10|Neues Auto.

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Ich sitze gerade im Klassenzimmer und warte darauf, dass Jake durch die Tür spaziert kommt, da er heute morgen nicht im Bus war. Seit drei Wochen saß er jetzt schon immer im Bus, in der hintersten Reihe und hat ein Platz neben sich, für mich freigehalten. Aber heute war er nicht da. Von Tag zu Tag verstehe ich mich eigentlich immer besser mit ihm. Und auch mit Adam, Jack und den anderen verstehe ich mich gut. Zwar bin ich nicht so oft bei Ihnen, aber manchmal meint Jake mich in den Pausen hinter sich her, zu Ihnen, zu ziehen, damit ich nicht so alleine auf einer Bank sitze und mein Buch lese.

In letzter Zeit hat er mir sehr viel über seinen Führerschein erzählt und das er ihn jetzt einfach nur noch schaffen möchte. Er musste in letzter Zeit auch viel dafür lernen. Die Tür geht auf und ich hoffe das es Jake ist, aber dieser winzige Funken Hoffnung, wurde mit einem Schlag zerstört, als ich in die Visage meines Lehrers, Mr. Robinson, blicken muss. Ich atme leise frustriert aus. Aber es hat noch nicht geklingelt, vielleicht kommt er noch. ,,:Einen guten Morgen, Klasse." Sagt Mr. Robinson. Von ein paar von uns kommt ein verschlafenes 'Morgen' oder ein genervtes 'Hey'.

Auf einmal wird die Tür geöffnet und ein breit lächelnder Jake, der auch etwas verschlafen aussieht, mit seinen braunen Haaren die noch verwuschelt in einander stehen, als wäre er erst vor ein paar Minuten aufgestanden, kommt durch die Tür und auf mich zu bis er sich neben mich nieder lässt. ,,Mr. Dunn. Sie sind zu spät. Warum?" Kommt es streng von Mr. Robinson. ,,Ich bin nicht zu spät." Gibt Jake von sich, während er sich einmal verschlafen durch die Haare fährt. ,,Doch Mr. Dunn. Wir haben uns bereits begrüßt und sie sind erst vor ein paar Sekunden reingekommen." Kommt es schon etwas wütender von meinem Lehrer, der vorne am Pult steht. ,,Ich bin trotzdem noch nicht zu spät." Die Schulklingel ertönt. ,,Jetzt wäre ich zu spät." Gibt Jake mit einem Grinsen von sich. Mr. Robinson dreht sich zur Tafel und fängt an unser neues Thema in großen Buchstaben auf die Tafel zu schreiben. ,,Warum warst du heute nicht im Bus?" Frage ich ihn leise. ,,Du wirst es nachher sehen." Gibt er leicht lächelnd von sich.

Jake und ich sind gerade auf dem schulparkplatz und ich bin gerade dabei den Parkplatz zu verlassen um die Straße entlang zur Bushaltestelle zu laufen, als Jake auf einmal stehen bleibt. ,,Jake? Kommst du nicht?" Frage ich ihn verwirrt. ,,Nope." Gibt er breit lächelnd von sich. Ich hebe meine Augenbrauen, da ich nicht verstehe was er meint. Er kommt mir grinsend entgegen, bis wir uns wieder gegenüber stehen. ,,Weißt du, Hope? Für was soll ich Bitteschön in einen ekeligen, stickigen, überfüllten Bus steigen, wenn ich jetzt meinen Führerschein gemacht und ein Auto habe in dem ich gemütlich fahren kann?" Gibt er grinsend von sich. Jake hat seinen Führerschein geschafft. :,,Oh mein Gott, Jake. Ich freue mich so für dich." Gebe ich lächelnd von mir, während ich ihn in eine Umarmung ziehe. Jake legt seine Arme um meine Taille und zieht mich noch etwas näher an sich, in dem er mich für einen Kurzen Moment hochhebt und wir so auf Augenhöhe sind. Er lächelt mich kurz an, während er mir tief in die Augen sieht. Als ich seinen festen Griff um meine Taille, sich langsam etwas lösen fühle und er mich langsam wieder auf dem Boden absetzt, Fragt er :,,Willst du mitfahren? Ich kann dich nachhause fahren." Während er sich wieder langsam nach hinten bewegt, sagt er noch dazu. ,,Das ist viel besser als mit dem Bus zu fahren." Jetzt ist er an einem schwarzen BMW stehen geblieben und öffnet mit seinem Autoschlüssel, per Knopf Druck, das Auto. Ich nicke nur leicht, während ich auf ihn und das Auto zugehe. Er fängt wieder an zu grinsen und hält mir die Beifahrer Tür auf, bis ich eingestiegen bin und er sie so schließen kann, um einmal um das Auto zu joggen und dann auf der Fahrer Seite einzusteigen und den Motor zu starten.

,,Ist das dein Auto?" Frage ich ihn, während er gerade an einer roten Ampel hält. Er sieht mich nur kurz an, fängt auf einmal an zu lächeln und nickt dann und schaut danach wieder auf die Straße. Ich nicke nur und schaue wieder aus dem Fenster. ,,Wie kannst du dir sowas leisten? Wenn ich fragen darf." Frage ich jetzt etwas leiser. Die Ampel schaltet wieder auf grün und wir fahren weiter. Aus den Augenwinkeln sehe ich wie sich wieder ein leichtes Lächeln auf sein Gesicht schleicht. Er lacht sehr viel, aber ich finde sein Lachen und sein Lächeln um ehrlich zu sein, irgendwie schön. Immer wenn er lächelt, da löst es in mir irgendetwas aus. Ich weiß nicht was es ist. Aber immer wenn er lacht, da leuchten seine Augen, und das ist unglaublich schön mit anzusehen. Es macht mich glücklich ihn lächeln zu sehen. ,,Natürlich darfst du fragen, Hope." Gibt er lächelnd zu. ,,Naja, durch jahrelanges sparen kommt schon mal was zusammen. Mit zwölf oder so hab ich schon angefangen mit Zeitungen austragen. Ich wusste schon mit zwölf was ich wollte." Gibt er lachend von sich. ,,In Meiner alten Heimat habe ich auch, bevor wir hier nach Boston gezogen sind, in einer Bar gearbeitet. Und ja, da kam dann halt schon was zusammen. Aber um ehrlich zu sein, haben meine Eltern auch noch etwas nachgeholfen." Antwortet er auf meine Frage.

Wir sitzen noch im Auto, sind aber schon vor ein paar Minuten vor meinem Haus angekommen. Es ist still. Jeder in seinen eigenen Gedanken gefangen. Im Haus Brennt kein Licht, wie denn auch. Meine Mom ist ja nicht zuhause. Bei meinem letzten Besuch bei meiner Psychologin, meinte Mrs Catrall, dass es mir gut tuen würde, nicht immer so alleine zuhause rum zu sitzen und das es vielleicht mal etwas an der Zeit wäre unter die Leute zu kommen. Sie hat es nicht mit diesen Worten gesagt. Sie hat um den heißen Brei geredet und es immer mit einem leichten Lächeln das nur so in fälsche getaucht war, gesagt. Damit Sie mich nicht verletzte und mein Vertrauen so nicht verliert. So wie es die Psychologen nun mal sagen. Dabei verstehe ich garnicht warum. Sie glaubt doch nicht wirklich, dass ich ihr jemals vertraut habe. Beziehungsweise das ich mich mit dem Thema Jade einmal ihr gegenüber anvertraut habe. Ich habe es einmal gemacht, und an dem Tag hat sie tausende Wörter auf dem Papier verewigt, sodass ich mich immer mehr verschlossen hab. Pro Wort. Immer ein bisschen mehr.

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So... :) Kapitel zehn ist draußen. Ich hoffe es hat euch gefallen. Danke fürs Lesen. Ich würde mich echt über Kommis oder so freuen. Naja, man liest sich:)

~Ale. 💗

Let's be Alone together Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt