„Bitteschön, meine Herrschaften!" Der Kellner stellt drei Teller bei den Kunden am Nachbartisch ab und steuert dann uns an.
Jan fährt zurück und schmeißt dabei beinahe seinen Stuhl um.
„Soll ich ihr Essen warm stellen und später wieder kommen?", fragt der Kellner mit viel sagendem Blick.
„Wie... wa... warum?", stottert Jan.
„Wenn sie gerade beschäftigt sind..." Der Kellner lässt den Satz in der Luft hängen. Jan läuft auf der Stelle knallrot an.
„Nicht nötig", erwidere ich kühl. Der Typ stellt uns mit hochgezogenen Augenbrauen die Teller auf den Tisch. So ein Idiot. Inzwischen schauen mehrere andere Gäste zu uns herüber.
„Ich glaub, ich gehe mal kurz auf die Toilette..." Jan erhebt sich von seinem Stuhl und flüchtet schier in Richtung Klo. Verdammt.
Der Kellner sieht ihm nach und wirft mir einen irritierten Blick zu.
„Sie können dann wieder gehen!", fauche ich.
„Wie Sie wünschen..." Endlich verzieht er sich. Ich betrachte das dampfende Essen vor mir. Ente mit Rotkraut, Pilzen und Knödeln. Genau wie Jan es bestellt hat. Obwohl mir das Wasser im Mund zusammen läuft, lehne ich mich zurück und warte auf ihn. Eine Ewigkeit, wie mir scheint. Ich spiele ein wenig an meinem Handy herum, bis ich es nicht mehr aushalte und mich auch auf den Weg zur Herrentoilette mache. Meine schlimmste Sorge ist, dass Jan das Weite gesucht und mich einfach sitzen lassen hat, weil ich in aller Öffentlichkeit... Wieso habe ich mich nur nicht mehr zurückgehalten?
Umso erleichterter bin ich, als ich ihn sofort an den Waschbecken entdecke, als ich die Tür öffne.
Mit zwei großen Schritten bin ich bei ihm und schließe ihn in meine Arme.
„Es tut mir leid, Dsche..." Es schweigt zunächst.
„Das muss es nicht", höre ich ihn schließlich an meiner Schulter murmeln.
„Ich dachte schon, du wärst gegangen."
„Nein", flüstert er mit belegter Stimme. Ich lasse ihn los, um ihm wieder in die Augen zu schauen. Sein Blick ist eine Mischung aus Traurigkeit und Ungewissheit. Es tut weh, ihn so zu sehen.
Ich spüre seine Hände auf meinen Oberarmen. Unentschlossen streiche ich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Wir schweigen beide. Nach einer Weile ziehe ich ihn wieder an mich. Ich liebe es, seinen Körper an meinem zu spüren. Sein Gesicht an meinem Hals.
„Jan...", murmele ich vor mich hin und streichle seinen Kopf, „Jan, was tust du nur mit mir?"
„Ich..." Ich lege meine Lippen auf seine, ohne auch nur im Geringsten darüber nachzudenken und küsse ihn ungestüm.
Erst scheint er verwirrt, doch dann erwidert er. Ich hebe ihn auf den Rand des Waschbecken und schiebe meinen Körper dicht an seinen. Ich spüre seine Oberschenkel an meiner Hüfte und halte ihn fest.
„Dsche... du machst... mich... verrückt", keuche ich in unseren Kuss hinein. Er legt seine Hände auf meine Wangen. Ich bitte mit meiner Zunge um Einlass, den er mir gewährt und ziehe ihn gleichzeitig noch enger an mich.
„Du bringst... mich um... den Verstand!" Er schlingt seine Arme um meinen Hals und drückt sich gegen mich.
„Wie zum Henker machst du d...?", setze ich an, aber in diesem Moment schubst Jan mich plötzlich von sich weg. Ich begreife gar nichts mehr.
Nächster Teil wie angekündigt erst später. Schaut gerne vorbei. Bin noch mehrere Teile im Voraus, also werden es vier oder mehr Teile heute (wie ihr mögt)... :D
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Memories never die | Jandre
FanfictionFür Sina2810 #Jandre ist real? Nicht ganz. Denn obwohl sich Andre unglaublich stark zu Jan hingezogen fühlt und es so scheint, als würde dieser seine Gefühle erwidern, kann Andre eine Sache nicht vergessen: seine Vergangenheit. Sie steht dem Glück d...
