40. Grüne Augen - Runde zwei

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„Wer ist das?“, fragte der braunhaarige.

„Louis, das ist Clary, Clary, das sind Louis und Zayn“, stellte Niall uns übernatürlich formell vor.

„Sie hat geholfen das Problem am Auto zu finden!“, fügte Liam hinzu.

„Oh wie wunderbar!“, quietschte Louis und stürmte auf mich zu, sodass ich mich augenblicklich in der nächsten Umarmung befand. „Danke, dass du ihnen geholfen hast!“

„Kein Problem!“, lächelte ich, als er sich von mir löste und wandte mich dann leise Liam zu. „Sag mal, ist es wirklich normal, dass hier alle einfach jeden in Umarmungen ziehen?“

Liam nickte grinsend und flüsterte ein „normal sind sie alle nicht, aber ihre Umarmungen ja“, während Niall bereits losplapperte, was mit dem Wagen los sei.

„Und warum stehen wir hier dann noch herum?“, hörte ich jemanden meckern und wandte mich wieder dem dritten Auto zu.

Dort stieg gerade ein weiterer Junge aus und auch wenn ich es hätte erwarten können und auch müssen, traf es mich etwas unvorbereitet, als diese grünen Augen sich auf mich richteten und direkt in meine sahen.

Diese Augen waren wie das Wetter. Sobald ein Tornado sich erst einmal in deiner Nähe befand, zog er dich zu sich, nahm dich in seinen Wirbel und du warst verloren.

Die einzige Chance war es, ihm zu entkommen wie bei einem monströsen Unwetter. Du musst dich in das Auge begeben und abwarten, bis es sich entladen hatte.

Und genau so sogen mich seine Augen in ihren Bann. Es war wie bei unserem letzten Aufeinandertreffen, nur dass es mich dieses Mal noch schlimmer traf.

Ich sank hinab in die weiten Welten, die sich hinter seinen grünen Augen befanden und fühlte mich vollkommen schwerelos und frei.

Wie hatte ich mich damals von diesen Augen lösen können?

Ach ja, richtig. Ich hatte Conor im Hinterkopf.

Ruckartig riss ich mich von Harrys Blick los und zwang mich, stattdessen Niall dabei zu beobachten, wie er wild gestikulierte um den anderen zu verdeutlichen, wie er den Motor immer und immer wieder gestartet hatte.

„Clary?“

Mist verdammter. Wieso musste er mich ansprechen? Weshalb konnte ich nicht unsichtbar sein? Okay, unwahrscheinlich, aber er hätte mich doch nicht unbedingt wieder erkennen müssen, oder?

Ich erstarrte zu einer wahrhaftigen Statue meiner selbst.

„Das hat Niall doch gerade eben gesagt! Passt du denn nie auf?“, witzelte Louis, doch wie es schien reagierte Harry gar nicht auf ihn. Zumindest hörte ich ihn nichts sagen. Noch immer starr wie ein Felsbrocken wartete ich auf irgendetwas – was genau wusste ich nicht. Irgendein Geräusch von Harry, irgendein Satz von einem der anderen, der uns alle von dieser peinlichen Situation erlösen und uns ablenken würde.

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