Sicht Wincent
Shayenne ging es mittlerweile wieder ziemlich gut. Sie war zwar noch krankgeschrieben, aber von dem Schock war zum Glück nicht mehr viel übrig. Auch Anni merkte ich seit einigen Tagen kaum noch was an. Am Montag hatte sie noch ein kleines Tief, nachdem sie in der Schule war, aber mittlerweile geht es ihr gut. Ihr Bauch wächst gefühlt täglich und ich kann es immer noch kaum glauben, dass ich Vater werde. Mittlerweile hatten wir Donnerstag Abend und Anni ist damit beschäftig ihre Sachen für die Tour zu packen. „Schatz, so viel zum Anziehen brauchst du nie im Leben.", lachte ich, als ich das Schlafzimmer betrat und das Chaos sah. „Ich weiß, aber ich hab Angst, dass mir nichts passt.", gab Anni verzweifelt von sich. „Du kannst auch meine Sachen anziehen. Pack dir bequeme Klamotten ein, ich erwarte nicht, dass du da gestylt rumläufst.", lächelte ich und gab ihr einen Kuss auf den Kopf, bevor ich meine Sachen schnell in meinen Rucksack warf. „Wie willst du das eigentlich der Band sagen?", fragte Anni auf einmal. „Gar nicht, die werdens sehen.", zuckte ich mit den Schultern. Anni schüttelte nur schmunzelnd den Kopf und verschwand im Bad. Abends besprachen wir noch den ein oder anderen Termin und wann wir wieder hier sind, bevor wir relativ früh ins Bett gingen.
„Wincent, wir wollen in einer halben Stunde los.", sagte Anni und ich schlug langsam die Augen auf. Sie war schon komplett fertig, während es draußen gerade mal dämmerte. Warum hatten wir uns nochmal entschieden früh zu fahren und nicht schon gestern? Brummend drehte ich mich auf den Bauch und versuchte wenigstens noch ein paar Minuten Erholung zu finden. „Schatz komm, du darfst heute Abend wieder auf der Bühne stehen.", flüsterte Anni mir ins Ohr und strich mir durch die Haare. Damit hatte sie mich sofort und ich öffnete dieses Mal wirklich die Augen. „Ich mach uns noch schnell ein bisschen was für die Fahrt fertig.", sagte Anni dann, gab mir einen kurzen Kuss und verschwand aus dem Schlafzimmer. Am liebsten hätte ich mich trotz allem wieder umgedreht, doch ich riss mich zusammen und stand auf. Ich schüttelte direkt das Bett auf und lüftete das Schlafzimmer, bevor ich ins Bad ging und auch alles zusammenpackte. Meine Tasche stellte ich in den Flur und ging dann zu Anni in die Küche, welche schon fast alles fertig hatte. „Ich geh nur nochmal kurz ins Bad und dann können wir auch schon los.", sagte sie und war wieder weg. Ich wollte doch wenigstens nochmal kurz mit ihr reden.
Da es draußen noch relativ frisch war warf ich mir schnell einen Hoodie über und brachte dann schonmal unsere Taschen ins Auto. Anni hatte definitiv Ziegelsteine eingepackt, obwohl wir doch ungefähr alle fünf bis sieben Tage hier sind. Ich schmiss alles in meinen Kofferraum und programmierte schonmal das Navi, bevor ich wieder reinging. Anni stand schon im Flur und zog sich ihre Schuhe an, als ich meine Arme um sie schlang. „Ich liebe dich und ich bin so froh, dich jetzt einfach mitnehmen zu können, aber Anni, ich wünsche mir eine Sache. Lass uns auf der Tour bitte über alles reden. Egal, wie klein das Problem zu sein scheint, ich will, dass wir darüber reden und dass wir die Zeit genießen.", flüsterte ich ihr ins Ohr und drehte sie dann zu mir um. „Das machen wir, aber das gilt auch für dich.", lächelte sie und platzierte ihre Lippen auf meinen. Okay, wir könnten auch nochmal zurück ins Bett gehen.... „Na los.", löste sich Anni dann aber und schaltete überall das Licht aus. Sie drückte mir einen Kaffeebecher und was zu Essen in die Hand, zog sich noch einen Pullover von mir über und folgte mir dann mit ihrer Handtasche zum Auto. „Tür zu, Licht aus?", fragte ich, als ich den Motor startete und Anni nickte. „Dann ab zur letzten Tour ohne Kind.", grinste ich. „Das sieht dein Kind anders.", grinste Anni. Fragend sah ich sie. „Die Kleine wird gerade wach.", schmunzelte sie dann und ich platzierte sofort meine Hand auf Annis Bauch, doch natürlich passierte mal wieder nichts.
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Zwischen Dir und Mir // Wincent Weiss Fanfiction
FanfictionEin Knall. Meine Welt begann sich zu drehen und ich hörte Shayenne meinen Namen schreien. Ich hielt mir die Hand an den Bauch und fiel langsam zu Boden. Danach stoppte meine Welt und alles war schwarz. STOP! Dies ist die Fortsetzung meines Buches "...
