42|,,Das wird alles wieder, okay?"

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Ich gebe es zu, heute fühle ich mich irgendwie schwach. Ich weiß nicht wieso. Ist einfach so. Der Tod einer geliebten Person, geht einem nun mal einfach nicht, auch nach zwei Jahren, einfach so vorbei. Nach dem wir noch etwas am Friedhof waren, sind wir zu Jake gefahren und haben etwas FIFA gespielt. Aber nach drei Runden, in denen einmal ich und zweimal er gewonnen haben, hab ich langsam echt kein Bock mehr. ,,Ich Steig aus. Hab keine Lust mehr."

,,Magst du was anderes machen? Oder würde es dir was ausmachen, wenn ich noch eins, zwei runden Spiele?" Jake lächelt mich leicht an, während ich mich in seine Kissen fallen lasse und mich unter die Decke verkrieche. ,,Nein, spiel ruhig weiter." Murmel ich und ziehe den Duft seiner Kissen ein. Sie riechen nach ihm. Ich LIEBE diesen Geruch. Seinen Geruch. Ich spüre, wie er mir eine Hand auf die Beine legt. ,,Wenn du magst, Kauf ich dir mal mein Shampoo, dann kannst du daran riechen, wenn ich mal nicht da bin. Oder das Waschmittel womit immer meine Wäsche gewaschen wird." Lacht er leicht. Er versucht schon den ganzen Tag, mit so albernen Kommentaren, meine Stimmung aufzuheitern. Was aber irgendwie nicht ganz funktioniert, weshalb ich ihn aber trotzdem anlächle und meinem Kopf in seinen Kissen vergrabe. ,,Das ist aber nicht das selbe." Nuschel ich.

Mein Handy klingelt auf einmal neben mir. Mom. Blinkt auf dem Bildschirm auf. Also gehe ich ran. ,,Was gibt's, Mom?" ,,Hallo, Schatz." Murmelt meine Mutter durch den Hörer. Es ist einige Sekunden still, weshalb ich hörbar aus atme, um ihr zu zeigen, dass sie reden kann. ,,Wie geht es dir denn?" Fragt sie leise. ,,Ehm. Denn Umständen entsprechend halt. Bin etwas müde." Murmel ich zurück und Jake streicht mir über die Beine. ,,Okay. Mir auch." Sie atmet leise aus und ich höre wie sie leiße schluchzt. ,,Mom, wo bist du im Moment?" Frage ich besorgt nach. ,,Bei der Arbeit. Ich habe mir gerade fünf Minuten Pause genommen und dachte, ich rufe dich an." ,,Mom, geh nachhause. Nimm dir für diese Tage ein bisschen frei. Schließlich haben wir Sonntag. Wer arbeitet schon sonntags?" Stille am anderen Ende der Leitung. ,,Komm schon, Mom." Versuche ich ihr leise einzureden, sich endlich frei zu nehmen. ,,Nein. Das geht nicht. Wo bist du gerade?" Wechselt sie das Thema. Ich hab ihr noch nicht erzählt das ich mit Jake zusammen bin. Sie weiß noch nicht mal, wer Jake ist. Woher auch? Ich hatte nie die Zeit, ihr von ihm oder unserer Beziehung zu erzählen.

,,Bei Jake." Antworte ich auf ihre Frage. ,,Wer ist Jake? Ist er ein Junge? Oh mein Gott, es ist ein Jungen Name, also ein Junge. Wer ist Jake?" Schreit sie den letzten Satz schon fast in den Hörer und in ihrer Stimme schwingt Freude mit. ,,Jake ist mein Freund." Sage ich leiser und ich merke, wie sich meine Mundwinkel heben. Ich hebe meinen Kopf und sehe zu ihm rüber der mich angrinst und mir dann einmal zuzwinkert. ,,Oh mein Gott! Erzähl mir alles! Wie lange seit ihr schon zusammen? Warum hast du mir nichts gesagt? Ist er nett zu dir? Wie sieht er aus? Ich muss mir dringend mal frei nehmen." Höre ich sie leise lachen. Auch ich muss lachen. ,,Ja, Mom. Das solltest du dringend machen. Seit Dienstag und er ist sehr nett, ja. Und ich... es hat sich nie dazu ergeben, dass ich es dir erzähle." ,,Ihr." Sie macht eine kleine Pause. ,,Ihr seid seit D-Dienstag zusammen?" Stottert sie vor sich hin. ,,Seit dem zwölften? An dem Tag als Jade-" doch ich unterbreche sie. ,,Ja, Mom." Sage ich leise und schließe die Augen. Im Moment kann ich ihren Namen nicht hören, der zieht mich runter. ,,Okay, das freut mich sehr für euch. Ich nehme mir demnächst frei. Dann, dann kann ich ihn mal kennenlernen. Und sehen welcher junge meine Tochter so glücklich macht. Am besten nehmen wir deinen Vater dazu. Er sollte es wissen." Erwidert sie nachdenklich. ,,Tschüss, Hope. Sag Jake einen Gruß. Ich muss auflegen." ,,Ciao-" ich werde durch das tuten am anderen Ende unterbrochen. ,,Mom." Sage ich leise hinter her und stelle mein Handy auf Vibration.

Jake's besorgter Blick begegnet mir. ,,Liebe Grüße von meiner Mutter. Jetzt weiß sie auch endlich von dir Bescheid." Lächle ich ihn an um zu zeigen, dass es mir gut geht. ,,Danke. Für die Grüße, meine ich." Flüstert er und sieht mich immer noch eindringlich an. Auf einmal Vibriert mein Handy neben mir, weshalb ich aufstöhne. ,,Das kann doch nicht wahr sein." Kann man mich nicht einmal in Ruhe lassen. Ich greife nach meinem Handy und gehe ohne drauf zusehen wer es ist ran. ,,Ja?" ,,Hallo, Hope." Höre ich die Stimme meines Vaters durch den Hörer lallen. ,,D-Dad?" Frage ich nach und setze mich langsam auf. ,,Meine Tochter. Eine davon. Die zweite." Schreit er durch den Hörer. ,,Dad, alles klar bei dir?" Ich weiß, dass er besoffen ist.

Let's be Alone together Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt