Ich bedankte mich noch einmal bei ihr, lief dann auf geradem Wege zu Conors Zimmer und klopfte an die Tür.
Keine Reaktion.
Ich klopfte noch einmal.
Wieder war nichts von der anderen Seite der Tür zu hören.
Erneut klopfte ich.
Und wieder kam keine Antwort.
Nun denn, alle guten Dinge waren bekanntlich drei. Und ich habe dreimal geklopft. Das sollte ja wohl reichen. Immerhin konnte er sich schon glücklich schätzen, dass ich überhaupt geklopft hatte. Meistens verplemperte ich meine Zeit nicht mit solch banalen und unnötigen Dingen. Immerhin erwartete er mich ja. Warum sollte man dann überhaupt klopfen?
Ich öffnete dennoch langsam die Tür, um ihm die Chance zu geben mir zuzurufen, dass ich noch nicht hereinkommen solle. Doch es kam weiterhin keine Reaktion.
Ich betrat das Zimmer und sah auf den ersten Blick niemanden. Ich schloss die Tür hinter mir und suchte gleichzeitig mit meinen Augen das Zimmer nach Conor ab. Als mein Blick über sein Bett wanderte, traute ich meinen Augen kaum.
Das konnte doch nicht wahr sein!
Mein Kopf wollte einfach nicht glauben, was meine Augen dort sahen.
Wie konnte er es wagen?
„Conor?!“, flüsterte ich.
Keine Reaktion seinerseits.
„Conor!“, sagte ich nun schon lauter.
Na wunderbar! Er hatte es tatsächlich gewagt mir am Abend zu sagen, ich solle bloß nicht zu spät kommen und schlief nun selbst noch. Er zwang mich am Wochenende früh aufzustehen und dann schlief er selbst noch? Das war eine absolute Frechheit! Ich hasste es früh aufzustehen!
„Conor!“ Ich lief durch sein blau gestrichenes Zimmer auf sein Bett zu.
Keine Reaktion.
Ich beugte mich vor, sodass mein Kopf genau neben seinem war und ich ihm ins Ohr flüstern konnte.
„Con, wach auf du Schlafmütze!“, flüsterte ich.
Endlich zeigte sich ein Lebenszeichen von ihm. Doch es war nicht das erhoffte. Er ließ ein Grunzen verlauten.
„Wach auf“, sagte ich noch immer im Flüsterton, doch er rührte sich nicht.
Nun denn, er hatte es einfach nicht anders gewollt! Ich hatte mein bestes versucht, sein schweigender Wecker sei mein Zeuge!
Leise pfiff ich ihm eine ruhige Melodie ins Ohr, ehe ich nach ein paar Sekunden so laut ich nur konnte einen schrillen Ton pfiff.
„WOAH!“, hörte ich Conors Stimme aufschreien, während das Knäuel vor mir, das sich als mein Freund erwies, so schnell in die Höhe schoss, dass es aus dem Bett fiel und vor meinen Füßen landete.
Hahaha!
„Guten Morgen, Schatz!“ Die Worte presste ich zwischen den Lachern hervor.
„Was zur Hölle war das?“, fragte er und sah sich im Zimmer nach dem Übeltäter um.
„Was denn?“, fragte ich unschuldig.
„Dieser schrille…einen Moment!“ Sein Gesichtsausdruck wandelte sich von Verwirrung zu reinstem Verständnis und er sah mich mit einem Blick an, der mich unter anderen Umständen hätte schlucken lassen. „DU warst das!“
„Was war ich?“, fragte ich und pfiff unschuldig vor mich hin. Doch das Grinsen konnte ich mir leider nicht verkneifen. „Außerdem, jedem das, was er verdient!“
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Love Triangle
FanfictionClary könnte nicht glücklicher sein! Sie kennt Conor seit ihrem vierten Lebensjahr und ist nun seit zwei Jahren mit ihm in einer glücklichen Beziehung! Doch er beginnt, seinen Wunsch, Sänger zu werden, zu ernst zu nehmen und vernachlässigt sie immer...
