Nachdem wir uns endlich für mein Outfit entschieden hatten und ich das weiße Kleid mit den schwarzen Ranken als Muster anhatte, begann die Debatte über die Frisur. Amber ließ mich natürlich weder mit einem einfachen Zopf noch mit offenen Haaren auf eine Party von der ich eigentlich nicht einmal etwas wissen durfte. Also zwang sie mich ins Bad und ich musste mir die Haare hochstecken.
Als dann auch das getan war, machten wir noch einige Erinnerungsfotos von uns. Das war eigentlich immer so. Wir gingen nie los, ohne ein paar Fotos von uns zu machen, über die wir uns später kaputt lachten, weil wir nur Unsinn anstellten. Heute war es an mir, sie auf einem der Fotos so zu tun, als würde ich sie erwürgen. Eigentlich war es ziemlich wagemutig von ihr, mir ihren Hals in die Hände zu geben. Immerhin hätte ich sie kurz vorher wirklich noch gerne erwürgt, weil sie mir das antat. Ich wollte einfach nicht feiern gehen! Aber nachdem meine Freunde so wie es aussah wirklich viel Zeit und Mühe investiert hatten, etwas für mich zu planen, musste ich wohl oder übel mit.
„Dad!“, rief ich, als wir in den Flur gingen. „Wir hauen jetzt ab!“
„Alles klar! Viel Spaß und bis später!“, rief er.
Ich lachte bitter auf. Spaß. Na das werden wir ja noch sehen, dachte ich mir.
Wir liefen zu Ambers Auto und stiegen ein.
„Das ist das einzig Positive an der ganzen Geburtstagssache!“, sagte ich. „Ab heute Nacht darf ich endlich ohne volljährige Begleitung irgendwo hinfahren!“
„Das ist nicht das Einzige, glaub mir!“, lachte Amber mich an.
„Am!“, quengelte ich erneut. „Kannst du mir nicht einfach sagen wo wir hinfahren?“
„Nope! Keine Chance!“, feixte sie mich an.
Verdammt! Innerlich notierte ich mir, dass ich mir dringend Freunde suchen mussten, die keine Dickschädel hatten. Wieso musste sie auch in genau diesem Fall einmal dicht halten können?
Schmollend lehnte ich mich in dem Sitz zurück und verschränkte die Arme.
Als wir durch die Stadt fuhren und sie an keinem der Clubs hielt, die wir sonst besuchten, packte mich jedoch die Neugier wieder. Wohin wollte sie bloß mit mir? Ich war gestylt, als würden wir in einen Club gehen, aber sie fuhr an allen vorbei. Die Verwirrung führte zur Neugierde, welche mein Schmollen besiegte.
Ich achtete nun genau auf den Weg und versuchte herauszufinden, wohin wir unterwegs waren, doch je weiter wir fuhren, desto weniger hatte ich eine Vorstellung von dem was mich erwarten würde.
Ich kannte die Gegend nicht, in der wir nun waren.
„Mist!“, murmelte Amber nun zum dritten Mal innerhalb der letzten Minuten.
„Was ist denn der Mist?“, fragte ich. „Schaffst du es nicht mehr rechtzeitig mich abzuliefern?“
Ich warf einen Blick auf die Uhr und stellte fest, dass es bereits zehn Minuten vor Mitternacht war. Das wäre also gar nicht so daneben.
„Nein, ich habe mich verfahren!“, murmelte sie so, dass ich es fast nicht verstanden hätte. Wie gesagt, fast!
„Was?“, fragte ich ungläubig. „Das ist jetzt nicht dein Ernst? Erst entführst du mich gegen meinen Willen auf eine Party, von der du weißt, dass ich sie nicht will und dann verfährst du dich auch noch?“
„Ist ja gut!“, sagte sie und sah mich böse an. „Du musst jetzt nicht noch darauf herumreiten!“
„Dreh doch einfach um und fahr zurück! Bis zu unseren Clubs müssten wir den Weg doch rekonstruieren können und ab da wissen wir wo wir sind!“, schlug ich vor, doch sie fuhr einfach weiter.
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Love Triangle
FanfictionClary könnte nicht glücklicher sein! Sie kennt Conor seit ihrem vierten Lebensjahr und ist nun seit zwei Jahren mit ihm in einer glücklichen Beziehung! Doch er beginnt, seinen Wunsch, Sänger zu werden, zu ernst zu nehmen und vernachlässigt sie immer...
