Die Gruppe schlich langsam über den Friedhof vor der Kathedrale. Sie kamen nicht gerade schnell voran, da fast jeder dritte Meter mit einem dieser Sekten Mitglieder abgedeckt war. Sie zu erschießen, hätte die Gruppe verraten. Deshalb teilte sich der Trupp auf und sie erledigten die Anhänger der Sekte hinterrücks. Ohne mit der Wimper zu zucken, brachen sie mehreren Menschen das Genick. Es verlief reibungslos, keiner hatte sie bemerkt. Doch als alle Mitglieder der Sekte stehen blieben und den Blick zur Kathedrale wendeten, hielt sich die Gruppe zurück. Sie versteckten sich hinter großen Grabsteinen und Statuen, um verdeckt zu bleiben. "Was zum Teufel machen die da?" fragte Piper den Fußsoldaten, der sich in ihrer Nähe hinter einem Grabstein befand. Bevor dieser allerdings die Frage beantworten konnte, passierten noch merkwürdigere Dinge. Die Menschen in den weißen Kutten fielen auf die Knie und begannen zu beten. Verwirrte Blicke flogen zwischen dem Rettungstrupp hin und her. Findley allerdings analysierte die Gebete der Sekte. "Ich glaube unser Kollege hatte recht. Diese Idioten haben etwas neues zum anbeten gefunden." flüsterte Findley den anderen zu. "Ihre Gebete sind auf Latein. Wenn ich sie richtig übersetzt habe... huldigen sie der weißhaarigen Frau."
"Sie huldigen der Spinne? Aber warum?" Bevor Piper und der Doc noch mehr Informationen austauschen konnten, wurden ihnen die Münder von den Fußsoldaten zugehalten. "Shh." Und das aus gutem Grund. Von weitem konnte man eine Person auf dem Dach der Kathedrale erkennen. Sie schien jeden Winkel des Friedhofes mit ihren Blicken abzulaufen. Manchmal trat sie einige Schritte zur Seite und hockte sich hin. Sie schien ihre Umgebung genau zu analysieren. In der nächsten Sekunde flogen meterlange, weiße Haare in die Richtung des Rettungstrupps. Die Gruppe dachte, sie sei aufgeflogen, doch die Spinne schien etwas anderes zu wollen. Piper musste mit ansehen, wie die Haare der Spinne einen Anhänger der Sekte durchbohrten. Das Blut spritzte in alle Richtungen und Piper, so wie einige der anderen hatten nun Blut auf ihrer Kleidung. Doch das war noch nicht alles. Nachdem die Haare das Sekten Mitglied durchbohrt hatten, umwickelten diese den Toten von hinten. Mehr und mehr Haare umfassten den Körper und schlossen ihn letzten Endes in einer Kokon artigen Hülle ein. Pipers, Findleys und die Herzen der Soldaten, fingen an zu rasen. Es fühlte sich so an, als würden ihre Adern explodieren.
Sie dachten, es könne nicht noch schlimmer werden, aber sie haben sich getäuscht. Die weißen Haare verfärbten sich rot. Es schien, als würde die Spinne dem leblosen Körper das Blut abzapfen. Einige Minuten lang musste die Gruppe im Versteck mit ansehen, wie das Blut des Toten abtransportiert wurde. Als die Haare wieder ihre weiße Farbe annahmen, lockerten sie sich und ließen den ausgesaugten Körper in den blutigen Schnee fallen. So plötzlich wie die Haare kamen, verschwanden sie auch wieder. Genau wie die weißhaarige Frau.
Piper blieb die Luft weg. Sie starrte auf den Toten in der weißen Kutte, der im blutigen Schnee lag. Sprachlos hockte die Gruppe in ihrem Versteck. Die Akten hatten recht, Findley hatte recht, der Geist hatte recht. Sich mit der Spinne anzulegen, war reiner Selbstmord. Allein sich in ihrer Nähe aufzuhalten, konnte tödlich enden. Der Anhänger der Sekte hatte dies bewiesen. Allerdings ließ sich der Rest dieser merkwürdigen Glaubensgemeinschaft nicht davon beeindrucken. Es schien, als würde jeder von ihnen hoffen, der nächste auf der Liste zu sein.
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G.M.B - Genetic Mutated Beasts
Science FictionVor nicht allzu langer Zeit führten ein paar Wissenschaftler Genexperimente an 1000 verschleppten Menschen durch. Im Laufe des Prozesses entwickelte sich ein Virus, welches die befallenen von innen heraus verfaulen ließ. Aus den befallenen Menschen...