins Gesicht gespukt. Fasst hätte ich sie nicht wieder erkannt. Sie hatte eine neue Nase und wasserstoffblonde Haare. Ihre Lippen waren knallrot, ihre Augen dunkel geschminkt und hätte ich es nicht besser gewusst, würde ich denken, dass sie in einem Porno mitspielt. Sie kam mir immer näher bis sie mich fast berührte. Ihr Geruch war unerträglich und ich musste husten. Sie berührte mein Gesicht und sagte» Er hat dich ausgewählt. Meine kleine Rose.« Nun liefen ihr Tränen über die Wange. Sie trat 2 Schritte zurück, atmete tief ein und aus und pfiff kurz. Ein Mädchen vielleicht 15 trat mit einem Koffer um die Ecke. Sie stellte ihn neben Mandy ab und sah sie abwartend an. »Dove e Adam, Adriane?« »Ich bin hier!« Schlecht gelaunt trat Adam um die Ecke und hatte hinter sich bestimmt 20 Männer. »Mach sie fertig. Wird's bald!«, schrie er Mandy an. Diese machte aber gar keine Anstalt sich zu bewegen. »Adam, warum hast du es gewagt Rose auch nur anzufassen? Ich hatte gesagt alle nur nicht sie!« »Das kann dir doch scheiß egal sein, oder? Wenn du sie nicht fertig machst, bist du schneller tot, als du gucken kannst!«. »Arschloch!«, flüsterte Mandy zeigte, dann Richtung Damenklo und da wurde ich dann auch hinein geführt. Lele und Mikosch sah ich nur kurz, bevor mich der Mann, der mich auf den Boden festgehalten hatte, hinein schupste und die Tür zuflog.
Mandy nahm mein Gesicht in ihre Hände und drehte es in verschiedene Winkel. »Immer noch keine Unreinheiten und diese Nase göttlich! Also an sich kannst du auch so raus gehen, aber deine Haare! Gepflegt hast du die auch nicht mehr oder?« »Ja, wie kann ich nur meine Haare nicht pflegen, mit 2 KLEINKINDERN!« Jetzt wurde ich wütend. Ich hatte keine Ahnung was das hier alles sollte. Warum Mandy hier war und Adam kannte, warum ich jetzt in Italien war und warum ich überhaupt mit ihm mit gegangen war. Ich wollte nur zurück zu meinen Kinder, aber der Wunsch würde mir wohl erstmal verwehrt bleiben.
Mandy beachtete mich nicht weiter und packte den Hinhalt des Koffers aus. Ich atmete genervt aus und ließ alles über mich ergehen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit schaute mich Mandy zufrieden an. »So sieht eine selbstsichere Mutter aus.« Für den Satz hätte ich ihr am liebsten eine gescheuert, aber mit Handschellen ging das sehr schlecht. »Jetzt musst du nur ein bisschen netter schauen und dich werden die Fotographen lieben.«,meinte Mandy und sah mich zu frieden durch den Spiegel an. »Let the Show begin!«, lachte sie und öffnete uns die Tür. Zuerst ging sie heraus, dann folgte ich ihr, mit meinem netten Anhängsel.
Adam stand mit Lele und Mikosch auf dem Arm vor ziemlich vielen bewaffneten Männern. »So gefährlich bin ich doch gar nicht, dass du extra Verstärkung holen müsstest, oder?«, grinste ich frech. Im Moment war mir alles scheiß egal. Meine ehemals beste Freundin hatte Stimmungsschwankungen, meine Kinder sahen halbwegs glücklich aus und mit jeder falschen Bewegung würde ich vermutlich sterben. »Die sind auch nicht wegen dir hier, Rose! Sondern wegen deinem Begleiter.« Seelenruhig lächelte Adam den Mann hinter mir an. »Nur weil du Mandys Verlobter bist und der Vater ihres Babys, hast du keinen Welpenschutz! Männer zeigt ihm Manieren!« Dann wurde erst Mandy und dann ich zu Seite geschleudert und in die Arme von Mickey und George geschubst und schlussendlich weg getragen. Mandy schrie laut auf, als der erste Mann meinen Begleiter ins Damenbad zog und 5 weitere ihm folgten. Der Rest stand vor der Tür. »4 sichern diese Tür, 5 den Eingang zu den Toiletten, die anderen begleiten uns bis zum Auto. 2 kommen mit mir und den Frauen und Kindern mit. 3 mit dem Boss und der Rest sichert den Weg zur Residenz. Francesco hat da ja was angekündigt.«, gab George Befehle und löste meine Handschellen. George verließ sich anscheinend auf meine Vernunft und ließ mich kurz los, aber ich hatte keine mehr.
Mit dem Gedanken, dass nur eine Kugel mich umbringen würde, rannte ich zu Adam. Ich erreichte ihn auch, aber wurde direkt abgefangen. »Lele! Mikosch!« schrie ich, nachdem mich einer dieser Gorilla am Arm wieder weg ziehen wollte. »Lass sie los! Sie will zu unseren Kindern!« Schon ein bisschen dankbar, rannte ich zurück zu ihnen.
Beide weinten wieder. Tränen rollten über ihre Wangen, sie wollten zu mir. Ich strich beiden über die Wangen und drückte meinen Babys Küsschen auf. »Alles ist wieder gut. Mama hat sich nur erschreckt«, flüsterte ich ihnen zu. Lele umarmte mich so gut das ging und Mikosch weinte immer noch. »Ich muss Mikosch auf den Arm nehmen, sonst hört er nicht auf!« »Rose, dann machst du dich aber wieder vom Acker!« »Adam, bitte ich schwöre auf das Leben meiner Kinder, das ich nicht weg laufen werde!« »Unsere Kinder!« knurrte er aggressiv, meinte dann aber»Meinetwegen. Männer versucht sie nur einmal sich von mir zu entfernen, erschießt ihr ohne Umschweife die Kinder, verstanden!«, sagte Adam und übergab mir Mikosch, der auch gleich ruhiger wurde. Adams Drohung saß, denn mir brach das Herz allein bei dem Gedanke, dass beide tot vor mir lagen. »Du kannst doch nicht deine Kinder umbringen!«, quietschte ich. »Ich kann noch ganz andere Dinge, meine Hübsche.«, lehnte er sich zu mir vor. In dem Moment war ich froh, dass Lele und ihr Bruder nicht alles verstanden.
»Wir gehen!«, meinte George und gab Mikosch wieder zu Adam. Er packte mich grob am Arm und zerrte mich nach draußen. Kaum sahen wir den ersten Mensch, ließ George mich los und Adam tauchte an meiner Seite auf. »Der Befehl gilt immer noch!«, flüsterte er. »Halt dich an mir fest! Sonst bedrängen dich diese Fotografen und du tust dir noch weh.«, hörte ich Adam sagen. Ich sah nur ganz kurz die Blitze der Kameras um mich rum, dann presste ich mich gezwungener Maßen hinter Adam und ich schaltete ab.
Im negativen Sinne.
Mir fehlte Sauerstoff, ich hatte das letzte Mal was über England getrunken, im Flugzeug , und meine Nerven machten den Stress nicht mehr mit. In meinem Blickfeld flackerten Pünktchen auf, ein Kribbeln durchfuhr meinen Körper, von der Kopfhaut bis zu den Fußspitzen, dann fing ich an zu schwitzen, aber es war kein normaler Schweiß, nein er war kalt. Ich konnte mit aller letzter Kraft Adam auf die Schulter tippen, dann wurde mir schwarz vor Augen und ich merkte wie ich fiel. Ich wusste nur nicht ob ich auf dem Boden aufkam.
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Romance*updates kommen nur, weil ich die Rechtschreibung korrigiere* Nach einem betrunken One Night Stand bemerkt Rose, dass sie schwanger ist. Die einzigen Details, die sie über den Vater hat, sind sein Geruch, seine Augen und sein Namen. Adam... Einige...
