57|Epilog.

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Ich sehe mich in unserem Schlafzimmer um. Unser Schlafzimmer. Jake's und mein Schlafzimmer. Yesss. Vor fünf Wochen wurde Jake 22. An seinem Geburtstag, hat er mich wirklich gefragt, ob wir zusammen ziehen wollen. Zwar ist er mit Achtzehn von zuhause ausgezogen und in eine Einzimmerwohnung gezogen und ich habe wirklich ziemlich oft bei ihm geschlafen und hatte ein paar meiner Sachen bei ihm, aber jetzt sind wir halt so richtig zusammen gezogen. In eine größere, andere Wohnung. In unsere Wohnung. Und scheiße, ich fühl mich hier so unglaublich wohl.

Unsere Schlafzimmer Wände sind dunkelgrau gestrichen. Nicht zu dunkel, aber auch nicht zu hell. Ein schönes grau, ein nettes grau. Ein grau, mit dem man sich wohl fühlt. An der einen Wand, gegenüber unserem Ehebett, steht ein großer Kleiderschrank und daneben ein kleiner Tisch. Ein Standspiegel steht auch noch, auf meinem Wunsch, in unserem Zimmer. Ansonsten ist unser Schlafzimmer schlicht gehalten. Schön schlicht. Natürlich ist es schön, hab ja auch ich eingerichtet. So wie eigentlich alles andere in unserer Wohnung. Ja, ich hab Jake schon ganz schön im Griff, wenn ich so recht überlege. Und irgendwie gefällt es mir. Ich sehe in den Standspiegel und betrachte mich. Viel hab ich mich nicht verändert. Ich sehe halt nicht mehr aus wie ein Teenie, klar, bin halt auch schon ganze 21 Jahre alt. Ich trage nicht mehr alles schwarz.

Kaum zu glauben, oder? Wenn man jetzt in unseren Kleiderschrank sieht, dann ist er nicht mehr ganz schwarz gehalten, sonder weiß, grau, blau, rot und ganz viele andere Farben sind zu sehen. Generell. Ich sehe reifer aus, etwas älter. Erwachsener. Und... Hübsch. Ich finde mich hübsch. Ich arbeite immer noch im Cafè von Mrs. Adams, während ich studiere. Aber zu Mrs, Catrall, meiner alten Paychologin, muss ich schon lange nicht mehr. Sagen wir es so, ich glaube wirklich, von dem Tag an, als ich Jake kennengelernt hatte, hat er angefangen langsam, aber auf eine wundervolle Art, mich zu "heilen". Ja, mir geht's wirklich ziemlich gut, wenn ich ehrlich bin. Ich bin glücklich. Jake macht mich einfach glücklich. Und ich liebe ihn. So unglaublich sehr, wie vom ersten Tag an, und von Tag zu Tag immer mehr, auch wenn es so gut wie unmöglich ist.

,,Baby?" Höre ich seine tiefe Stimme rufen. Als hätte er gespürt, dass ich über ihn nachdenke. ,,Bin im Schlafzimmer!" Rufe ich zurück und höre sich nähernde Schritte, bis ich ihn vom Spiegel aus im Türrahmen stehen sehe und wie er sich lächelnd mit verschränkten Armen an den Türrahmen lehnt. Jake hat sich auch etwas verändert. Er sieht erwachsener aus. Seine Gesichtszüge sind markanter geworden. Ein leichter drei-tage Bart ist ihm gewachsen, da er sich nicht rasiert hat, aber scheiße, er sieht damit so verdammt heiß aus. Seine leichten locken sind nie verschwunden, sein Haar ist etwas dunkler geworden und seine blauen Augen um so intensiver. Er ist auch etwas trainierter und ja... reifer. Aber trotzallem hat er sich irgendwie nicht verändert. Versteht ihr? Er ist halt immer noch Jake... mein Jake.

,,Hey." Sagt er leise und sieht mich, genauso wie ich ihn, durch den Spiegel an. Ich lächle. ,,Hey." Er läuft auf mich zu und legt seine Arme um meinem Bauch, umarmt mich somit von hinten und drückt mir einen Kuss auf die Wange. Ich drehe meinen Kopf zu ihm und schon liegen seine weichen Lippen auf meinen. Gott, er hat immer noch so weiche Lippen. Ich spüre, wie er unter meine Kniee greift und seine andere Hand an meinem Rücken legt und mich auf einmal im Braut Stil hochhebt, wobei ich mich etwas erschrecke und kurz Aufschreie und er zu lachen beginnt. ,,Ich kann auch laufen." Lache ich jetzt auch und Schlinge meine Arme um seinen Nacken. ,,Natürlich kannst du das, aber meine zukünftige Frau muss auf Händen getragen werden." Zwinkert er mir zu, als er mich auf einmal, nach wenigen Metern, auf unser Bett schmeißt, was mich zum Lachen bringt.

Falls ihr euch fragt, nein, ich warte noch auf einen Antrag von ihm, aber ich weiß, dass er bald kommen wird. Das spüre ich. ,,Du hast mir aber noch keinen Antrag gemacht." Lache ich. ,,Trotzdem bist du meine Frau." Er legt sich über mich, drückt mich auf die Matratze und stützt sich mit beide Händen, neben meinem Kopf ab. ,,Du weißt nicht, ob ich ja sagen werde." Provoziere ich ihn und lege meine Finger unter sein T-Shirt, auf seine Bauchmuskeln. Er lacht und lehnt sich etwas runter zu mir, um seine Lippen auf meine zu legen. ,,Oh doch, und wie du ja sagen wirst."

,,Jake, geh runter von mir, ich will was trinken." Schmolle ich, als er sich von mir löst und sich fast ganz auf mich gelegt hat, auch, wenn er sich noch etwas abstützt und seinen Kopf auf meiner Brust abgelegt hat. ,,Nö." ,,Jake." ,,Ja, Baby?" Grinst er mich an. ,,Bitte." Lächle ich ihn zuckersüß an. Er nimmt eine Haarsträhne von mir zwischen die Finger. ,,So süß und hübsch und wundervoll du auch sein magst, Nö. Ich genieße es, wenn ich auf dir liege, natürlich hab ich es lieber, wenn du nackt unter oder Über mir bist und meinen Namen stöhnst, weil du den besten Sex mit mir hast, den du mit keinen anderen hättest, da wir liebe mit liebe machen, aber so ist es auch ganz schön, deshalb trinkst du jetzt halt nichts." Er sagt diese Worte komplett ernst. ,,Aber ich will was trinken." Schmolle ich und versuche mir ein lachen zu verkneifen. ,,Und ich will dich stöhnen hören." Ich verdrehe die Augen, bis mir was einfällt. Meine rechte Hand lasse ich zu seinen Haaren fahren und drücke ihn die letzten Zentimeter zu mir herunter um seine Lippen wieder auf meine zu legen. ,,Das darfst du vielleicht auch nachher, aber ich muss was trinken, denn davor wird das nichts." Flüstere ich und beiße ihm leicht in die Unterlippe.

Sein blau in den Augen blitzt kurz auf und verdunkelt sich auf einmal. Das passiert immer, wenn er erregt ist. Ich grinse ihn siegessicher an. Er stöhnt ergeben. ,,Ja gut, wenns sein muss. Aber beeil dich, ich muss mit dir liebe  machen." Flüstert er und rollt sich von mir runter, während ich Grinsend aufstehe und spüre, wie er mir einen Klaps auf den Hinter gibt. ,,Gott, ich liebe deinen Hintern." ,,Ist ja auch meiner." Er Grinst und stützt sich auf seinen Ellenbogen ab. ,,Muss ich deine Logik verstehen?" Lacht er. ,,Tz, was ist daran nicht zu verstehen?" Lache nun auch ich. ,,Ich dachte, du musst was trinken?" ,,Jaja." Lache ich wieder leise und gehe in unsere weiße Küche.

Aus dem Küchenschrank nehme ich mir ein Glas und schenke mir Wasser ein. Jake kann so ein Idiot sein. Ja, aber er ist mein Idiot. Yes. Ein süßer Idiot. Ja, schon ziemlich. ,,Baby. Ich will Sex!" Ruft Jake wieder aus unserem Schlafzimmer und mich somit aus meinen Gedanken. Ich muss lachen und trinke den Rest meines Wassers aus, um mein Glas dann auf dem Esstisch abzulegen. Ich gehe wieder ins Schlafzimmer und direkt auf ihn zu, um mich auf ihn zu schmeißen und ihn fest zu umarmen. Er lacht. ,,Hey, hey. Ganz ruhig." Lacht er und legt seine Arme um meine Taille. Meinen Kopf lege ich in seine Halsbeuge und küsse seine Hals. ,,Hey? Alles klar?" Fragt er sanft. Ich liebe es, wie er sich manchmal sorgen macht und fragt ob alles gut ist. Ich lächle ,,Mit dir, geht's mir immer gut." Er lacht leise auf. ,,Und dann bin ich der Schleimer?" ,,Manchmal." Wieder lacht er und küsst meinen Scheitel.

Ich setzte mich auf sein Becken und verschränke unsere beiden Hände mit einander, während er gemütlich unter mir liegt und mich leicht anlächelt. ,,Hey, ich war vorher im Keller und hab noch ein paar Bücher von dir gefunden, ich hab sie hoch gebracht. Ich hab mir überlegt, wir haben ein Zimmer, mit dem wir noch nichts anfangen zu wissen. Wir könnten ja ein zock- und Bücherzimmer errichten, solange du noch nicht Schwanger bist und irgendwann unsere wundervollen Kinder zur Welt bringen wirst." Grinst er. Ich lache und lehne mich runter zu ihm um unsere Lippen wieder miteinander zu verbinden. ,,Klingt gut." ,,Ja, Ich weiß. Außerdem, finde ich: Sollten wir irgendwann eine Tochter bekommen, dann sollten wir sie Jade nennen." Sagt er etwas unsicher. ,,Vielleicht auch nur als zweitnamen. Oder wenn du nicht willst, dann müssen wir auch garnicht, ich dachte nur irgendwie, dass-" Ich unterbreche ihn, in dem ich lächelnd wieder meine Lippen auf seine lege. ,,Warum auch nicht? Ich fände es schön, würden wir unsere Tochter irgendwann so nennen." Lächle ich ihn an, um meine Lippen kurz darauf wieder auf seine zu legen. ,,Ich liebe dich, Jake." Flüstere ich. ,,Ich liebe dich, Hope." Wispert er zurück.

Ja, Jake liebt mich. Und ich liebe ihn. Er hat keinen einzigen Tag ausgelassen, um es mir zu zeigen. Jake hat mich gerettet, vor mir selbst. Jake hat mich nicht verlassen, Jake blieb stark und half mir. Und ich half ihm. Zusammen, egal was war, wir machten es zusammen. Denn wir lieben uns. So unglaublich sehr. Er hat nie aufgehört, mich wie sein Mädchen zu behandeln. Wie seine Frau. Er hat mich auf Händen getragen. Er hat nie aufgehört mich zu lieben, wie am ersten Tag. Ich liebte ihn so sehr, wie er es tat. Denn Jake zeigte mir, was liebe ist.

Ja, Jake und ich.
Wir lieben uns.
Und unsere Liebe,
hat nie geendet.

-Ende-
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~Ale.💗

Let's be Alone together Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt