Der Samstag kam schneller, als es mir lieb war. Die ganze Zeit über schossen mir dieselben Fragen wie im Auto durch den Kopf.
Was würde aus uns werden?
Würde er nur noch auf Achse sein, wie ein Star es nun einmal war?
Würde ich ihn in dem Falle begleiten können?
Würden wir uns nur noch sehen, wenn er mal einen freien Tag hatte?
Würden wir eine solche Distanz überstehen?
Und nun rannte ich hier durch mein Zimmer und stellte mir die gleichen Fragen immer und immer wieder. Ein Spießroutenlauf war nichts im Vergleich zu meinem umherlaufen.
Conor musste inzwischen schon bei dem Label sein und das Gespräch führen. Wenn alles gut laufen würde, könnte er vielleicht einen Plattenvertrag erhalten, wenn es schlecht lief, dann würde sich für uns nichts verändern.
Obwohl, das konnte man nun auch nicht sagen. Conor wäre am Boden zerstört. Und ich wüsste nicht, wie ich ihm helfen könnte.
So oder so, es wird Auswirkungen auf unser Leben nehmen. Nicht nur auf Conors, auch auf das seiner Familie und Freunde.
Das war doch alles Mist!
„Clary!“, hörte ich meinen Vater rufen. „Geht die Musik vielleicht noch etwas lauter? Ich bin mir ziemlich sicher, die in Timbuktu haben auch Interesse daran deine Musik zu hören!“
Upps! War die Musik wirklich so laut? Ich drehte mich in Richtung Tür, um ihm zuzurufen, dass ich sie sofort leiser machen würde, und erschrak. Er stand direkt vor mir in meinem Zimmer. Das erklärte, warum ich ihn hören konnte, wenn die Musik doch so laut war. Aber es zeigte auch, wie laut sie wirklich war, denn ich hatte ihn leise gehört, was nicht möglich war, wenn er direkt hinter mir stand.
„Dad!“, rief ich über die Musik hinweg. „Musst du mich so erschrecken?“
„We du die Nuhi ich so aut…“, rief er.
„Was?“, schrie ich zurück.
Mein Vater bedeutete mir, kurz zu warten, lief zu meiner Anlage und schaltete die Musik aus.
„Ich sagte, wenn du die Musik nicht so laut hättest, dann hättest du mein Klopfen auch gehört!“, sagte er mit ruhiger Stimme und verlor auch langsam wieder die Farbe, die sich beim Schreien in seinem Gesicht gebildet hatte.
Ich musste zugeben, da war was dran. Aber wir wären nicht wir, wenn wir uns nicht gegenseitig necken würden.
„Das sagst du so. Du hättest ja gar nicht hereinkommen dürfen, wenn ich nicht ’herein’ gerufen habe!“ Unentschieden, würde ich sagen.
„Und wie sollte ich wissen, ob du ’herein’, ’verschwinde’ oder gar nichts gerufen hast, wenn ich nichts als deine Musik hören kann?“, fragte er mit gerunzelter Stirn. Okay, eins zu Null für den lieben Vater. Darauf konnte ich schlecht noch etwas erwidern.
Er schien mir meine mir eingestandene Niederlage anzusehen, reagierte aber nur mit einem wiederholte Stirnrunzeln darauf und sah sich in meinem Zimmer um.
„Was ist los Clary-Bäri?”, fragte er mit einer hochgezogenen Augenbraue.
Ich ließ mich aufs Bett fallen und vergrub mein Gesicht in den Händen, nur um erneut aufzuspringen und durchs Zimmer zu laufen.
„Was sollte denn los sein, Dad?“, fragte ich und lief im Zickzack an ihm vorbei.
„Das frage ich dich. Du lässt mit deiner Musik die Wände des ganzen Hauses erbeben, rennst wie ein aufgeschrecktes Huhn durch dein Zimmer und vor allem, du hast hier keine Ordnung! Also was ist los?“, fragte er ruhig.
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Love Triangle
FanfictionClary könnte nicht glücklicher sein! Sie kennt Conor seit ihrem vierten Lebensjahr und ist nun seit zwei Jahren mit ihm in einer glücklichen Beziehung! Doch er beginnt, seinen Wunsch, Sänger zu werden, zu ernst zu nehmen und vernachlässigt sie immer...
