Zwei Monate sind Jake und ich jetzt zusammen. Ich kann es immer noch kaum glauben um ehrlich zu sein. Es ist so schön mit ihm an meiner Seite. Wie er mich immer alles vergessen lässt. Seine Küsse, seine Blicke oder wie er einfach nur manchmal den Arm um mich legt. Diese kleinen Sachen, wie er immer meine Hand in seine legt, machen so unfassbar viel aus. Tyler und Layla haben sich wieder beruhigt, Jake meinte aber, dass die zwei sich jetzt mehr aus dem Weg gehen und wenn es gut läuft, Tyler einmal pro Woche nachhause kommt. Er meint selbst, dass er nicht ganz versteht, warum sich seine Eltern nicht getrennt haben. Es macht doch keinen Sinn mehr. Aber Layla hat mal mit ihm gesprochen und gemeint, dass wenn man eine Person liebt, sie nicht einfach verlässt. Seine Eltern und Jackson höchstwahrscheinlich, wissen jetzt auch, dass Jade gestorben ist. May hat es ihnen, mit meinem Einverständnis, erzählt, da sie nicht genau wusste, wie sie damit umgehen sollte. Sie haben mir zwar einen mitleidigen Blick geschenkt, aber so schlimm fand ich es am Ende nicht mehr. Sie hatten das Recht, es zu wissen. Jake war auch ein paar mal mit Jackson bei mir und dann sind wir zusammen auch mal auf den Spielplatz gegangen oder haben ihn zum Kindergarten begleitet, da May nicht da war und Layla mal keine Zeit hatte.
,,Hope?" Reißt mich Jake's stimme wieder aus meinen Gedanken. Wir sitzen in seinem Auto und fahren ein bisschen durch die Nacht. Es ist kurz nach Mitternacht oder so. Aber das machen wir in letzter Zeit öfter. Nachts fahren, wenn jeder schläft und die Fenster offen, sodass die kalte Nachtluft in das Auto strömt. ,,Hm?" Ich sehe ihn an. Ich werde langsam auch müde. Morgen ist Samstag, heißt ausschlafen. ,,Wie war es eigentlich bei dir zuhause, als deine Eltern sich getrennt haben?" Fragt er auf einmal und sieht mir in die Augen. Wir stehen mit dem Auto auf irgendeinem Feld. Ich bin in den Sitz gerutscht, weshalb ich mich aufsetzte. ,,Naja. Wenn mal beide aufeinander getroffen haben, haben sie sich gestritten oder garnicht mit einander geredet." Antworte ich. ,,Glaubst du, meine Eltern trennen sich bald?" Er starrt jetzt gedankenverloren aus seinem Fenster, während er etwas in seiner Jackentasche sucht. Er sagt immer, dass die Situation bei ihm zuhause, ihm nichts ausmacht, aber ich sehe es ihm an, das es ihn nicht kalt lässt.
,,Naja. Ich will dich nicht anlügen. Kann schon möglich sein." Antworte ich leise, dennoch ehrlich und verfolge jede seiner Bewegungen. Sein Kiefer spannt sich an und er lässt zwischen zusammen gebissenen Zähnen Luft raus. Aus seiner Jackentasche fischt er eine Zigaretten Schachtel. Ich habe ihn schon lange nicht mehr rauchen gesehen. Er schiebt sich ein Glimmstängel zwischen die Lippen und wühlt wieder in seiner Jackentasche rum. Höchstwahrscheinlich sucht er sein Feuerzeug. ,,Was machst du da?" Frage ich nach. Er sieht mich an. ,,Eine rauchen. Nach was siehts denn aus?" Zischt er kalt. Ich lass mich davon nicht beirren. Ich kann ihn verstehen, warum er so reagiert. ,,Rauchen ist ungesund." Versuche ich ihm klar zu machen und er hält in seiner Bewegung inne. In seinen Augen blitzt irgendwas auf. ,,Du hast auch mal geraucht. Wenn du willst, kannst du gern auch eine haben." Er sieht mich zwischen zusammen gekniffenen Augen an und legt die Zigarettenschachtel aufs Armaturenbrett. Nicht aus der Fassung bringen lassen...
,,Ich will aber nicht. Ich hab zum Teil wegen dir aufgehört. Dir hab ich zum Großteil zu verdanken, dass ich nicht mehr rauche, also will ich auch nicht wieder weiter machen. Und du solltest es auch lassen. Das ist nicht gut für dich." ,,War nur ein Vorschlag, Baby. Würde dir aber gut tun. Werd mal lockerer." Manchmal denke ich echt, er hat seine Tage. Aber ich verstehe ihn. Deshalb hab ich eh schon einen Plan, ihn wieder runter zu bekommen. Diese Momente hat er manchmal, wenn er schlecht gelaunt ist, lässt er es an den Menschen die er liebt raus, um zu testen, ob sie gehen, in den Momenten, in denen er sich selbst verlassen würde. Manchmal wird er so, wie ich früher war, oder manchmal noch bin. Aber ich verstehe ihn, schließlich hat er mir aus der Situation geholfen. Und das werde ich jetzt auch machen. Egal wie oft. Ich werde nicht gehen.
,,Vor ein paar Monaten hast du was anderes gesagt. Entscheide dich mal." Ich verschränke die Arme vor der Brust. Er atmet hörbar aus. ,,Vor ein paar Monaten wars auch anders." Murmelt er. ,,Ist mir egal. Fang an zu rauchen oder nicht. Deine Lunge, die du dir zerstörst. Also nur zu." Kälte schwingt in seiner Stimme mit, über die ich mich erschrecke. Nicht aus dem Konzept bringen lassen. Er ist nicht ganz bei sich. Noch nicht. ,,Gut." Ich greife nach der Zigarettenschachtel und nehme ein Glimmstängel heraus. Er zündet sich seine Zigarette an und sieht mich einige Sekunden an, wie ich die Schachtel zurück lege und mir den Glimmstängel zwischen die Lippen schiebe. Wieder spannt sich sein Kiefer an. Er zieht an seiner Zigarette. ,,Gib mir das Feuerzeug." Vordere ich ihn auf. Er bläst mir den Rauch ins Gesicht. ,,Nope." Antwortet er provokant, trotzdem weniger kalt. Plan funktioniert.
,,Gib mir das Feuerzeug." Wiederhole ich. ,,Hättest du wohl gern." Erwidert er und schiebt sich sein Glimmstängel wieder zwischen die Lippen, um ein großen Zug zu nehmen. ,,Gib mir doch einfach das Feuerzeug. Ich dachte es ist dir egal. Also lass mich meine Lunge zerstören." Sage ich provokant und sehe wie seine blauen Augen aufblitzen, als er den Rauch langsam rauslässt. Er kommt mir näher und nimmt mir den Glimmstängel aus dem Mund, um ihn zurück in die Schachtel zu legen und die Schachtel einzustecken. ,,Ich hab's mir anders überlegt." ,,Du sagtest es. Also muss es schon stimmen. Gib mir die Sachen zurück, ich will jetzt eine rauchen." ,,Nein." ,,Doch." ,,Nein." ,,Doch." Er schnipst seine Glimmstängel aus und wirft ihn aus dem Fenster. ,,Nein, verdammt. Du bist mir nicht egal und es ist mir auch nicht egal, was du machst. Du bist mir wichtiger als jeder andere und deshalb lasse ich nicht zu, dass du dich selbst zerstörst!" Sagt er und wird immer lauter. Plan erfolgreich erfüllt.
Er dreht seinen Kopf wieder zum Fenster und ich höre wie er ausatmet. Drei, zwei, eins. ,,Ich wollte dich weder anschreien, noch dir irgendwie sagen, dass es mir egal ist, was du machst. Das ist es nämlich nicht." Sagt er leiser. Meine Mundwinkel heben sich. Ich sag doch, mein Plan funktioniert. Mit meinen Fingern drehe ich seinen Kopf wieder zu mir und lege meine Lippen auf seine. Er ist erst etwas schockiert, da er es nicht erwartet hat, erwidert den Kuss aber wenig später. ,,Es war nicht richtig von mir dich so zu behandeln nur, weil ich mies drauf war. Tut mir leid, Baby." Nuschelt er gegen meine Lippen. ,,Ich weiß das es dir leid tut. Du musst dich nicht entschuldigen." Flüstere ich zurück und lege meine Lippen wieder auf seine. Ich schnalle mich ab und er scheint zu verstehen, was ich vor habe, denn er hebt mich von meinen Sitz und setzt mich auf seinem Schoß so ab, das ich links und rechts, neben ihm meine knienden Beine auf dem Sitz habe und er mich an meinem Po näher an sich drückt, sodass er seinen Kopf in den Nacken legt und sich dem Kuss voll hingibt, genauso wie ich. Ich lege meine Hände in seine Halsbeugen und er drückt mich noch etwas näher an sich.
,,Tut mir leid, Baby. Ich wollte dich nicht verletzten. Ich wollte mir einfach nicht eingestehen, dass sich meine Eltern höchstwahrscheinlich trennen." Flüstert er gegen meine Lippen. Ich löse mich langsam von ihm. ,,Du musst dich nicht entschuldigen. Das musst du wirklich nicht. Ich verstehe dich und warum du so reagiert hast. Das ist ganz normal." Versuche ich ihm klar zu machen, während ich ihn aufmunternd zulächle und mit meinem Daumen über seine Wangen streiche. ,,Du lässt dich einfach nicht unterkriegen. Egal wie eklig ich zu dir bin. Du bleibst Einfach." Flüstert er eher zu sich selbst. ,,Ich werde auch weiterhin Bleiben. Schließlich bist du auch geblieben, als ich dich gebraucht hab. Egal, wie ich zu dir war. Und ich weiß, du würdest es wieder und wieder tun. Und das werde auch ich. Ich liebe dich und werde dich nicht verlassen, okay? Und jetzt musst du mir glauben." Versuche ich ihm leise zu versichern, während ich ihm fest in die blauen Augen sehe. Er lächelt mich endlich an. ,,Ich liebe dich." Flüstert er gegen meine Lippen. ,,Und ich glaube dir." Flüstert er weiter und schon liegen seine Lippen wieder auf meinen.
,,Du hattest einen Plan, oder?" Grinst er auf einmal in den Kuss hinein. ,,Und er hat super funktioniert." Antworte ich lächelnd. Er lacht leise auf und packt mich leicht am hintern um seine Hände unter meine Oberschenkel fahren zu lassen und wieder hoch zu meiner Hüfte und wieder unter meine Oberschenkel und wieder hoch. Stürmisch legt er seine Lippen wieder auf meine, was mich auf kichern lässt und beugt sich noch etwas vor, sodass ich nach hinten gedrückt werde und das Lenkrad am Rücken spüre. ,,Gott, ich liebe dich." Lacht er immer noch leise auf. ,,Ich liebe dich auch." ,,Jedes einzelne Detail an dir." Sagt er leise und löst sich etwas von mir, während er eine Strähne von mir in die Hand nimmt und mir fest in die Augen sieht. ,,Dein Durchhaltevermögen. Deine Sturheit. Die liebe, die du gegenüber mir hast. Deine Haare. Deine Augen. Wie du mich ansiehst. Dein Lachen. Deine Wörter. Deine Küsse. Deinen Körper. Deinen Charakter. Wie du meine Finger mit deinen verschränkst. Deine Ehrlichkeit. Wie du dich nicht unterkriegen lässt. Dich. Ich liebe alles an dir. Einfach alles an dir. Einfach dich. Ich liebe dich." Sagt er. Noch nie hat mich etwas so ins positive berührt wie, was er gerade gesagt hat. Ich lege sanft meine Lippen auf seine. Mir fehlen die Worte um irgendwas zu sagen, deshalb möchte ich es ihm mit Gesten zeigen wie viel er mir bedeutet.
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Kapitel sechsundvierzig ist draußen. Wie findet ihrs? Danke fürs lesen. Würde mich über Kommis oder so freuen. Man liest sich.
~Ale.💗
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Let's be Alone together
Teen Fiction[,,Verdammt, ich hab mich in dich verliebt. Ist es das, was du hören musst, damit du mir endlich glaubst? Ich liebe dich und lass dich nicht allein. Also sag nicht, dass du alleine bist, denn es wird nur noch ein alleine zusammen geben."] Hope. Hof...
